Waiting For Louise präsentiert: Michaels Favoriten von 1978 
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Michaels Favoriten 1978

Das Album des Jahres

Bruce Springsteen & The E-Street Band: "Darkness On The Edge Of Town" (Columbia, Juni 1978)
Mein Einstieg in Springsteens Welt. Eine überirdisch gute Platte, die ich damals bis zum Abwinken gehört habe (Alan Bangs sei Dank!). Das nächste Album "The River" fand ich dann langweilig und zu lang. Danach machte der Boss eine Plattenpause, aus der er mit "Born In The U.S.A." zurückkehrte: Zu diesem Zeitpunkt war mein Interesse an der Musik vom "Boss" aber gegen null gesunken.
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weitere Highlights ...

Captain Beefheart And The Magic Band: "Shiny Beast (Bat Chain Puller)" (Virgin, Jan. 1978)
Der Käp'tn läuft nach einer Durststrecke wieder zu alter Form auf! Gesanglich ist Don Van Vliet in Höchstform, aber auch die Band wei zu überzeugen: besonders gut neben den vertrackten Gitarrenfiguren von Jeff Morris Tepper und Richard Redus gefallen mir dabei die Posaune von Bruce Fowler und das Marimba von Art Tripp. Insgesamt groe Kunst:  Pop und Krach vertragen sich hier bestens. So was kann ich nicht immer hören, aber wenn - dann ist es toll.
(05.03.2009)
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Emmylou Harris: "Quarter Moon In A Ten Cent Town" (Warner, Jan. 1978)
Diese etwas unbekanntere, aber trotzdem sehr schöne Platte von Emmylou zeigt die Hot Band auf ihrem musikalischen Höhepunkt. Auch die Liedauswahl ist wieder exquisit, z.B.: "To Daddy" (Dolly Parton), "Easy From Now On" (Susanna Clark & Carlene Carter), "Ain't Living Long Like This" und "Leaving Louisiana In The Broad Day Light" von Rodney Crowell. Aber vor allem zwei Lieder von Jesse Winchester sind bemerkenswert: "Defying Gravity" und "My Songbird".
Kenny Wheeler: "Deer Wan" (ECM, Jan. 1978)
Eine der ersten ECM-Platten, die ich damals, kurz vor dem Abitur, bei einem Schulkollegen gehört habe: Eine wunderbare akustische Jazzproduktion des kanadischen Flügelhornspielers, begleitet von den Gitarristen John Abercrombie und Ralph Towner, dem Bassisten Dave Holland, dem Schlagzeuger Jack DeJohnette und dem Saxofonisten Jan Garbarek.
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Nick Lowe: "Jesus Of Cool" (Radarscope, Feb. 1978)
Das Longplay-Debüt des ehemaligen Sängers und Bassisten von Brinsley Schwarz nach ein paar Singles auf dem Stiff-Label ist eigentlich eine Platte der Band Rockpile (neben Lowe waren das Dave Edmunds und Billy Bremner an den Gitarren und Ex-Man-Schlagzeuger Terry Williams). Da Lowe und Edmunds beide Soloverträge bei unterschiedlichen Labels hatten, war damals keine gemeinsame Platte unter dem Bandnamen möglich. Deshalb erschienen quasi +/- gleichzeitig mit "Jesus Of Cool" und Edmunds "Tracks On Wax 4" zwei Rockpile-Alben!
"Stiffs Live Stiffs" (Stiff, Feb. 1978)
Stiff war 1977/78 das Hip-Label schlechthin in England: das erste Elvis Costello-Album "My Aim Is True", die ersten Nick Lowe-Singles und EPs (z.B. "Bowi") und natürlich Ian Dury & The Blockheads Platten erschienen dort. Ende ´77 wurden die drei zusammen mit Larry Wallis (ex-Pink Fairies) und Wreckless Eric als Package im Stil der 60er auf England-Tour geschickt, wo die Aufnahmen für dieses Album gemacht wurden. Da wäre ich gerne dabei gewesen!
Warren Zevon: "Excitable Boy" (Elektra/Asylum, Feb. 1978)
Sein zweites Asylum-Album, wieder von Jackson Browne produziert und in gleich hoher Qualität wie der Vorgänger: vor allem wegen der guten Songs (z.B. das Titelstück und "Werewolves Of London"!) und weniger wegen der ganzen L.A.-Prominenz, die mitspielte. Vor ein paar Tagen habe ich den inzwischen etwas älteren Zevon in einer Gastrolle in der Sitcom "Susan" gesehen, wo er sich selbst spielt und Brooke Shields anbaggern muss. Das sah ganz witzig aus, denn Warren ist neben Brooke ein echt schmächtiges Kerlchen!
Elvis Costello & The Attractions: "This Year´s Model" (Radarscope, März 1978)
"Meet The Attractions: A keyboard player who could really play, a bass player with a feel for the melody line, and a drummer who wanted to be Keith Moon". With a ´take no prisoners´ attitude Elvis & The Attractions recorded this whirlwind album that Elvis modelled on "Aftermath".
Patti Smith Group: "Easter" (Arista, März 1978)
Die "Hitplatte" mit "Because The Night", zusammen mit Bruce Springsteen geschrieben. Als Patti Smith damals im Rockpalast spielte, fand ich das alles ganz furchtbar und dilettantisch. Erst später ging mir auf, wie gut die Frau damals schon war. Aber man darf seine Meinung ja ändern. Sehr gerne würde ich das Rockpalast-Konzert jetzt noch mal sehen!
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Little Feat: "Waiting For Columbus" (Warner, März 1978)
Little Feat hatten seit den frühen 70ern zuerst geniale, am Schluss mittelprächtige Alben veröffentlicht und waren eher die Lieblinge der Kritiker als des breiten Publikums. Die Jungs kamen also damals als mehr oder weniger bekannte Gruppe in den Rockpalast und waren danach in ganz Europa bekannt. Zeitgleich (?) erschien dann mit "Waiting For Columbus" eines der besten Livealben schlechthin! Da Sänger und Slidegitarrist Lowell George bald darauf verstarb, war es auch der letzte Höhepunkt im Schaffen der Band. Sie machten noch das Studioalbum "Down On The Farm" fertig, auf dem Lowell noch mitgewirkt hatte, und lösten sich danach auf. In den späten 80ern taten sie sich (natürlich ohne Lowell) wieder zusammen und bringen seitdem auch wieder Platten raus, die alle irgendwie ganz O.K. sind, bei denen ich aber den Überblick verloren habe.
Joe Ely: "Honky Tonk Masquerade" (MCA, März 1978)
