Zurück Frisch ausgepackt Unten

Michaels aktuelle Plattentipps

Zwischenzeitlich habe ich die Tipps der ersten Jahreshälfte schon mal nach 2017 wegsortiert. Kannst Du hier wiederfinden.
(15.07.2017)

Peter Perrett: "How The West Was Won" (Domino, Juni 2017)
Grandios! Ex-Only Ones-Sänger mit seinem zweitem Soloalbum, erschienen völlig "out of the blue" nach knapp 20jähriger Pause, aber trotzdem so frisch, roh und kraftvoll rockend wie in den alten Tagen. An dem Reglern im Konk-Studio der Kinks) saß immerhin Chris Kimsey, dessen Dienste sich gelegentlich auch solche Hochkaräter wie die Rolling Stones sichern.
(15.07.2017)
Mehr ...
James Elkington: "Wintres Woma" (Paradise Of Bachelors, Juni 2017)
Britischer Gitarrist mit Wohnort Chicago mit erstem Soloalbum unter eigenen Namen ...
(15.07.2017)
Mehr ...
Sugarfoot: "The St. Anna" (Crispin Glover, Mai 2017)
Bent Saether von Motorpsycho ist extrem fleissig. Von seiner Stammband erschien vor kurzem mit "Begynnelser" improvisierte Theatermusik auf Doppel-Zehn-Zoll mit CD und DVD, im Herbst kommt ein neues reguläres Album und er hatte auch noch Zeit, mit ein paar Kumpels das bereits dritte Album unter dem Namen Sugarfoot zu veröffentlichen, voll von Countryrock-Perlen, die scheinbar direkt aus den 70ern und aus dem sonnigen Kalifornien stammen, wo sie immerhin ja auch aufgenommen wurden. Da blieb für das Hardrock-Nebenprojekt Spidergawd wohl keine Zeit mehr ...
(15.07.2017)
Mehr ...
dAS bAND: "Eine Andere Option" (Sub Up, Mai 2017)
Ein mir bislang unbekanntes Gitarre/Baß/Drums-Trio aus München mit ihrem zweiten Album als Doppel-Zehn-Zöller - und dann auch noch vom völlig ungekannten bzw. fast vergeßenen Label Sub Up, denen wir in den frühen 90ern ein paar schöne Platten zu verdanken haben, u.a. von den wunderbaren Bay You Know und von FSK. Da war dieser Kauf natürlich Pflicht. Auch wenn ich den Witz mit der fALSCHEN sCHREIBWEISE auch bei mESMO nur bedingt witzig fand, was wohl daran liegt, daß die fESTSTELLTASTE an meinem PC auch zum Feststellen neigt.
(13.07.2017)
Mehr ...
Kathryn Williams: "Songs From The Novel Greatest Hits" (One Little Indian, Juni 2017)
Von Kathryn Williams gab es in den letzten Jahren regelmäßig gute bis sehr gute Platten, meist sehr folkig, immer sehr anspruchsvoll, zuletzt auf "Resonator" im Duo mit dem Vibraphonisten Anthony Kerr sogar mit gelungenen Interpretationen von Jazzklaßikern. Das neue Album enthält 16 Eigenkompositionen, bei denen die Texte meist von der mir als Literaturbanausen unbekannten Autorin Laura Barnett stammen. Es ist als Ergänzung zu Barnetts neuem Roman "Greatest Hits" gedacht, welcher von der fiktiven Sängerin und Songschreiberin Caß Wheeler und deren Arbeit an einem Album mit ihren größten Erfolgen und die Erinnerung daran handelt. Stilistisch sind die Lieder für Williamßche Verhältniß recht breit aufgestellt und reichen von sparsamen Folk bis hin zu richtigem Rock. Nur der Jazz bleibt dieses Mal außen vor. Die rockigen Lieder klingen ein wenig nach den Magic Numbers, was natürlich nicht verwundert, wenn man weiß, daß deren Sänger und Gitarrist Romeo Stodart hier als Produzent mit dabei ist und seine Schwester Michelle Stodart auf den meisten Tracks den Baß beisteuert. Witzigerweise bringt der namentlich nicht genannte Autor des Waschzettels der Plattenfirma hier ein paar Sachen durcheinander. Aber lest selbst unter [Mehr...].
(04.07.2017)
Mehr ...
Can: "The Singles" (Mute/Spoon, Juni 2017)

