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Michaels aktuelle Plattentipps

Die ersten Platten des aktuellen Jahres sind wegsortiert und findet Ihr hier!
(24.03.2019)

Vetiver: "Up On High" (Loose, Nov. 2019)
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NeilYoung & Crazy Horse: "Colorado" (Warner/Reprise, Okt. 2019)
Was einer meiner allergrößten musikalischen Helden in den letzten Jahr(zehnt)en musikalisch so getrieben hat, das hat mich kaum noch interessiert. Manchmal hab ich mir, aus alter Gewohnheit, ein neues Album noch gekauft, teilweise fand ich es dann noch "ganz OK", selten wirklich gut, manchmal aber auch ziemlich furchtbar. Details über meine "innere Zerissenheit" könnt Ihr zum Beispiel über das 2012er Werk "Psychedelic Pill" und das 2017er Werk "Peace Trail" nachlesen. "Colorado" habe ich jetzt ausnahmsweise mal wieder etwas mehr Aufmerksamkeit gegönnt, was zum einen damit zu tun hat, dass Neil seine alten Kumpels von Crazy Horse aus der Rente zurückgeholt hat, zum anderen aber auch, weil der erste Appetithappen per Youtube-Video durchaus vielversprechend war. Dann kam die Ankündigung für die Vinylausgabe: fast 50 EURO sollen für ein Fast-Doppelalbum mit drei bespielten Seiten und einer "Bonus Single" bezahlt werden! Da fiel mir doch glatt der Kitt aus der Brille: sowas geht gar nicht! Schließlich habe ich fast zwei Wochen gezaudert und mir schließlich für schlappe 18 OIRO die CD gekauft, unter anderem weil die Profi-Kritiker im Rolling Stone "Colorado" sogar zum Album des Monats gemacht haben. Jetzt höre ich gerade diese optisch durchaus amsprechende CD und weiß immer nicht so recht, ob ich das Album nun gut finde oder nicht. Das beste Lied ist auf jeden Fall die Nummer aus der Vorankündigung. Richtig schlechte Lieder gibt es aber auch nicht. Einen neuen Klassiker habe ich aber bisher nicht entdecken können.
(2019-11-17)
[Psychedelic Pill | Peace Trail]
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The Düsseldorf Düsterboys: "Nenn Mich Musik" (Staatsakt, Okt. 2019)
Ob das jetzt kommerziell clever ist? Auf jeden Fall "künstlerisch wertvoll", wenn sich zwei Essener Jungs, die uns vor etwas mehr als einem Jahr mit "International Music" beglückt haben, indem sie Velvet Underground auf Deutsch neu erfanden, sich nun einen so schrägen, neuen Namen geben, aber eine durchaus ähnliche und ebenfalls gelungene neue Platte herausbringen, die vielleicht etwas ruhiger daherkommt, uns aber wieder staunen lässt!
(2019-11-17)
[International Music ]
Circles At The Sun: "Let It Wander" (Rhino, Aug. 2018)
Eines der schönsten Alben, das ich in letzter Zeit gehört habe, auch wenn es schon über ein Jahr alt ist! Instrumentale Rockmmusik vom Keyboarder und dem Leadgitarristen der Chris Robinson Bruderschaft, die ich wohl verpasst hätte, wenn der angesprochene Gitarrist Neal Casl nicht vor wenigen Monaten verstorben wäre, noch viel zu jung mit 50 Jahren!
(2019-11-10)
[Interludes For The Dead] | Neal Casal | Chris Robinson Brotherhood ]
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Big Thief: "Two Hands" (4AD, Okt. 2019)
Bereits das zweite Album dieser New Yorker Band in diesem Jahr!
(2019-11-05)
[U.F.O.F.]
