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Michaels aktuelle Plattentipps

Stereolab: "Pulse Of The Early Brain [Switched On Volume 5]" (Warp/Duophonic UHF Disks, Sep. 2022)
Die fünfte Folge der Resteverwertung - vielleicht nicht mehr ganz so grandios wie beim letzten Mal, als die Archive durchstöbert wurden, aber immer noch so gut, das die Anschaffung für mich ein Muss ist!
(2022-09-18)
[Refried Ectoplasm [Switched On Vol. 2] (1995) | Electrically Posessed [Switched On Vol. 4] (2021) ]
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Motorpsycho: "Ancient Astronauts" (Stickman, Aug. 2022)
Ich kann nicht anders: ich muss hier erst mal etwas Quatsch aus dem Waschzettel korrigieren:
  • Reine Fiske ist zwar wirklich nicht dabei, aber ein Mann und keine Frau. Außerdem wurde nicht zu dritt, sondern zu viert aufgenommen, denn Produzent Helge Sten (alias "Deathprod") hat als Keyboarder mitgespielt.
  • Das Bill Graham-Zitat stimmt zwar irgendwie im wörtlichen Sinne, bezieht sich aber auf "The Greatful Dead". Graham war aber weder bei denen noch der aktuellen Nachfolgeband "The Dead" Mitglied, sondern nur der Konzertveranstalter vom Fillmore West in San Francisco, wo diese oft gespielt haben. Außerdem: wenn Motorpsycho genau wie Grateful Dead die Einzigen sind, in dem was sie tun: Sind sie dann nicht sogar irgendwie auch die Besten, mangels Konkurrenz?

(2022-08-28)
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The Wave Pictures: "When The Purple Emperor Spreads His Wings" (Moshi Moshi, Juli 2022)
Das neue Album dieses englischen Trios ist ein sattes Doppelalbum mit 20 Liedern und über einer Stunde Spielzeit - und es wird keinen Moment langweilig.
(2022-09-11)
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Dawes: "Misadventures Of Doomscroller" (Rounder/HUB, Juli 2022)
Die Band aus L.A. habe ich eigentlich schon seit ein paar Jahren auf dem Radar und mir auch in der Vergangenheit schon das eine oder andere ihrer Alben gegönnt. Zuletzt ging das aber irgendwie an mir vorbei und fast hätte ich auch das neue Album übersehen oder sogar ignoriert. Neugierig wurde ich letztendlich, weil die Band angeblich jetzt "Prog-Rock" machen würde, aber ich kann Entwarnung geben: ja, die Stücke sind länger als gewohnt (7 Lieder in knapp 45 Minuten) - ja, es gibt viele Soli auf Gitarre und Keyboards - aber "Prog-Rock" ist das nicht, wie ich finde. Eher klingt es für mich wie "Blues For Allah" von den Grateful Dead (was ein ziemlich großes Lob aus meinem Mund ist!). Da fällt mir noch ein: auch "Blues For Allah" wurde damals von Kritikern in den Prog-Rock-Zusammenhang gebracht. Aber keine Sorge: weder die Dead 1975 noch die Dawes 2022 klingen wie Yes oder King Crimson oder von mir aus auch Porcupine Tree.
(2022-08-20)
[Blues For Allah | Jonathan Wilson]
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She & Him: "Melt Away: A Tribute To Brian Wilson" (Universal/Fantasy, Juli 2022)
Das Duo-Projekt "She & Him", bestehend aus der Schauspielerin Zooey Dechanel und dem Singer/Songwriter/Indierocker Matt Ward, ist schon ein paar Jahre im Geschäft, aber bisher hatte mich das nicht so wirklich interessiert. Schließlich gibt es ja viel zu viel gute Musik, als dass ich sie alle hören könnte, vor allem keine von singenden Schauspielern. Dieses mal war ich natürlich vor allem deshalb dabei: es geht um die Musik von Brian Wilson, aber eben nicht nur um die altbekannten Beach-Boys-Knaller, sondern eher um das coole Zeug vom Straßenrand, darunter auch "Deirdre" vom "Sunflower"-Album, das aber nur wenig mit Brian Wilson zu tun, sondern bis auf wenige Textzeilen von Bruce Johnston stammt. Aber egal, denn das ist ein ziemlich schönes Lied. Jetzt sind sogar noch zwei weitere Gründe dazugekommen, um diese Platte zu lieben: am Bass ist der legendäre Joe Spampinato von den legendären NRBQ dabei. Und Zooey Dechanel ist die jüngere Schwester von Emily Dechanel. Ich liebe natürlich die Serie "Bones - die Knochenjägerin" (trotz des blöden deutschen Titels der Serie). OK, das interessiert euch nicht ... auch egal.
