"Und wieder war es Tweedy, der seinem alten Kumpel
Farrar hinsichtlich der Veröffentlichung einen kleinen Ende Schritt
voraus war. Im November `96 erschienen diese 19 Songs mit knapp 80 Minuten
Spielzeit, bei denen Tweedy das Wagnis einging, sich stilistisch freier
zu bewegen. Ein Schritt, der belohnt wurde, denn das Werk wurde überschwenglich
aufgenommen und riss den ME/Sounds zu folgender Lobeshymne hin: ...Die
19 Songs des Doppelalbums bleiben immer aufregend und geben die monochromen
Mühen anderer Gitarrenbands, die sich zwar alternativ nennen, in Wirklichkeit
aber austauschbar sind, der Lächerlichkeit preis... Jeff Tweedy und
seinen vier Musikerkollegen ist mit `Being There´ ein kleines Meisterwerk
gelungen, das für die zeitgenössische Country Musik soviel bedeutet,
wie das White Album der Beatles für die Rockmusik bedeutet hat: die
definitive Bestandsaufnahme dessen, was zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
überhaupt möglich ist.
Das musikalische Kontrastprogramm reicht von sentimentalen Pianosongs bis
zu ultra-traditionalistischen Country-Songs, von Folk-A-Billy bis Beach
Boys-ähnlichen Powerpoppern, von Honky Tonkern bis zu mit Streichern
garnierten Gänsehautballaden, dem mit atonalen Passagen versetzten
Misunderstood, klassischem Countrysound, Boogierock und einigem
mehr." (Glitterhouse) |