Louise präsentiert: Michaels aktuelle Plattentipps

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Michaels aktuelle Plattentipps

Jetzt sind auch die Tipps der zweiten Jahreshälfte, bis auf ein paar Nachzügler, nach 2017 wegsortiert!
(24.12.2017)

The Low Anthem: "The Salt Doll Went To Measure The Depth Of The Sea" (Joyful Noise, Feb. 2018)
Der Vorgänger "Eyeland" hatte ja die wunderbaren frühen Alben ("Oh My God, Charlie Darwin" und "Smart Flesh") um Elektronik und Krach erweitert und war mir, ehrlich gesagt, zu anstrengend. Das neue Album wollte ich deshalb zuerst auch ignorieren, habe dann aber trotzdem mal reingehört: Es gibt hier zwar so einiges Digitale zu hören, aber eben auch schöne Melodien und akustische Klänge - und keine irritierenden Lärmausbrüche. Ob ich's jetzt richtig gut finde? Das weiß ich noch nicht. (18.04.2018)
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Tom Liwa: "Ganz Normale Songs" (Grand Hotel van Cleef, April 2018)
Vor etwa einem Jahr wurde das neue Album von Tom Liwa und seinen Flowerpornoes im Netz bereits angekündigt. Jetzt ist es zu meiner großen Freude da, auch wenn es nur unter dem Namen des Bandchefs daherkommt, aber immerhin sind alle seine Bandkollegen dabei.
Die "Ganz Normalen Songs" passen dieses mal auch auf eine Einzel-LP und haben alle extrem kurze Titel. Ob diese an den meisterlichen Vorgänger Umsonst & Draussen heranricht kann ich noch nicht abschätzen, es ist auf jeden Fall sehr interessant und wurde Dank Produzent Tobias Levin auf jeden Fall richtig gut umgesetzt. Da konnte, wahrscheinlich zum ersten Mal, Liwas Musik mit dem Aufwand umgesetzt werden, die sie verdient. Das Plattenlabel unter den Leitung von Thees Uhlmann (Tomte) und Markus Wiebusch (Kettcar) scheint hier (relativ) viel Geld (und Liebe) hineingesteckt zu haben, ohne Liwa und seine Musik verbiegen zu wollen. So mag ich das.
(14.04.2018)
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Sly & Robbie meet Nils Petter Molvær feat. Eivind Aarset and Vladislav Delay: "Nordub" (Sony/Okeh, April 2018)
Hier haben wir mal ein gutes Beispiel dafür, dass ein Ding mehr als die Summer seiner Einzelteile ist bzw. zu sein verspricht: Sly & Robbie sind wahrscheinlich das beste, auf jeden Fall das bekannteste Rhythmusgespann des Reggae. Trotzdem habe ich mich noch nicht wirklich mit ihrer eigenen Musik beschäftigt. Auch von dem norwegischen Jazztrompeter Nils Petter Molvær kannte ich bisher nur sein bekanntestes Album "Khmer", das mir mal ein Freund kopiert hatte und auf dem Gitarrist Eivind Aarset auch bereits zu hören ist. Der Name des finnischen Klangtüftlers Vladislav Delay kam bisher nur als Produzent der finnischen Sängerin (mit äthiopischen Wurzeln) Mirel Wagner auf meiner Radar. Auf jeden Fall habe ich mir gesagt, dass das doch eine ziemlich spannende Mischung ist und mir das Album gefallen könnte. Ich kann sogar sagen: "Nordub" hat meine Erwartungen übertroffen!
(14.04.2018)
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Jeff Tweedy: "Together At Last" (Anti/dBpm, Juni 2017)
Da ich die letzten Wilco-Alben nicht mehr ganz so toll und Duo-Album mit seinem Sohn sogar enttäuschend fand habe ich mich für die Soloaufnahmen des Wilco-Chefs bei Neuerscheinung nicht interessiert. Jetzt gab's die Vinylausgabe bei meinem Lieblinx-Online-Händler mit zusätzlichem Kunden-Treue-Rabatt für schlappe 11 Oiro: Da musste ich schließlich doch noch zugreifen und lausche einem wirklich guten Album. Vielleicht liegt dass auch daran, dass es sich hauptsächlich um Wilco-Klassiker aus der mittleren Phase der Band handelt?
(14.04.2018)
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The Monochrome Set: "Maisieworld" (Tapete, Feb. 2018)
Die andere aktuelle Tapete-Aktion zur Rettung guter britischer Gitarrenmusik im noch jungen Jahr neben Peter Astor hat leider etwas länger gebraucht, bis sie der Postbote heute morgen bei mir abliefern konnte. Übrigenz und vorbildlicherweise wie immer bei Tapete als bezahlbares Vinyl inklusive CD für unter 20 Oiros!
(05.04.2018)
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David Kitt: "Yous" (All City, März 2018)
Nach dem 10-Zoll-EP "Still Don't Know" vom Januar gibt es nun das komplette Album des irischen Singer/Songwriters, den ich bisher nur durch eine vorzügliche Sammlung von Coversongs ("The Black And Red Notebook" von 2004) und seine Mitwirkung als unterstützender Gitarrist bei den Tindersticks kannte.
(29.03.2018)