Eines der frühen Alben des texanischen "Country"-Sängers. Neben der klasse Begleitband um den Steeler Lloyd Mainess sind es vor allem die Songs von Ely und seinen ehemaligen Bandkumpels Butch Hancock und Jimmy Dale Gilmore aus alten Flatlanders-Zeiten, die begeistern. Hier will ich mal kurz die Spannbreite des Schaffens und der Wirkung von Ely andeuten: Ich habe einen Deutschrock-Sampler aus den Früh-70ern, auf dem sich ein Lied von Eberhard Schöner (!!!) befindet, bei dem er - Gott sei Dank - keine Klassik oder Bali-Musik macht, sondern Moog-Synthesizerklänge mit Folkgesang "fusioniert". Sänger: genau dieser Joe Ely. Ende der 70er war Ely dann mit seinen Fans von The Clash (auch Punks haben ein weiches Herz!) auf England-Tournee! Wahrscheinlich ist das keine groe Erkenntnis und reicht auch nicht zur richtigen Verschwörungstheorie, aber während ich mir das Cover anschaue fällt mir auf, dass Ely so geschickt vor seinem Namensschriftzug steht, dass man dort auch "LONELY" lesen kann!
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The Band: "The Last Waltz" (Warner, April 1978)
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Embryo: "Apo-Calypso" (Schneeball, April 1978)
In der Grabbelkiste wiedergefunden!
(18.03.2006)
Flamin´ Groovies: "Now" (Sire, April 1978)
Vielleicht nicht das beste Album dieser fantastischen Band, die bereits 1965 in San Francisco gegründet wurde, aber leider keinen damals angesagten "Hippiesound" wie die Grateful Dead , Jefferson Airplane, Quicksilver Messenger Service oder Santana brachte, sondern knackigen Rock'n'Roll - und entsprechend erfolglos blieb, aber doch mein liebstes Album von den Burschen. Von der Urbesetzung waren noch Gitarrist Cyril Jordan, Bassist George Alexander und Drummer Danny Mihm dabei, als Gitarrist/Hauptsänger hatte Chris Wilson schon Anfang der 70er Roy Loney abgelöst. Neu dabei als dritter (!) Gitarrist Mike Wilhelm, ehemals bei den Charlatans (nein, nicht diese blöden englischen Grufty-Waver, sondern von S.F.´s erster Hippieband gleichen Namens. "Now" wurde wie sein etwas bekannterer Vorgänger "Shake Some Action" im UK von Dave Edmunds, Bruder im Geiste, produziert - was aber natürlich nix genützt hat, kaum jemand kaufte die Platte, die dann schnell in den Grabbelkisten landete, wo ich das Schätzchen schließlich auch her habe. Neben Originalen von Jordan/Wilson gibt es ein paar schöne Coverversionen, die euch ungefähr die Richtung angeben: "Feel A Whole Lot Better" (Byrds-Klassiker, natürlich von Gene Clark), "There´s A Place" (frühe Beatles), "Paint It Black" (natürlich von den Stones, eigentlich ausgelutscht, wird aber hier sehr schön gebracht) und "House Of Blue Lights" (R&B-Klassiker von wei nich' wem).
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Jerry Garcia Band: "Cats Under The Stars" (Arista, April 1978)
Lost And Found!
(04.07.2004)
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Bob Weir: "Heaven Help The Fool" (Arista, April 1978)
(06.10.2016)
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Television: "Adventure" (Elektra/Asylum, April 1978)
Neben dem MEISTERWERK "Marquee Moon" wird dieses zweite Album der Band um den Sänger/Gitarristen Tom Verlaine oft übersehen. Wenn man aber mal versucht, dieses Album zu hören, ohne an "Marquee Moon" zu denken, hat man ein fantastisches Album vor sich, dass besser ist als die Glanzleistungen der meisten Konkurrenten!
Tom McFarland: "Travelin´ With The Blues" (Arhoolie, Mai 1978)
Dies ist eines meiner absoluten Lieblingsalben im Bluesbereich. Ich habe die Platte in den frühen 80ern bei "Zweitausendeins" aus dem Wühltisch gezogen, als mir der Mann noch völlig unbekannt war. Für 5 Mark konnte man ja auch nichts falsch machen! Auf diese Art habe ich viele Künstler entdeckt, die sonst sicherlich versteckt geblieben wären.
Es handelt sich um völlig schnörkellos eingespielten elektrischen Blues in klassischer Trio-Besetzung (Gitarre-Bass-Drums). Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass McFarland im Gegensatz zu vielen anderen Bluesern ausschließlich eigenes Material spielt, wobei die Texte ein ungewöhnlich hohes Niveau haben (eben nicht nur "I woke up this morning" oder "My woman left me and I got the blues"). Dieses Album, sein einziges für Arhoolie und auch das einzige für viele Jahre, war für mich und meine Bandkollegen bei den Rusty Nails immer eine große Inspiration. So war der Titelsong "Travelin´ With The Blues" oft der Opener für unsere Konzerte. Den Slowblues "Telephone Blues" hatten wir aufgrund der Publikumsreaktion sogar bis zum Ende der Kapelle Mitte der 90er immer als letzte Zugabe dabei.
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Townes van Zandt: "Flyin´ Shoes" (Tomato, Mai 1978)
Nach vielen erfolglosen Versuchen entstand unter der Führung von Elvis-Produzent Chips Moman in Nashville dieses schöne Album, das Townes einmal nicht als selbstmordgefährdeten Auenseiter zeigt. Unter den Songs hervorzuheben: "Dollar Bill Blues", "Rex´s Blues", "Flying Shoes", "Loretta" und "No Place To Fall".
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"The Only Ones" (Columbia, Mai 1978)
War das Punkrock? Die "Only Ones" standen für wenige Wochen mit ihrer Hitsingle "Another Girl, Another Planet" im Blickpunkt der Öffentlichkeit und durften dann auch insgesamt drei gute Alben voll dreckigem, kraftvollem Gitarrenrock aufnehmen, bevor sie von Columbia Records wieder gedroppt wurden und in der Versenkung verschwanden. Im Mittelpunkt stand der charismatische (und als Person wohl schwierige) Sänger Peter Perrett, der zwar noch am ehesten als Punker durchging, aber schon 1973 mit der Band "England´s Glory" eine Platte produziert hatte und mehr nach Bob Dylan und Lou Reed als nach Johnny Rotten klang. John Perry spielte für einen Punker zu komplexe Gitarrensoli und war mit seiner Halbglatze auch optisch für diese Rolle nicht wirklich geeignet. Bassist Alan Mair wäre vielleicht noch als solcher durchgegangen, aber Trommler Mike Kellie, schon seit den 60ern dabei, u. a. bei Spooky Tooth, war mit über 30 Jahren definitiv zu alt für einen Punk. Mit ihrer Musik setzten sie sich zwischen alle Stühle und gelten für mich und einige andere jetzt aus der zeitlichen Distanz als eine der besten Bands aus dieser Zeit.
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Bob Dylan: "Street Legal" (Columbia, Juni 1978)
Die letzte gute Dylan-Platte für mehrere Jahre. In der Begleitband fallen besonders Steven Soles und David Mansfield von der ehemaligen "Alpha Band" auf. Unter den vielen guten, wenn auch für Dylan-Verhältnisse unbekannteren Songs, ragt natürlich "Senor" heraus.
"Dire Straits" (Vertigo, Juni 1978)