Die meisten Titel kennt man natürlich von den Alben - und eigentlich waren sie ja auch eher eine Alben-Band, aber es macht großen Spaß, auf drei Langspielplatten dem zu lauschen, was die Burschen damals als kommerziell erachtet hatten, um es als Single zu ver�ffentlichen. Und schließlich haben Singles ja auch B-Seiten!
(30.06.2017)

Es macht großen Spaß, die Can-Hits in ihrer zeitlichen Reihe zu hören, vom wilden "Soul Desert" von 1969, noch mit Malcolm Mooney, über die großartigen Lieder mit Damo Suzuki (vor allem natürlich "Spoon" und "Vitamin C", bis hin zum "Hoola Dance" von 1989, wieder zusammen mit Malcolm Mooney. Nur zwei instrumentale Coversongs sind für mich leicht verstörend beim Hören: das Weihnachtslied "Stille Nacht" mit verquerem Rhythmus und die bizarre Adaption von "Can Can" von Jacques Offenbach. Das zeugt vielleicht von gutem Humor, obwohl die Motivation zur Aufnahme des Offenbach-Klaßikers vielleicht alleine auf dem Titel des Liedes beruht. Aber für mich muß sowas nicht sein. Scheiß drauf - tolle Platte.
(08.07.2017)

Mehr ...
Motorpsycho: "Begynnelser" (Stickman, Juni 2017)
Neues von meinen Lieblinx-Norwegern auf Zehn-Zoll ...
(25.06.2017)
Mehr ...
Fleet Foxes: "Crack-Up" (Warner/Nonesuch, Juni 2017)
Nach langer Pause eine neue Platte der Helden des Folkrock, jetzt ohne Drummer Josh Tillman, der als Father John Misty in der Pause seit dem "Helpleßneß Blues" bereits drei eigene Alben herausgebracht hat. Die Chöre beschwören sofort die alte Magie, allerdings sind die Lieder komplexer und nicht mehr ganz so hymnisch.
(20.06.2017)
Mehr ...
Paul Weller: "A Kind Revolution" (Warner/Parlophone, Mai 2017)
Den Paul und seine Musik mag ich eigentlich sehr gern, auch wenn ich ihm in den lezten 10 Jahren nicht mehr so ganz folgen konnte. Auf das neue Album mußte ich jetzt auch von meinem Kumpel Wulf aufmerksam gemacht werden, der mir den Link zu einem tollen "Making Of" Film zugesandt hatte. Sonst hätte ich ein richtig gutes Album verpaßt.
(29.05.2017)
Mehr ...
Port Noo: "In The Middle Of Everything" (Goldrausch, Feb. 2017)

Port Noo, Gälisch (?) für Newport, ist das neue Projekt der Münchener Sängerin Hannah Permanetter, vormals in einer Band, deren Name mir leider gerade nicht einfällt, und die ich auch nicht auf dem Schirm hatte. Mein Zugang kommt über das Plattenlabel Goldrausch, hinter dem die Berliner Band Brokof steckt. Anscheinend gibt es das Album nur auf Vinyl inklusive Downloadgutschein, also ohne CD: beim letzten Brokof-Album "Cool Fame" gab es ja nur die CD, wie ich damals enttäuscht feststellen mußte. Scheinbar haben mir die Junx zwar zugehört, aber leider weiterhin nur Geld für eine Version von "In The Middle Of Everything": zum Glück ist das dieses mal eben eine schöne Vinylscheibe.
Zur Musik schreibe ich dann in den nächsten Tagen was. Es klingt auf jeden Fall vielversprechend.
(29.05.2017)

