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Michaels Favoriten 1986

Das Album des Jahres

The Go-Betweens: "Liberty Belle & The Black Diamond Express" (Beggars Banquet, März 1986)
Liberty Belle & The Black Diamond ExpressDas erste Meisterwerk einer meiner allerliebsten Bands! Vor allem die beiden auch als Maxi veröffentlichten Lieder "Spring Rain" und "Head Full Of Steam" sind einfach wunderbar! Endlich klang eine Go-Betweens-Platte auch so, wie die Songs von Robert Forster und Grant McLennan es schon immer verdient hatten. Besonders schön ist auch der Gesang, den Tracy Thorn von "Everything But The Girl" zu einigen Liedern beisteuert.
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weitere Highlights ...

Camper Van Beethoven: "II & III" (Rough Trade/Pitch-A-Tent, Jan. 1986)
Die Scherzkekse haben ihrem zweiten Album den sinnigen Namen "II & III" gegeben. Ausserdem besteht es aus einer "Side 2" und einer "Side B". Ich habe damals natürlich auch ein paar Mal die Platte in der Hand gedreht bis ich endlich merkte, dass weder eine "Side 1" noch eine "Side A" aufzulegen ist. Ein Lied heisst "ZZ Top Goes To Egypt" und klingt mit etwas Fantasie auch so, ein anderes "I Love Her All The Same" und stammt niemand geringerem als Sonic Youth (zu finden auf dem '85er Werk "Bad Moon Rising"), die damals nochvor ihrem eigenen Aufstieg zu Kultstatus standen...
(03.01.2010)
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James Taylor: "That's Why I'm Here" (Columbia, Jan. 1986)

Ein kleines Comeback, denn seit dem eher schwachen Album "Daddy Loves His Work" von 1981, gab es erstmals wieder neues Material - und das von allererster Güte. Im Grunde habe ich den Mann mit diesem Album erst für mich entdeckt!

Beim damaligen Fernsehauftritt brachte Mr. Taylor dann sogar Humour und Marketing zu einem schönen Kalauer zusammen:

The next songs is from the new album "That's why I'm here" and is called "That's why I'm here" and that's why I'm here ...

Ich find' das witzig.

Elvis Costello: "King Of America" (F-Beat, Feb. 1986)
Statt der Attractions hören wir unseren guten alten Elvis hier mit amerikanischen Studioassen vom Allerfeinsten, die teilweise schon mit dem anderen Elvis zusammengearbeitet haben: Jerry Scheff (bass), James Burton (Gitarre), Ron Tutt (drums). Produziert von T-Burn Bonette. Oder so ähnlich.
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Steve Earle: "Guitar Town" (MCA, März 1986)

Als das Album neu draußen war, spielte Alan Bangs nachts im Radio "Go To Sleep Little Rock'n'Roller" - und es war um mich geschehen. Zusammen mit dem in der gleichen (?) Sendung gespielten "God Ain't No Stain Glass Window" von Mark Germino ein Highlight meiner damaligen Mix-C90. Es gibt aber noch mehr klasse Songs, z.B. "My Old Friend The Blues" und den Titelsong mit seinem vertrackten Rhythmus, an dem wir uns bei W4L auch mal versucht haben.
(irgendwann in 2004)

Die Betonung weiter oben liegt auf "versucht". Inzwischen testen wir "My Old Friend the Blues" ...
(Frühjahr 2005)