(2022-08-09)
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Naima Bock: "Giant Palm" (Sub Pop, Juli 2022)
Ein wunderbares Debütalbum auf einem legendären Label! Die in London ansässige Songschreiberin und Ex-Indie-Rock Bassistin kommt solo mit Unterstützung des Produzenten und Multiinstrumentalisten Joel Burton und vieler Freunde eher akustisch daher, man hört Brasilien (die Heimat ihres Vaters) und England (Folkrock) heraus. Eine Entdeckung bei Klaus Fiehe/1live. Wo sonst?
(2022-08-09)
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Laura Veirs: "Found Light" (Bella Union, Juli 2022)
Ich kenne kaum eine Sängerin und Songschreiberin, die ich mag, und die so zuverlässig in der Quantität und Qualität ihrer Arbeit auf meinem Radar auftaucht. Wäre ich gehässig, so würde ich sagen, dass Laura Veirs neue Alben immer vorhersehbar (sehr gut) sind. Einzige Änderung beim neuen Album: Ex-Gatte Tucker Martine ist jetzt auch den Job als Lauras Produzent los, neuer Kreativpartner und Ko-Produzent ist der New-Yorker Multiinstrumentalist Shahzad Ismaily, den ich schon von einigen seiner Kooperationen kenne (z.B.: Bonnie "Prince" Billy, Johanna Borchert). Lauras erstes Album ohne den Ex klingt etwas weniger aufwändig, aber nicht weniger gelungen.
(2022-07-31)
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Jochen Distelmeyer: "Gefühlte Wahrheiten" (Sony/Four, Juli 2022)
Ich finde Jochen Distelmeyer schon seit Blumfeld-Zeiten gut, allerdings bin ich kein so großer Fan, dass ich da automatisch bei jeder neuen Platte dabei bin. Dieses mal haben ich mich die Vorab-Singles, die in den letzten Monaten schon bei Klaus Fiehe auf 1Live zu hören waren, aber überzeugt: ein richtig gutes Doppelalbum, tolle Songs, außergewöhnlich gut produziert, was früher bei Blumfeld eher nicht so war. Bei manchen seiner meist deutlich erfolgreicheren Deutsch-Rock-Kollegen, ich nenn' mal besser keine Namen, käme dabei vielleicht Kitsch heraus. Hier dagegen darf man aber durchaus den Vergleich mit Steely Dan oder Prefab Sprout wagen, ohne dass das peinlich wirkt.
(2022-07-31)
[Blumfeld]
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Husten: "Aus Allen Nähten" (Kapitän Platte, Juni 2022)
Deutschsprachige Allstarbands aus jüngerer Zeit, die musikalisch nicht enttäuschen oder langweilen, ja sogar begeistern? Da fallen mir drei Namen ein: zuerst mal "Kid Kopphausen" mit Gisbert zu Knyphausen und dem leider viel zu früh verstorbenen Niels Koppruch, die es deshalb natürlich nicht mehr gibt. Für "Die Höchste Eisenbahn" haben sich Francesco Wilking und Moritz Krämer gesucht und gefunden. Gisbert hat's dann noch mal gemacht und zwar zusammen mit dem Produzenten Moses Schneider und dem "Dünnen Mann" die Band "Husten" gegründet. Moses ist natürlich ein Star unter den deutschen Rockproduzenten (Tocotronic, Beatsteaks, etc.). Ob der "Dünne Mann" auch zu den Stars gezählt werden kann weiß ich nicht, soll aber mal egal sein, denn die drei haben in den Jahren vor Corona vier tolle EPs aufgenommen, immer mit einer bespielten Seite und einer geätzten Graphik auf der anderen, und jetzt mit mehr Zeit und etwas größerer Pause sogar ein ganzen Album, das (natürlich!) auch wieder ganz großartig geworden ist. Ach ja - Max Schröder trommelt in der Eisenbahn und beim Husten und wäre mit Olli Schulz als "Der Hund Marie" auch so etwas wie ein Star(trommler).
(2022-06-19)
[Kid Kopphausen | Die Höchste Eisenbahn | Wohin Wir Drehen (EP #3)]
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Belle and Sebastian: "A Bit Of Previous" (Matador, Mai 2022)
Die schottische Band um den Sänger & Songschreiber Stuart Murdoch habe ich eigentlich immer schon gemocht, aber inzwischen (nach 25 Jahren?) ist die Band absolut zeitlos mit ihrer Musik. Balsam für meine Ohren und ein paar weitere Sinnes- und andere Organe.
(2022-06-18)
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