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Van Morrison: "Three Chords & The Truth" (Caroline/Exile, Okt. 2019)
In den letzten Jahren war der Mann extrem fleißig, teilweise erschienen sogar zwei Alben pro Jahr. Die habe ich mir zwar nicht alle angehört, geschweige denn angeschafft, denn es gab, ähnlich wie bei Bob Dylan, für meinen Geschmack zu viele Neuaufnahmen alter statt neuer, eigener Lieder. "Three Chord" bietet jetzt jedoch 14 mal neues Liedgut. "Dark Night Of The Soul", das erste Klangbeispiel im Internet, war so vielversprechend, dass ich nicht lange mit dem Kauf gezögert habe. Mein Fazit: wunderbarer Gesang, sehr gute Band (mit Akustikgitarrist Jay Berliner, Bassist David Hayes, Perkussionistin Teena Lyle und Organist John Allair sind sogar ein paar Mitstreiter aus früheren Zeiten mit dabei!), toller Klang, aber manchmal doch ein bisschen langweilig. Auch halten nicht alle Lieder die Qualität des Appetitanregers. Insgesamt aber doch eines seiner besseren Alben der letzten 10-20 Jahre.
(2019-11-03)
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The Monochrome Set: "Fabula Mendax" (Tapete, Okt. 2019)
Die Band war mein ein Geheimtipp aus der Punk/New Wave-Zeit. Seit ein paar Jahren ist die wiedervereinigte Band extrem fleißig: fast jedes Jahr gibt es ein neues, tolles Album
(2019-11-03)
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Simon Joyner: "Pocket Moon" (BB*Island/Grapefruit, Okt. 2019)
Ich liebe diese Platten, bei denen ich mich in den Sessel vor den Plattenspieler setze und beim Zuhören das Textblatt lese. Platten von Cohen, Dylan und auch Van Morrison. Pocket Moon ist so ein Album ...
(2019-10-27)
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Iggy Pop: "Free" (Caroline, Sept. 2019)
Iggy Pop singt Lieder von einem Jazztrompeter - da bin ich natürlich neugierig geworden. Als Typ fand ich Iggy schon immer cool - seine Musik hat mich aber oft nicht interessiert, wie ich zugeben muß. Das neue Album, musikalisch weitestgehend von Jazztrompeter Leron Thomas und der Gitarristin Novelller geprägt, beide mir bisher völlig unbekannt, hat mich jetzt aber gekriegt. Ausschlaggebend war nicht zuletzt ein tolles Konzert aus Paris auf ARTE, bei dem das komplette Album gespielt wurde. Hier noch der Hinweis an alle Hardcore-Fans von Iggy, die einen Bogen machen um "Free": das ist ein Klassealbum und 100% Iggy. Nur zur Abwechslung mal etwas weniger Gitarrenbreitseite und mehr subtile Klänge. Und natürlich Iggys Stimme. Und natürlich viel Trompete. OK - vielleicht doch nix für die Hardcorefans.
(2019-10-27)
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The Rails: "Cancel The Sun" (Thirty Tigers/Psychonaut Sounds, Aug. 2019)
Dies ist bereits das vierte Album der Tochter von Richard und Linda Thompson und dem aktuellen (?) Pretenders-Gitarristen James Walbourne, das ich fast übersehen hätte. Numero #2, "Fair Warning", kam ja bei Island, also mit der Unterstützung eines großen Labels heraus. Jetzt buck das Paar wieder etwas kleinere Brötchen, die aber natürlich trotzdem sehr geschmackvoll sind.
(2019-10-17)
[Pretenders | Richard & Linda Thompson | Fair Warning]
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Chrissie Hynde with The Valve Bone Woe Ensemble: "Valve Bone Woe" (BMG, Sept. 2019)
Die Sängerin der Pretenders gönnt sich ein Jazzalbum voll mit legendären Klassikern. Weil Nick Drakes "River Man", Brian Wilsons "Caroline No" und John Coltranes "Naima" dabei sind konnte ich nicht widerstehen. Die musikalische Mischung ist insofern ungewöhnlich, als dass zum Bigbandsound elektronische Effekte und Bearbeitungen hinzukommen. Das ist eigentlich nicht mein Ding, klingt aber überraschend gut und spannend!
(2019-10-14)
[Pretenders | John Coltrane | Nick Drake]
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John Coltrane: "Blue World" (Universal/Impulse!, Sept. 2019)
Dieser verschollene Soundtrack zu einem unbekannten kanadischen Autorenfilm wurde kürzlich wiederentdeckt. Er enthält statt, wie üblich, neuem Material Überarbeitungen älterer Titel des größten Saxophonisten aller Zeiten, etwa das grandiose "Naima".