Das hat leider ein paar Tage länger gedauert mit dem Hören, als ich dachte, was nichts mit der Qualität der Musik zu tun hat. Wunderschöne Singer/Songwriter-Musik wird hier präsentiert, viel analoges auf Gitarre und Klavier und nur sehr sparsam eingesetzte Elektronik. Gut gefallen mir auch die Bläserarrangements. Als Referenz könnte man die Musik von Cherilyn McNeil nennen, die ja auch unter einem Bandpseudonym, Dear Reader, musiziert. (23.07.2017)

Mehr ...
"Slowdive" (Dead Oceans, Mai 2017)
Wen es überrascht, daß ich hier über die Rückkehr von fast vergeßenen Britpoppern, bzw. Shoegazern berichte, dem muß ich sagen: ich mag das (überraschenderweise) irgendwie. Vielleicht eine kleine "Entschuldigung" meinerseits: Kennengelernt habe ich die Musik von Neil Halstead erst über die wunderbare Folkband Mojawe 3, die er nach Ende von Slowdive ab Mitte der 90er mit seinen alten Slowdive-Bandkollegen Rachel Goswell und Ian McCutcheon hatte. Slowdive selber hatte ich in den frühen 90ern dagegen kaum wahrgenommen, aber was ich da jetzt höre, das gefällt mir doch ziemlich gut. Trotz (?) der vielen Bodengitarreneffektgeräte, auf die diese Shoegazer da in Wirklichkeit immer gestarrt haben.
(22.05.2017)
Mehr ...
mESMO: "The Same Inside" (Staatsakt, März 2017)
Eine neue Band (bzw.: ein Studioprojekt) aus Berlin, mit wechselnden Gastsänger(inne)n, spielt großen Pop im Stil der späten 60er bis hin zu den mittleren 70ern. Baßist Lars Precht war mal bei der von mir hochverehrten Band Veranda Music und lernte seinen tastenspielenden Kollegen Vredeber Albrecht in der letzten Blumfeld-Besetzung kennen. Den Gesang und vereinzelte Instrumentalbeiträge übernehmen zahlreiche mehr oder weniger prominente Gäste, u.a. Veranda Music-Sänger Nicolai von Schweder-Schreiner, Ex-Veranda Music-Drummer Christoph Kähler, der als Solist unter dem Namen Zwanie Jonson (mehr oder weniger) bekannt ist, Dirk von Lowtzow von Tocotronic, Jens Friebe, Pascal Finkenauer und noch ein paar mehr. Eine sehr schöne Platte vom, ich muß es wieder sagen, genialen Label Staatsakt.
(14.05.2017)
Mehr ...
Timber Timbre: "Sincerely, Future Pollution" (City Slang, April 2017)
Bands mit Keyboard-Dominanz sind mir oft ein Gräuel. Timber Timbre aus Kanada setzten aber auf einen historisch-analogen Fuhrpack aus den 60ern und 70ern (so klingt es zumindest), sodaß das Ganze etwas sehr Angenehmes für meine Ohren ist. Außderdem sind die Songs von Taylor Kirk einfach gut ...
(13.05.2017)
Mehr ...
Thurston Moore: "Rock N Roll Consciousneß" (Caroline/Ecstatic Peace!, April 2017)
Beim neuen Album des Ex-Masterminds von Sonic Youth habe ich seit längerem erstmals wieder die CD der Schallplatte vorgezogen: jene hätte mehr als das Doppelte gekostet, sodaß meine vorhandene Resthemmschwelle aktiviert wurde ...
(13.05.2017)
Mehr ...
Julian Cope: "Drunken Songs" (Head Heritage, Febr. 2017)
Der Mann ist natürlich legendär, aber in den letzten Jahren habe ich seine Musik etwas aus den Augen (beßer gesagt: aus den Ohren) verloren. Leider gibt es wohl nur eine CD-Version ...
(13.05.2017)
Mehr ...
Josienne Clarke & Ben Walker: "Overnight" (Rough Trade, Okt. 2016)
Das englische Folkduo mit mit dem zweiten Album hat leider erst mit Verspätung den Weg auf meinen Plattenteller gefunden ...
(13.05.2017)
Mehr ...
"Jukka Eskola Orquesta Bossa" (Schema, Sept. 2013)
Zwei Zehn-Zoll-Eps vom letzten Jahr unter dem Namen "Jukka Eskola Soul Trio" haben mich auf den ausgezeichneten finnischen Trompeter aufmerksam gemacht. Auf dieses etwas äktere Album war ich dann sehr neugierig: ein Jazzquintett (Trompete, Sax/Flöte, Gitarre, Baß und Schlagzeug spielt (meist) neue Kompositionen im jazzigen Boßa Nove-Stil, unterstützt von einem klaßischen Streichquartett. Das klingt spannend und richtig gut.
(13.05.2017)
Mehr ...
Garland Jeffreys: "14 Steps To Harlem" (Rough Trade/Luna Park, April 2017)
Rock, Blues, Folk, Reggae - alles kommt hier zusammen. Bei den meisten Sängern geht so etwas schief, nicht aber bei dem wunderbaren Garland Jeffreys, der im Alter scheinbar zu neuer Höchstform aufläuft und nach "The King Of In Between" (2011) und "Truth Serum" (2013) hier mit "14 Steps To Harlem" bereits das dritte, gelungene Comebackalbum abliefert. Neben sehr guten Orginalen (u.a. mit dem Titelsong und "I'm A Dreamer" zwei tolle "Stream-Of-Concousneß-Storytelling"-Songs in bester Vanbzw. Jim Morrison-Tradition á la "Listen To The Lion" oder "The End") gibt es zwei mutige Coverversionen von ziemlich bekannten Songs (Oldies?), bei denen man eigentlich als "Nachspieler" nicht gewinnen kann ("Help" von den Beatles und "I'm Waiting For My Man" von The Velvet Underground). Dazu mit "Time Goes By" ein unpeinliches Duett mit seiner aparten Tochter Savannah Jeffreys über den hohen Wert der Familie. Und ganz am Ende wird das "Luna Park Love Theme" vo Laurie Andersons Geige veredelt. Herrlich.
(01.05.2017)
Mehr ...
Father John Misty: "Pure Comedy" (Bella Union, April 2017)