Es muss zwei Bands mit Namen "Dire Straits" geben: zum einen diese wilde und irrsinnig gute Garagenband mit klasse Songs und wunderbarer Sologitarre von Mark Knopfler, wie J.J.Cale nach einem Fitness-Training. Zum anderen diese Bombastrockband für den etwas gesetzteren Musikfreund, der eine CD wie "Brothers In Arms" braucht, um mit der Qualität seiner Stereoanlage zu protzen.

Wie auch immer: ich habe dieses Album durch die Radiosendung "Night Flight" von Alan Bangs auf BFBS kennen gelernt. Nachts im Auto kamen die ersten Gitarrentöne von "Let´s Go Down To The Waterline" aus meinem Autoradio und als dann die Band einsetzte war es um mich geschehen. Ich hätte damals aber nie gedacht, dass sich diese Band zu einer der schlimmsten Mainstreambands der 80er Jahre entwickeln würde!

Big Star: "Third Album (Sister Lovers)" (Aura, Juli 1978)
Bereits 1975 aufgenommen, aber erst 1978 veröffentlicht. Die Band bestand zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur noch aus Sänger und Gitarrist Alex Chilton und Drummer Jody Stephens. Lou Reeds "Femme Fatale" wird angemessen interpretiert, überzeugend sind aber vor allem Chiltons eigene Lieder, z.B. "Holocaust", "Take Care" und "Kangaroo".
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"Pat Metheny Group" (ECM, Juli 1978)
Für mich ist das die Sommermusik schlechthin: Nach zwei Soloalben hatte Metheny mit Pianist Lyle Mays, Bassist Mark Egan und Drummer Danny Gottlieb endlich eine feste Truppe zusammen. Im Frühjahr 1978 kam ich auch in den Genuss, sie im Foyer des städtischen Museums Münster vor vielleicht 100 Leuten live zu sehen: das war wirklich ein Erlebnis!
Die Musik der Band wurde in den Jahren danach immer perfekter und auch bombastischer, was nicht grundsätzlich schlimm ist, aber leider nicht mehr meinen Geschmack traf. Es gibt die PMG im Übrigen immer noch (und immer noch mit Lyle Mays!), aber ich habe aufgehört, mich dafür zu interessieren. Wenn ich heute Pat Metheny höre, dann eher die puren Jazzproduktionen, die er ab und zu macht, etwa "80/81", aber eben nicht die neuen "PMG"-Scheiben. Da wird zu viel gesungen und es klingt nach "World Music".
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Grateful Dead: "Shakedown Street" (Arista, Juli 1978)

Der zweite Versuch der Dead bei Arista, eine Platte zu machen, die auch Nicht-Dead-Heads gefallen könnte. Dieses mal, man höre und staune, von Lowell George (Little Feat) produziert. Zwar kein kommerzieller "Durchbruch", warf die Platte aber immerhin drei zukünftige Konzertklassiker ab: das Titelstück von Jerry Garcia, "I Need A Miracle" von Bob Weir und "Fire On The Mountain" von Schlagzeuger Mickey Hart. Dazu kamen Neuaufnahmen von 2 Konzertklassikern aus der Frühphase der Band mit Pig Pen: "New Minglewood Blues" und "Good Lovin´". Letzteres Stück, soweit ich weiss, ein Hit von den Rascals aus den 60ern, wurde dann auch ein "Klassiker" im Live-Repertoire von den Rusty Nails, inspiriert von der Dead-Version aus der Rockpalast-Nacht.

Nach den Aufnahmen verlieen Keith Godchaux und seine Frau Donna Godchaux die Band und gründeten die Heart Of Gold Band mit Steve Kimock (der heute mit Bob Weir, Phil Lesh und Bruce Hornsby bei den Other Ones Dead-Songs nachspielt). Nach einem einzigen Konzert mit seiner neuen Heart Of Gold Band verstarb Keith Godchaux bei einem Autounfall, war somit schon der zweite tote Ex-Dead-Keyboarder nach Pig Pen. Auch sein Nachfolger Brent Mydland ereilte später das gleiche Schicksal, aber als "klassischer" Rock'n'Roll-Drogentod. Nur Kurzzeit-1969-Keyboarder Tom Constanten und der Orgelmann der letzten Phase, Vince Welnick, sind noch unter den Lebenden. Wünschen wir ihnen alles Gute.

Nachtrag: auch Vince Welnick weilt inzwischen nicht mehr unter den Lebenden, aber Tom Constanten geht's immer noch gut. Aber der hat ja auch nur für eine einzige Saison bei den Dead mitgespielt ...
(2006)