(2019-09-29)
[Crescent | A Love Supreme]
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Hiss Golden Messenger: "Terms Of Surrender" (Merge, Sept. 2019)
M.C. Taylor ist für mich aktuell der fleißigste und originellste Singer/Songwriter, der mit seinem wunderbaren Ensemble um die Brüder Brad und Phil Cook, dieses mal ergänzt um Aaron Dessner von The National, alle paar Jahre ein tolles Album nach dem anderen herausbringt.
(2019-09-25)
[Phil Cook]
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Mark Mulcahy: "The Gus" (Mezzotint, Sept. 2019)
Mark Mulcahy war mal die Stimme der wunderbaren Miracle Legion. Seit einigen Jahren kommen gelegentlich diese leicht kauzigen Soloalben heraus. Tolle Stimme, grandiose Lieder. Leicht schräge, aber immer sehr originelle Arrangements - ich liebe das!
(2019-09-24)
[Miracle Legion]
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Sandro Perri: "Soft Landing" (Constellation, Sept. 2019)
Der kanadische Sänger und Gitarrist schafft es wie wenige andere, diese tolle Mischung aus Folk & Jazz, besser gesagt: Singer/Songwriter-Musik & Improvisation, hinzubekommen. Früher gab's mal Tim Buckley und John Martyn. Aktuell fällt mir da sonst kaum jemand ein.
(2019-09-24)
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Robyn Hitchcock & Andy Partridge: "Planet England" (Ape House, Sept. 2019)
[Robyn Hitchcock | The Soft Boys | Zehn Zoll | XTC]
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Niels Frevert: "Putzlicht" (Grönland, Sept. 2019)
Noch konnte ich die neue Platte nicht komplett durchhören - aber der erste Eindruck ist vielversprechend ...
(2019-09-15)
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The Schramms: "Omnidirectional" (Bar/None, Juli 2019)
In den 80ern bis in die 90er kamen viele tolle Platten von vielen tollen Bands vom Bonner Kultlabel Normal, darunter auch die Band von Dave Schramm aus Hoboken, New Jersey, der ja auch gelegentlich bei Yo La Tengo mitgewirkt hat. Die Schramms fand ich auch ganz gut, habe sie dann aber irgendwann aus den Augen bzw. Ohren verloren. Nach über 3 Jahrzehnten mehr oder weniger großer Bandaktivität gibt es jetzt das Album #7 zu bestaunen - und das ist richtig gut geworden! Statt Country-Rock mit Indie-Einschlag erinnert mich die Platte in mehr als einem Moment an die Beach Boys: nicht wegen der Chöre, sondern wegen der Instrumentierung, die mich immer wieder an Brian Wilsons Meisterwerk Pet Sounds denken lässt. Da muss ich doch unbedingt mal wieder in meine lückenhafte Schramms-Sammlung reinhören! Ach ja - das deutsche Label Blue Rose hat die Schramms zwar immer noch unter Vertrag, aber wohl nur eine schnöde CD-Version im Angebot, weswegen ich mir natürlich die Vinylausgabe vom Hobokener Label Bar/None besorgt habe.
(2019-08-25)
[Dave Schramm| Pet Sounds| Yo La Tengo]
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Die Höchste Eisenbahn: "Ich Glaub Dir Alles" (Tapete, Aug. 2019)
Zwei singende und songschreibende Gitarristen, dazu kongeniale Leute an Bass und Schlagwerk - für mich die perfekte Bandbesetzung! Und DHE ist für mich ganz klar eine der besten deutschsprachigen Rockbands - oder sogar DIE beste? Spätestens seit es Kid Kopphausen nicht mehr gibt! Nur schade, dass das Tapete-Label aus Hamburg sich nicht mehr den Luxus leistet, eine CD der Schallplatte beizulegen - noch nicht mal einen Gutschein für schnöde MP3s ...
(2019-08-18)
[Moritz Krämer| Kid Kopphausen]
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