Eigentlich wollte ich mir das dritte Album von Josh Tillman unter seinem Pseudonym nicht kaufen. Zum einen sehr teuer (knapp unter 30 Oiro) , zum anderen fand ich den Vorgänger "I Love You, Honeybear" (2015) auch nicht wirklich überzeugend - allerdinx kam der sogar noch mit beiliegender CD daher, die jetzt fehlt. Schließlich habe ich aber doch noch zugeschlagen, denn "Pure Comedy" ist richtig gut geworden!
(01.05.2017)
Mehr ...
"Robyn Hitchcock" (Yep Roc, April 2017)
Robyn Hitchcock ist einer meiner allerliebsten Singer/Songwriter, die außerdem noch ziemlich gut Gitarre spielen können, also (für mich) fast so gut und wichtig wie mein Held Richard Thompson. Inzwischen ist der leicht kautzige Engländer auch schon Mitte 60 und lebt im Country-Mekka Nashville/Tenneßee - wo er dann eine rockige und total britische neue Platte hinlegt, die fast so klingt, als gäbe es die Softboys noch. Da rockt und ist ziemlich gut.
(01.05.2017)
Mehr ...
The Feelies: "In Between" (Bar-None, Feb. 2017)
Satte 40 Jahre hat diese Band inzwischen auf dem Buckel - geheime Helden des Indie-Gitarrenrocks. Ob sie statt Legendenstatus gerne auch etwas mehr kommerziellen Erfolg hätten, das ist mir nicht bekannt- wahrscheinlich aber eher nicht. Auf jeden Fall klingt auch die neue Platte total nach den alten Feelies, man fühlt sich im Klang der Gitarren und der Trommeln sofort zuhause, auch wenn es dieses mal etwas ruhiger zugeht als beim "Comeback"-Album "Here Before" von 2011.
(09.04.2017)
Mehr ...
LAKE: "Forever Or Never" (Tapete, April 2017)
Lake sind jetzt beim Hamburger Tapete-Label - wer jetzt aus meiner Generation ist und etwas stutzt ("Was sollen denn die Hamburger Mainstream-Altrocker bei einem so coolen Indie-Label wie Tapete?"), dem sei gesagt: Um die Gruppe Lake aus Hamburg geht es hier nicht, auch wenn es diese Band nach meinem Wißen immer noch (oder wieder?) gibt und gar nicht so schlecht war bzw. ist. LAKE dagegen kommen aus dem Nordwesten der USA und waren bislang beim hippen Label K (jawohl, nur ein Buchstabe!) von Beat Happening-Mastermind Calvin Johnson. Sie machen auf ihrem neuem Album so etwas "Softrock der guten Art" habe ich irgendwo gelesen - und irgendwie stimmt das sogar. Mir fallen als Referenz schnell ein paar E-Piano-lastige Stücke von Fleetwood Mac aus den 70ern ein.
(09.04.2017)
Mehr ...
Yorkston, Thorne, Khan: "Neuk Wight Delhi All-Stars" (Domino, April 2017)
Kaum ein Jahr ist vergangen seit dem ersten Album dieser Formation. Auch der Nachschlag haut mich total um. Der etwas merkwürdige Titel des Doppelalbums erklärt sich im Übrigen aus der jeweiligen Heimat der drei Musiker: James Yorkston stammt aus East Neuk of Fife in Schottland, Baßist Jon Thorne von der südenglischen Isle of Wight und Sarangi-Virtuose Suhail Yusuf Khan aus New Delhi.
Die Musik? Wie beim letzten Mal irgendwo zwischen John Martyn mit Danny Thompson, also wie zu besten "Solid Air"-Zeiten, und indischer Geigenmusik (wie von L. Shankar? Aber da kenne ich mich nicht besonders gut aus!).
(08.04.2017)
Mehr ...
Arbouretum: "Song Of The Rose" (Thrill Jockey, März 2017)
Die Band aus Baltimore um Sänger, Gitarrist und Songschreiber Dave Heumann klingt auch auf ihrem neuen Album so wie immer - nur noch ausgereifter. Und das ist etwas Gutes, auch wenn ich natürlich nichts gegen Veränderungen habe.
(09.04.2017)
Mehr ...
Aimee Mann: "Mental Illness" (Super Ego, März 2017)
Was soll ich sagen? Frau Mann ist auch auf dem neuen Album so gut wie immer - also eine der allerbesten SongschreiberInnen, die es in der Pop- und Rockmusik gibt. Punktum.
(01.04.2017)
Mehr ...
Die Regierung: "Raus" (Staatsakt, März 2017)
Tilman Roßmy hat seine alte Gang wieder zusammengeholt - und Maurice Summen vom wunderbaren Staatsakt-Label war schnell dabei, der Regierung eine neue Amtszeit zu gewähren ...
(01.04.2017)
Mehr ...
Laura Marling: "Semper Femina" (Kobalt/More Alarming, März 2017)
Die britische Sängerin, Gitarristin und Songschreiberin Laura Marling ist nach meinem Wißenßtand erst Mitte bis Ende 20, hat aber schon mindestens fünf großartige Alben veröffentlicht. Inzwischen schätze ich ihre musikalische Qualität so hoch ein, daß ich mir ein neues Album ungehört kaufen kann. Auch bei "Semper Femina" wurde ich nicht enttäuscht. Produziert vom Amerikaner Blake Mills, der aus dem Dawes-Umfeld stammt.
(13.03.2017)
Mehr ...
Christian Scott: "Stretch Music" (Lonestar/Ropeadope, Okt. 2015 * Juni 2016)
Das neue Album des grandiosen Trompeters erschien auf CD in den USA zwar schon Ende 2015, ist aber auf Vinyl anscheinend nur über das deutsche (Klein-)Label Lonestar seit letztem Sommer erhältlich - und wurde leider erst vor wenigen Tagen von mir entdeckt. Meiner Meinung nach sein bestes Album seit "Yesterday You Said Tomorrow". Neu in seiner Band ist Elena Pinderhughes, eine junge, hübsche und überaus virtuose Flötistin. Man(n) und Frau verzeihe mir diesen zarten Anflug von Sexismus.
(12.03.2017)
Mehr ...
Spidergawd: "IV" (Crispin Glover, Feb. 2017)