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Neil Young: "Comes A Time" (Reprise, Juli 1978)
Kurz vor dem Meisterwerk "Rust Never Sleeps" erschien dieses Album, das bei seiner Veröffentlichung aber schon über ein Jahr alt war. Ähnlich wie bei "Harvest" stellte Neil hier seine folkige Seite heraus und es entstand ein für Young´sche Verhältnisse recht gut produziertes Album. Die Aufnahmen dazu fanden größtenteils in Nashville statt, wir hören auf allen Stücken die wunderbare Stimme von Nicolette Larson, als Gäste sind u. a. J.J. Cale und fast alle mir bekannten Nashville-Studiogitarristen (ca. 10 Leute!) dabei. Von den vielen guten Liedern seien "Lotta Love" (das Nicolette Larson selber später mit den Doobie Brothers zu einer fetzigen Disconummer machte und in die Charts brachte), das Titelstück, "Motorcycle Mama" und die Country-Nummer "Human Highway" erwähnt.
Dave Edmunds: "Tracks On Wax 4" (Swan Song, Sept. 1978)
Die zweite "Rockpile-Platte" nach "Jesus Of Cool". Bandkollege Nick Lowe versorgte ihn mit den Klassenummern "Television" und "Heart Of The City".
Johnny Winter: "White, Hot And Blue" (Epic/Blue Sky, Aug. 1978)
Ende der 70er/Anfang der 80er war diese Scheibe in unserer Bluesphase bei den Rusty Nails eine der wichtigsten Inspirationsquellen. Enthält die ultimativen Coverversionen von Jimmie Rogers "Walking By Myself" (das auch Gary Moore dann nur pathetisch nachspielen konnte) und dem Junior Wells-Klassiker "Messin´ With The Kid".
Nicolette Larson: "Nicolette" (Warner, Sept. 1978)
Ich muss gestehen, dass mir Nicolette Larson zuerst eher optisch aufgefallen war (diese Haare ...). Vor ihrem Debüt sang sie bei Commander Cody und bei Neil Young, von dem sie auch das Stück "Lotta Love" übernahm. Ähnlich wie Linda Ronstadt verzichtet Nicolette auf eigenes Material und setzt stattdessen auf hochkarätige Songs bekannter und weniger bekannter Autoren zwischen Rock, Soul, Country und der Zeit davor, z.B. "Rumba Girl" (Jesse Winchester), "You Send Me" (Sam Cooke), "Mexican Divorce" (Burt Bacharach), "Angel Rejoiced" (Louvin Brothers) und "Baby Don´t You Do It" (Holland/Dozier/Holland).
Dr. Feelgood: "Private Practice" (United Artists, Okt. 1978)
Dies war ungefähr das vierte oder fünfte Album der Londoner R&B-Truppe um den Sänger Lee Brilleaux und enthält mit "Milk And Alcohol" aus der Feder von Nick Lowe und dem neuen Feelgood-Gitarristen Gypie Mayo sogar einen kleinen Hit. Ein weiterer Höhepunkt der Platte ist "Down At The Doctors", das ihnen von Mickey Jupp auf den Leib geschrieben wurde. Betreut wurde das Album vom legendären amerikanischen Produzenten Richard Gottehrer, der bereits seit den 50ern als Songschreiber und Produzent dabei ist (Jerry Lee Lewis, The Strangeloves, Robert Gordon, Blondie, Go-Go´s, Richard Hell, Joan Armatrading u.s.w.)
"Hawklords" (Charisma, Okt. 1978)
Die späten 70er waren eine turbulente Zeit für Hawkwind. Gitarrist Dave Brock hatte die Band aufgelöst, mit Sänger/Poet Robert Calvert unter neuem Namen "Hawklords" aber schnell wieder gestartet. Damals hab ich mir die Platte gar nicht mehr angehört, denn nach dem Vor-Vorgänger "Astounding Sounds ..." von 1976 hatte ich das Interesse an der Band verloren. Kürzlich war ich bei meinem dicken Kumpel Wulf in Freiburg zu Besuch, wo wir natürlich einer unserer gemeinsamen Lieblinxbeschäftigungen nachgegangen sind - dem Durchwühlen von Vinyl-Grabbelkisten. Dabei fand ich auch diese Scheibe, die garnicht so schlecht ist. Aber meinem Frieden mit Hawkwind habe ich ja bereits vor einiger Zeit wieder gemacht.
(01.06.2011)
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Mickey Jupp: "Juppanese" (Stiff, Okt. 1978)
