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Michaels aktuelle Plattentipps

Die ersten Platten des aktuellen Jahres sind wegsortiert und findet Ihr hier!
(01.05.2018)

Elvis Costello & The Imposters: "Look Now" (Universal/Concord, Nov. 2018)
Das hier ist das erste Album vom einzig wahren Elvis, das ich mir seit längerem gekauft habe. Das letzte Mal war wohl "Momofuku", immerhin auch schon 10 Jahre alt, wie ich gerade etwas überraschend festtelle. Angeblich hatte er geplant, für "Look Now" eine Mischung aus zwei seiner besten Alben seiner Vergangenheit aufzunehmen: "Imperial Bedroom" von 1982 mit den Attractions und "Painted From Memory" von 1998 im Duo mit Burt Bacharach. Zwar müsste ich mir diese alten Alben erst mal wieder anhören, um wirklich beurteilen zu können, ob ihm das gelungen ist, aber das neue Album ist auf jeden Fall richtig gut geworden. Es macht Spaß, ihm mal wieder dabei zuzuhören, wenn er das macht, was er richtig gut kann: guten Gitarrenpop.
(17.11.2018)
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David Crosby: "Here If You Listen" (BMG Rights, Okt. 2018)
Auf seine ganz alten Tage wird der Mann noch richtig fleißig! "Here If You Listen" ist eher ein Band- als ein Soloalbum, denn die anderen drei anderen Beteiligten, Jazzbassist Michael League, Bekka Stevens und Michelle Willis teilen sich mit ihm gleichberechtigt das Songwriting, spielen die meisten Instrumente und übernehmen auch große Teile des Gesangs. Es klingt auch alles wirklich gut und geht musikalisch schwer in Richtung solch meisterlicher Crosby-Originale wie "Guinnevere", ohne natürlich dessen Klasse erreichen zu können. Am Ende gibt es eine Neuaufnahme von Joni Mitchells "Woodstock", das Crosby ja schon einmal mit seinen alten Gesangskumpels aufgenommen hat. Gesanglich halten er und seine neuen Partner da durchaus mit, kompositorisch zeigt es aber auch, wo der Hammer hängt. Und da bleiben die neuen Lieder beim ersten Hördurchgang noch etwas blass.
(12.11.2018)
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Brokof: "Fore!" (Goldrausch, Okt. 2018)
Ein klasse Band aus Berlin mit sehr guten, neuem Album. Beim letzten mal ("Cool Fame" von 2016) hatte ich noch gemeckert, dass es kein Vinyl, sondern nur eine schnöde CD gab. Jetzt habe die Jungs nur eine Schallplatte herausgebracht und verzichten auf den Silberling. Das ist wahrscheinlich nicht gut für Verkaufszahlen, aber doch eine gute Entscheidung. Für eine schöne und wilde Platte, die beim Hören wächst. Ich bin schon sehr gspannt auf den Gig im kommenden Februar.
(12.11.2018)

Konzerthighlight: Jugendzentrum Karo, Wesel, 18.02.2019

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Rosanne Cash: "She Remembers Everything" (Universal/Blue Note, Nov. 2018)
Bereits das zweite Album von Johnnys Tochter beim legendären Jazzlabel - wobei sie natürlich auch dort keinen Jazz macht, sondern wie gehabt allerbeste Singer/Songwriter-Musik liefert. Aufgenommen zur einen Hälfte in ihren Wahlheimat New York mit Ehemann, Produzent und Multiinstrumentalist John Leventhal und zur anderen Hälfte mit und bei dem von mir hochgeschätzen Tucker Martine (Laura Veirs, The Decemberists) in Portland. Als singende und komponierende Gäste sind unter anderem Elvis Costello und Kris Kristofferson dabei.
(11.11.2018)
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Kurt Vile: "Bottle It In" (Matador, Okt. 2018)
Der Ex-Kumpel vom Adam Granduciel bei The War On Drugs ist fleißig und arbeitet schnell: das neue Album ist sogar ein randvolles Doppelalbum geworden, knappe 80 Minuten lang und nur ein Jahr nach seiner Kolaboration mit Courtney Barnett erschienen, im inzwischen typischen Sound des Sängers und Gitarristen aus Philadelphia. Nicht so wuchtig wie die neuen Sachen seines alten Partners, aber eigentlich viel besser anzuhören.
Ach ja - das Cover scheint ein Fall für die Seite Cover The Cover zu sein, aber ich komme gerade nicht darauf, wo Kurt sich inspirieren ließ.
(28.10.2018)
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Element Of Crime: "Schafe, Monster Und Mäuse" (Universal/Vertigo, Okt. 2018)
Diese Band wird mit den Jahren immer besser - und inzwischen ist ein neues Album auch Pflichtkauf für mich!
(28.10.2018)
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Cat Power: "Wanderer" (Domino, Juli 2018)
Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich mit dem neuen Album von Chan Marshall beschäftigt habe. Dabei kann ich garnicht sagen warum, denn ihren Alben haben mir eigentlich immer gut gefallen. Letztendlich ist das ja auch egal, jetzt, wo ich das Album doch zu hause habe und es mir in seiner Kargheit sehr gut gefällt. Fast alle (der wenigen) Instrumente hat sie selber gespielt und macht wieder einmal allen Leuten Mut, die vielleicht handwerklich nicht zur Musikerelite gehören, aber deren Ideen künstlerisch großartig sind. Kleine Anekdote: ihre alte Plattenfirma Matador, deren Arbeit ich bisher immer sehr geschätzt habe (zum Künstlerkrei gehören u.a. Yo La Tengo!) hatte das als nicht kommerziell genug Album abgelehnt und ihr doch tatsächlich Adele als Orientierung empfohlen. Jetzt ist sie beim noch kultigeren Label Domino und zeigt dem alten Arbeitgeber den Stinkefinger , indem sie zwar nicht jene Adele, aber immerhin Lana Del Rey als Gastsängerin dabei hat.
(27.10.2018)
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Ed Motta: "Criterion Of The Senses" (Membran, Sept. 2018)
Diesen Musiker aus Brasilien habe ich erst vor wenigen Monaten für mich entdeckt: eigentlich müsste ich sagen: nett gemacht, aber das klingt ja alles wie bei Steely Dan!, aber wenn ich in mich hineinhöre, dann bin ich total begeistert von dieser brasilianischen Transzendierung der Kunst von Walter Becker & Donald Fagen. Ich freue mich schon kolossal auf das Konzert im November!
(03.10.2018)

Konzerthighlight: Ledigenheim, Dinslaken-Lohberg, 18.11.2018

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