Yo La Tengo: "There's A Riot Going On" (Matador, März 2018)
Was soll ich sagen? Wenn man(n) sich die neue Platte einer Band ungehört kaufen kann, dann die von diesem grandiosen Trio aus Hoboken/New Jersey - auch wenn der Mann vom Glitterhaus das neue Werk tendentiell langweilig findet. Ich aber sage: perfekter Gitarren-Trance!
(20.03.2018)
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Alela Diane: "Cusp" (AllPoints, März 2018)
Ein herzergreifend schönes Album der Sängerin, die hier erstmalig das Klavier als Basis der Lieder verwendet, dabei aber nie die Grenze zum Kitsch überschreitet.
(20.03.2018)
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Jono McCleery: "Seeds Of A Dandelion" (Counter, März 2018)
Der britischer Singer/Songwriter, auf den mich Heino Walter aufmerksam gemacht hat, spielt auf seinem neuen Album ausschliesslich fremdes Liedgut, u.a. von Vater und Sohn Buckley, sowie Scott Walker und den Cocteau Twins, weshalb ich natürlich hier zugreifen musste!
(20.03.2018)
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Pete Astor: "One For The Ghost" (Tapete, März 2018)
Das Hamburger Tapete-Label, einst von Dirk Darmstaedter (mit-)gegründet, entwickelt sich in letzter Zeit zum Hort für ehemalige Helden britischer Gitarrenmusik, die vielleicht zu Hause nicht mehr die richtige Wertschätzung finden. Nach Bid und seiner Band The Monochrome Set, Lloyd Cole, Martin Carr (Ex-The Boo-Radleys) und Stephen Duffy mit The Lilac Time hat dort jetzt auch der ehemaliger Chef von den Weather Prophets sein musikalisches Zuhause gefunden.
(11.03.2018)
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Jonathan Wilson: "Rare Birds" (Bella Union, März 2018)
Das dritte Album des Gitarristen und Studiotüftlers kann man zumindest in der limitierten (?) Vinylversion nur als echtes Prachtwerk zu beschreiben: farbiges Doppelvinyl, satte 80 Minuten Musik, fettes Beiblatt, Poster, Aufkleber und sogar eine bedruckte Stofftragetasche.
Auch die Musik selber ist meist gut bis sehr gut, auf jeden Fall immer sehr interessant. Zwei, drei mal trifft es aber leider nicht meinen Geschmack, und zwar dann, wenn Jonathan Wilson wie Adam Granduciel von The War On Drugs klingt, der versucht, wie Bruce Springsteen in den 80ern zu klingen. Eben nicht mein Geschmack.
(11.03.2018)
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Matthews' Southern Comfort: "Like A Radio" (MIG, März 2018)
Für die Musik von Iain Matthews habe ich immer etwas Platz in meinem Herzen (im Ohr?), auch wenn da in den letzten Jahren nicht mehr soviel kam. Immerhin ist der Mann ja auch schon über 50 Jahre im Geschäft, ich erwähne hier mal nur kurz die Bands Fairport Convention und Plainsong. Und im Rentenalter darf man es ja auch etwas ruhiger angehen. 1970, in der Frühphase seiner Kariere, hatte er mit der Band Matthews' Southern Comfort und Joni Mitchells "Woodstock" seinen einzigen Hit, bevor er die Band verlassen hatte. Seit einigen Jahren lebt Iain Matthews jetzt in den Niederlanden und dort hat er die Band auch mit heimischen Musikern wiederbelebt und mit ihnen jetzt seine nach meiner Rechnung bereits dritte CD herausgebracht. Auf "Like A Radio" gibt es neben guten neuen Eigenkompositionen auch drei Neuaufnahmen von Coversongs, die bereits auf dem 1970er-Album "Later The Same Year" zu hören waren.
(03.03.2018)
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Belle & Sebastian: "How To Solve Our Human Problems" (ECM, Jan. 2018)
Ab vergangenen Dezember hat die schottische Band monatlich eine EP mit jeweils fünf Lieder vorgelegt. Jetzt liege alle drei EPs als prächtige Vinylbox oder schnöde Einzel-CD vor.
(22.02.2018)
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John Surman: "Invisible Threads" (ECM, Jan. 2018)
Der englische Spezialist für die nicht ganz so gewöhnlichen Saxophone und Ähnliches (sprich: Sopransax, Baritonsax und Bassklarinette) liefert mit dem brasilianischen Pianisten Nelson Ayres und dem mir bislang unbekannten amerikanischen Vibraphonisten Rob Waring perfekte ECM-Musik ab. Wunderschön, aber leider nur als CD erhältlich ...
(11.02.2018)
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Nils Frahm: "All Melody" (Erased Tapes, Jan. 2018)
Ich bin nicht in der Lage, die Musik des Berliner Tastenkünstlers einem Stil zuzuordnen. Aber zum Glück muss ich das auch gar nicht und bin mit den wunderbaren Klängen der Platte sehr zufrieden. Alles eben nur Melodie ...
(04.02.2018)
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