Ein Meisterwerk des Pubrocks - und trotzdem ein kommerzieller Misserfolg. Seite 1 wurde von Nick Lowe produziert und mit der kompletten Rockpile-Gang eingespielt (Lowe, Dave Edmunds, Billy Bremner, Terry Williams), Seite 2 ist unter der Aufsicht von Gary Brooker (Procol Harum) mit Gitarrist Chris Spedding entstanden.
Richard & Linda Thompson: "First Light" (Chrysalis, Nov. 1978)
Eine weitere feine Platte des englischen Folkrock-Ehepaars nach dreijähriger Pause inkl. Labelwechsel. Auch die Begleitmusiker hatten größtenteils gewechselt. Neben dem verbliebenen alten Fairport-Kollegen Simon Nicol spielten drei Amerikaner: Jazzkeyboarder Neil Larsen und die Studiocracks Andy Newmark (dr) und Willie Weeks (bg).
Ian Matthews: "Stealin´ Home" (Ariola/Rockburgh, Dez. 1978)
In den ausgehenden 70ern und frühen 80ern klang auch der ehemalige Folkie Ian Matthews sehr rockig. Nach zwei erfolglosen Platten in den USA bei CBS war er zurück in England und nahm dort diese schöne Platte mit Bryn Haworth (g), Phil Palmer (g), Rick Kemp (bg) und Jim Russell (dr) auf. Wie immer hat Matthews ein glückliches Händchen bei Coverversionen, u. a. "Gimme An Inch Girl" von Robert Palmer und "Man In The Station" von John Martyn.
Bertha & Friends: "Work Of Art?" (Bellaphon, 1978)
... gefunden in der Grabbelkiste
(18.02.2012)
Duncan Browne: "Wild Places" (Logo, 1978)
Mitten im Punkrock kam diese edle Popscheibe heraus! Den Titelsong kennt vielleicht der eine oder andere von euch, ohne aber den Autor zu kennen. Auch mir fiel der Name Duncan Browne nur über Umwege durch eine Coverversion von Ian Matthews (auf dem Album "Shook" von 1984) zum ersten Mal auf. Dann fand ich diese Platte (na wo wohl?) in der Grabbelkiste, wollte sie wegen des hässlichen Covers aber zuerst nicht kaufen. Auerdem sind dort als Rhythmusgruppe die späteren Sessioncracks Jon Giblin (der in späteren Jahren oft durch seine technisch ausgereiften Jaco-Pastorius-Imitationen nervte) und Simon Phillips (der in seiner Virtuosität alles zertrommeln kann und z. Z. bei Toto unter Vertrag ist) in ihren jungen Jahren zu hören. Aber keine Panik: hier gibt's reine Popmusik mit Klassesongs und keinen Muckersound. Alleine der Titelsong rechtfertigt den Kauf des Albums. Und dreht das hässliche Cover beim Hören doch einfach auf die Rückseite!
"Carlene Carter" (Warner, 1978)
Carlene Carter, Tochter von June Carter-Cash und Stieftochter von Johnny Cash war nach England gezogen und spielte hier ihr Debüt unter der Produktionsaufsicht von Graham Parker und Brinsley Schwarz mit Parkers Begleitband "The Rumour" (Brinsley Schwarz, Bob Andrews, Andy Bodnar, Steve Goulding und Martin Belmont), unterstützt von den Rockpile-Musikern Nick Lowe und Terry Williams. Der Sound war entsprechend Pubrock-orientiert, aber mit starken Country-Elementen. Kurz vor oder nach (?) dieser Plattenaufnahme wurde Nick Lowe übrigens zu Johnny Cashs Schwiegersohn!
Lee Clayton: "Border Affair" (Capitol, 1978)
Zweites Album des Sängers und Songschreibers und nach fünfjähriger Pause das erste von dreien für Capitol (die beiden anderen, ebenfalls exzellenten Alben sind "Naked Child" von 1979 und "The Dream Goes On" von 1981). Auf "Border Affair" klingt er noch relativ "normal" für Nashville, d.h. die Akustikgitarren und die Pedalsteel haben eine tragende Rolle. Auf den beiden anderen Alben wird das ganze durch verzerrte Gitarre im "Crazy Horse"-Stil zunehmend härter und für Countryohren unhörbar. "The Dream Goes On" war dann ja auch ein Flop. Da ich mit beiden Stilen gut klarkomme, solange das Songmaterial gut ist, mag ich auch alle drei Alben. Hervorzuhebende Anspieltipps: "Silver Stallion" (wurde später von den "Highwaymen" d.h. Johnny Cash, Willie Nelson, Kris Kristofferson und Waylon Jennings geadelt und vor kurzem von Cat Power) und "If You can Touch Her At All" (gibt´s auch von Waylon&Willie im Duett)
Rodney Crowell: "Ain't Livin' Long Like This" (Warner, 1978)

