Suchen Sie nach einem Album, das Ihnen nach einem langen Arbeitstag Entspannung und Freude bereitet? Dann sollten Sie sich ernsthaft mit dieser Aufnahme auseinandersetzen, denn sie birgt alle Qualitäten, die man von einem mit echten Koryphäen des Musikgeschäfts besetzten Werk erwarten kann. Der Flügelhornist Art Farmer und der Gitarrist Jim Hall bilden den Kopf eines ungewöhnlich besetzten Quintetts, bestehend aus dem Ausnahmeschlagzeuger Steve Gadd, dem Vibraphonisten Mike Mainieri und Michael Moore am Bass. Farmer und Hall sind auf der im Jahr 1978 entstandenen Aufnahme erstmals wieder vereint, seit sie zwischen 1962 und 1964 dauerhaft in einem Quartett spielten. Art Farmer zählt zu den Wegbereitern des Flügelhorns; maßgeblich war er für die Popularität dieses Instruments im Jazz verantwortlich. Einen ähnlichen Status genießt Jim Hall, dessen Gitarrenspiel vielen Musikern, selbst denen, die einen gänzlich anderen Stil pflegen, als Vorbild dient. Die aus vier Stücken bestehende Session verbreitet mit dem warmen Ton des Flügelhorns, verbunden mit dem ungemein präsenten Vibraphon eine extrem entspannte Atmosphäre. Die Gitarre ist das verbindende Element und leitet zu den jeweiligen Soli über.
Insbesondere die Jazzadaption des Klassikers von Maurice Ravel, „Pavane For A Dead Princess“, hat einen wunderbaren, unwiderstehlichen „Flow“ und bildet mit einer Länge von mehr als zehn Minuten das Finale einer Aufnahme, die selbst den höchsten Blutdruck zu senken vermag. Die soundtechnisch überarbeitete Neuauflage klingt, als wäre sie erst kürzlich eingespielt worden.
Fazit
Diese Platte sollte bei chronischer Nervosität ärztlich verordnet werden!
(www.hifitest.de)
Flugelhornist Art Farmer and guitarist Jim Hall had had a regular group for a time in the mid-'60s but (except for one occasion) had not played together since, until this 1978 LP. This is an unusual effort for CTI in that it is a quintet set without added horns, strings or keyboards. Farmer and Hall are joined by vibraphonist Mike Mainieri, bassist Michael Moore and drummer Steve Gadd for two standards, the title cut and a jazz adaptation of a piece by Ravel. Since Farmer and Hall have long had very complementary styles (both being lyrical, harmonically advanced and thoughtful in their improvisations), it is little surprise that this set is a complete success. Pity that all of Farmer's CTI dates are out of print.
(by Scott Yanow, All Music Guide)