Spidergawd stammen aus Norwegen und machen Hardrock - und sind somit eigentlich so gar nicht meine Baustelle. Weil aber zwei der vier bislang beteiligten Musiker hauptsächlich bei meinen Helden Motorpsycho spielen, habe ich mich trotzdem für die Band intereßiert. Motorpsycho-Baßist Bent Saether ist auf dem neuen, vierten Album aber nicht mehr dabei (im vergangenen Jahr wurde er schon beim OBS-Auftritt im Glitterhausgarten durch Hallvard Goardleß ersetzt). Drummer Kenneth Kapstad ist zwar weiterhin dabei, hat aber dafür nach zehn Jahren Zugehörigkeit seine Stammband Motorpsycho im letzten Jahr verlaßen. Somit darf man Spidergawd also eigentlich nicht mehr als Motorpsycho-Nebenprojekt bezeichnen.
Ansonsten ist alles beim Alten geblieben, leider mit etwas zuviel normalem Hardrockgitarre und Shouter-Gesang von Per Borten und etwas zu wenig Bariton-Saxophon von Rolf Martin Snustad für meinen Geschmack. Vielleicht warten wir auch einfach nur auf das nächste echte Motorpsycho-Album, das für das Jahresende angekündigt ist. Dann aber leider ohne Kenneth Kapstad.
(27.02.2017)