Ich bin auf Rodney Crowell auf die für mich typische Art und Weise aufmerksam geworden: durch eine Coverversion. In diesem Fall waren das Terry & The Pirates aus San Francisco mit dem Titelsong auf ihrem Album "The Doubtful Handshake". Dann habe ich Rodneys eigene Platte in der Grabbelkiste gefunden (ihr kennt diese Geschichte inzwischen ...). Von "Ain´t Living Long Like This" habe ich seitdem gleich mehrere tolle Coverversionen entdeckt: Emmylou Harris (auf "Quarter Moon In A Ten Cent Town" 1978 und "Spyboy" live 1998), Albert Lee ("Hiding" 1979), Dream Syndicate ("The Lost Tapes 85-88") und Webb Wilder ("Town&Country" 1995).

Sein Geld verdiente Rodney damals als "Gram Parsons-Ersatz" in der Hot Band, von der Gitarrist Albert Lee, Bassist Emory Gordy, Multiinstrumentalist Ricky Skaggs und Mrs. Harris persönlich dabei sind. Dazu kommen die Gitarristen James Burton, Ry Cooder und Amos Garrett, die Fiedler Richard Greene und Byron Berline, sowie die Drummer Hal Blaine und Jim Keltner. Auerdem gibt´s Gastauftritte von Nicolette Larson und Willie Nelson: was für eine Besetzung!