Mehr ...
Son Volt: "Notes Of Blue" (Thirty Tigers/Transmit Sound, Feb. 2017)

Jay Farrar bringt alle paar Jahre ein "Bandalbum" heraus. "Notes Of Blue" gefällt mir sogar beßer als das, was von seinem Ex-Uncle Tupelo-Kollegen Jeff Tweedy zuletzt mit seiner Kapelle Wilco gekommen ist!
(20.02.2017)

Mehr ...
Chuck Prophet: "Bobby Fuller Died For Your Sins" (Yep Roc, Feb. 2017)

Der Mann ist natürlich eine Legende. Zunächst bei Green On Red, wenn auch nicht als Gründungsmitglied, wie in manchen Besprechungen zur neuen Platte fälschlicherweise behauptet wird, aber auf jeden Fall als musikalischer Chef neben Sänger Dan Stuart, danach mit vielen guten bis sehr guten Platten unter eigenem Namen. Auch auf dem neuen Album klingt er so frisch, als wäre es sein erstes und kann diese wunderbare Mischung aus wildem, scheinbar simplem Rock'n'Roll und virtuosem Spiel auf der Gitarre bringen. Ein wahrer Master der Telecaster.
(16.02.2017)

Konzerthighlight: Jugendzentrum Karo, Wesel, 12.02.2017: der weltberühmte Gitarrist im kleinen Karo-Club? Kaum zu glauben, aber wahr! Zur Abwechselung war es auch einmal wieder richtig voll dort (und nicht so "überschaubar" wie dann, wenn wir mit W4L dort selber spielen!). Chuck war mit seiner Band in wirklich guter Form und hat einen beindruckenden Gig hingelegt. Das hat gepaßt!
(13.02.2017)

Mehr ...