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Albert Collins: "Ice Pickin´" (Alligator, 1978)
Diese Platte schlug in unsere lokale Bluesszene damals wie ein Hammer ein: Albert mit seiner eisharten Telecaster. An dem Slowblues "Cold Cold Feeling" kam damals keine Bluesband, auch nicht die Rusty Nails, vorbei.
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"Rick Danko" (Arista, 1978)
Das Solodebüt des Ex-The Band-Bassisten war leider kein kommerzieller Erfolg: trotzdem (?) für mich eines meiner liebsten "Band-Alben". Interessanterweise wurden zwei der Songs von britischen Pubrockern übernommen: "Tired Of Waiting" coverten The Rumour (Graham Parkers Ex-Band), "Java Blues" wurde bei Dr. Feelgood und anschließend bei meinen Rusty Nails ein Konzertklassiker!
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Dr. John: "City Lights" (A&M/Horizon, 1978)
Ein eher unbekanntes, sehr jazziges Album von Mac Rebbenack, eingespielt unter der Produktionsaufsicht von Tommy Lipuma mit den besten Sessionmusikern von NYC, u.a.: Steve Gadd (dr), Will Lee (b), Richard Tee (p), Hugh McCracken (g) und John Tropea (g). Gutes Songmaterial vom Doktor , geschrieben in Zusammenarbeit mit anderen groen Songschreibern: Doc Pomus und Bobby Charles.
(09.11.2008)
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"Wilko Johnson's Solid Senders" (Virgin, 1978)
Ex-Dr. Feelgood Gitarrist Wilko Johnson mit seiner ersten eigenen Band nach dem Ausstieg bei den Doktoren. Mit dabei waren Bassist Steve Lewins (Ex-Count Bishops), Keyboarder John Potter und Drummer Alan Platt.
(26.02.2017)
Egberto Gismonti: "Sol Do Meio Dia" (ECM, 1978)
Eine weitere feine ECM-Platte. Damals konnte man, einmal auf den Geschmack gekommen, fast blind alles von dem Label kaufen (habe ich natürlich nicht). Gismonti ist ein brasilianischer Gitarrist und Pianist, der auf eigentümliche Weise Jazz, Klassik und die Musik seiner Heimat (Bossa Nova, Indio-Musik) miteinander verbindet. Begleitet wird er - wie (fast) immer - vom Perkussionisten Nana Vasconcelos, gelegentlich unterstützt von den üblichen ECM-Verdächtigen Ralph Towner, Collin Walcott und Jan Garbarek.
Bert Jansch & Martin Jenkins: "Avocet" (Ex-Libris, 1978)
Lost & Found!
(16.10.2016)
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Steel Pulse: "Handsworth Revolution" (Island/Mango, 1978)
... gefunden in der Grabbelkiste!
(15.03.2012)
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Kingfish: "Trident" (Jet, 1978)

Für Deadheads sprechen zwei wichtige Gründe gegen dieses Album:

  • Bob Weir ist nach seiner Auszeit bei den Grateful Dead, die er für das Kingfish-Debüt von 1976 und en Livealbum in 1977 genutzt hatte, nicht mehr an Bord. Allerdings hatten Harpspieler Matt Kelly und Bassist Dave Torbert Kingfish ja bereits 1973 ohne Weir gegründet und machen auch nach seinem Zwischenspiel weiter. Michael O'Neill ersetzt sogar nicht nur Weir als zweiten Sänger neben Torbert, sondern gleichzeitig den alten Sologitarristen Bobbie Hoddinott. So ist also mit Bob Hogins auch Platz für einen festen Keyboarder im Quintett. Am Schlagzeug sitzt mit Joe English sogar ein Ex-Paul McCartney-Angestellter.
  • Der Sound hat sich vom partytauglichen Boogierock des Debüts hin zu einem "Mainstream-Poprock" entwickelt, der mit einer "echten Jamband" (so wie's eben die Deadheads mögen) wenig zu tun hat. Einziger klanglicher Schwachpunkt sind die an einigen Stellen eingesetzten und damals wohl hochmodernen "Syndrums": deren "boom booom"-Effekt klingt aus der zeitlichen Distanz wie ein peinlicher Gimmick. Der Kommerzvorwurf mag sogar stimmen - wenn da nicht diese tollen Songs wären - und natürlich die Wahnsinnsmundharmonika von Matt Kelly, der aus seinem kleinen Instrument eben nicht nur Bluesphrasen zaubern kann!

Mein Fazit: schöner, wenn auch unspektakulärer Mainstreamrock, den man auch ohne die Grateful-Dead-Connection durchaus geniessen kann!

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Willie Nelson: "Stardust" (Columbia, 1978)
Begleitet von seiner Stammband (Harpspieler Mickey Raphael, Gitarrist Jody Payne, Schwester Bobby Nelson am Piano, Drummer Paul English und Bassist Bee Spears, erweitert um den zweiten Drummer Rex Ludwick und den zweiten Bassisten Chris Ethridge) und produziert von Organist Booker T. Jones spielte Nelson diesmal keine eigenen Kompositionen oder Countryklassiker, sondern Lieder aus seiner Jugend: Broadwaymelodien, Tin-Pan-Alley, Jazz und Musical: Lieder von Kurt Weill ("September Song"), George Gershwin ("Someone To Watch Over Me"), Irving Berlin ("Blue Skies"), Hoagy Carmichael ("Stardust", "Georgia On My Mind") und z.B. Duke Ellington. Für mich als Hörer deshalb nicht unbedingt nahe liegend als Klassiker. Auf dem Wühltisch vor ein paar Jahren erstanden und zuerst nur als "ganz nett" eingestuft, bin ich aber im Laufe der Zeit doch drauf gekommen: dieses Album ist ein absolutes Highlight in der endlos langen Liste von (nicht immer guten) Willie Nelson-Alben!
NRBQ: "At Yankee Stadium" (Mercury, 1978)
Der Titel ist natürlich ein Witz - wobei manchen Leuten möglicherweise eine Lupe hilft, um ihn zu verstehen. Amerikas beste Barband, das "New Rhythm And Blues Quartet" hat dieses Album weder live noch im Stadion der Yankees, sondern zuhause im Bearsville Studio in Woodstock aufgenommen. Und wird auch weiterhin vom größten Teil der Menschheit ignoriert.
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The Pirates: "Skull Wars" (Warner, 1978)
Johnny Kidds Ex-Begleitband mit ihrem Debütalbum. An der Gitarre der Telecastergott Mick Green. Das Cover ist zwar bestenfalls als "Geschmackssache" zu bewerten, aber an der Musik - Rhythm'n'Blues mit ganz viel Arsch - gibt es nichts zu meckern. An der Hammernummer "We're All In It Together" haben wir uns in den 80ern mit den Rusty Nails die Zähne ausgebissen...
(26.11.2009)
Ralph Towner: "Batik" (ECM, 1978)
Ausgezeichnete Trioplatte des von der Gruppe Oregon bekannten Gitarristen und Pianisten. Seine Partner sind hier der Bassist Eddie Gomez und der Schlagzeuger Jack DeJohnette. Besonders gelungen finde ich das erste Stück "Waterwheel", das Towner fast zeitgleich auch mit seiner Stammband herausbrachte (1978 auf dem Studioalbum "Out Of The Woods" und 1979 auf dem Livealbum "In Performance").
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Lucinda Williams: "Ramblin'" (Folk Ways, 1978)

Lucinda´s erstes Album entstand 1978 in den Malaco Studios in Jackson, Mississippi. Mit zwei akustischen Gitarren und ihrer Stimme singt sie sich hier durch Blues, Country und Gospel, pur, ohne irgendwelchen Schnickschnack. Dabei greift sie auf Material von Robert Johnson (gleich 3 x), Memphis Minnie, A.P. Carter und Hank Williams zurück, bietet ein atmosphärisches "Satisfied Mind" (Hayes/Rhodes) und interpretiert Traditionals wie "Make Me Down A Pallet On Your Floor" und "Motherless Children". Schon in frühen Jahren erreicht sie eine Intensität, die später zu einer ihrer größten Stärken wurde.

Gay & Terry Woods: "Tender Hooks" (Rockburgh, 1978)
Ein schönes Album des irischen Paares. Ende der 60er gründeten sie mit Ashley Hutchings, nachdem dieser bei Fairport Convention ausgestiegen war, die Band Steeleye Span. Nach dem Debüt "Hark! The Village Wait" (1970) hatten sie die Band aber bereits wieder verlassen, waren also an der kommerziell erfolgreich Phase der Band ("All Around My Hat") nicht mehr beteiligt. Sie gingen zurück nach Irland und man hörte wenig von ihnen. "Tender Hooks" war dann leider der letzte gemeinsame Versuch, wenn auch ein wunderschöner. Unterstützt von einer Klasseband (Bassist Pat Donaldson, Gitarrist Phil Palmer und Drummer Jim Russell) und weiteren Gästen (u.a. Kate McGarrigle) wird hier kein purer Folk, sondern entspannter Singer/Songwriter-Folkrock geboten. In den 80ern kam Terry Woods dann als Bouzoukispieler bei den Pogues unter und durfte dort gelegentlich eins seiner eigenen Lieder singen.
"Hope & Anchor Front Row Festival" (Albion, 1978)
Dezember 1977 in einer kleinen Kneipe in London: das Beste aus Rock, Punk & Reggae: XTC, Steve Gibbons Band, Tyla Gang, The Saints, Dr. Feelgood, und, und, und ... Mit "Eastbound Train" ist sogar einer der ersten Töne der Dire Straits auf Vinyl (kam dann später als Single-B-Seite zu "Sultans Of Swing" heraus) zu hören.
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