Hüsker Dü: "Candy Apple Grey" (Warner, März 1986)
Verrat! Hüsker Dü, die Helden des Punk, nicht mehr beim SST-Label, sondern bei einer großen (bösen) Plattenfirma! Es hat zwar nicht zum großen Durchbruch gereicht - und sicherlich wurden durch etwas gemässigtere Töne auch der eine oder andere alte Fan verschreckt. Für mich als Späteinsteiger (ich habe die Band erst mit ein paar Jahren Verzögerung für mich entdeckt) aber genau das Richtige.
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The Triffids: "Born Sandy Devotional" (Hot, März 1986)
Ein wunderbares Album der australischen Band um den Sänger und Gitarristen David McComb, die auf wunderbare Weise "Alternative Rock" und "Countryrock" zusammenbrachten. Man könnte auch sagen: "The Velvet Underground meet Nashville". Empfehlenswert sind z.B. die Songs "Wide Open Road", "Chicken Killer" und "Estuary Bed". Wichtigster Musiker neben McComb ist der virtuose Pedalsteeler Graham Lee.
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Crowded House (Capitol, April 1986)
Das Debüt des Ex-Gitarristen von Split Enz, Neil Finn, mit seinem neuen Trio. Seltener schaffte es eine Band in den 70ern, 80ern und 90ern so nahe dran an den Beatles zu sein, ohne diese einfach nur zu imitieren. Nach meinem Geschmack noch nicht ganz so toll wie der Überhammer "Woodface" von 1991 - aber immerhin. Interessant waren auch die damaligen Liveauftritte mit absolut spärlichem Equipment: 3 Mikrophone, eine Gitarre, ein Bass und eine Trommel.
Peter Gabriel: "So" (Virgin, Mai 1986)
Auch wenn man kein Genesis oder Gabriel-Fan ist kommt man an diesem Album nicht vorbei!
The Stars Of Heaven: "Sacred Heart Hotel" (Rough Trade, Mai 1986)
Diese irische Gitarrenband brachte 1986/87 zwei wunderbare EP`s bei dem englischen Kultlabel Rough Trade heraus, u.a. die sieben Songs von "Sacred Heart Hotel". Der Sound der Band hatte für die damalige Zeit ungewöhnlich große Anleihen an amerikanische Countrymusik. Zehn Jahre später wäre das vielleicht als "Americana" oder "No Depression" durchgegangen. Zwischen all den Synthiepoppern und Hardcorebands damals gab's aber nicht viel Platz für die vier Musiker. Leider schafften sie es nicht, auf dem in 1988 folgendem "richtigen" Debütalbum den Charme dieser ersten Aufnahmen zu erhalten.
Loudon Wainwright III: "More Love Songs" (Demon, Juli 1986)
Ein schönes Spätwerk des amerikanischen Singer/Songwriters mit tatkräftiger Unterstützung von Richard Thompson.
(26.03.2011)
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Camper Van Beethoven: "III" (Line/Rough Trade, Aug. 1986)
Tatsächlich das dritte Album der Band ...
(03.01.2010)
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Nick Cave & The Bad Seeds: "Kicking Against The Pricks" (Mute, Aug. 1986)
Nick's Coveralbum. Hier interpretiert er die Songs seiner Vorbilder (?). Insgesamt eine geschmackvolle Auswahl und ein guter Einstieg in das Cave'sche Werk , besonders für Leute, die mit der krachigen Seite von ihm ihre Probleme haben. Zu den Bad Seeds Blixa Bargeld (Gitarre, sonst Sänger bei den Einstürzenden Neubauten), Multiinstrumentalist Mick Harvey (alter Cave-Kumpel aus Birthday Party-Tagen, bislang Drummer, dieses mal aber hauptsächlich als Gitarrist) und Bassist Barry Adamson kam der Schlagzeuger Thomas Wydler von der Berliner Band Die Haut und Hugo Race neu dazu.
The Housemartins: "London 0 Hull 4" (Go! Discs, Aug. 1986)
Diese junge Gitarrenband war damals ein recht frischer Wind in der Poplandschaft. Flotte, aber unspektakuläre Instrumentalarbeit und wirklich toller Gesang von allen vier Musikern (die Junx hatten auch "á capella"-Sachen drauf - etwa die später folgende Weihnachts-Maxi "Caravan Of Love"). Ich habe sie dann 1987 im völlig überfüllten Düsseldorfer Tor 3 gesehen: der ganze Saal voller verrückter Engländer - und alle am Pogotanzen. das kann man sich heute kaum noch vorstellen, vor allem wenn man bedenkt, dass Sänger Paul Heaton danach die sanfte Popband The Beautiful South gründete und Bassist Norman Cook als DJ und Remixer unter dem Namen Fatboy Slim sehr erfolgreich wurden.
Mekons: "The Edge Of The World" (Sin, Aug. 1986)
Durfte man als Ex-Punk 1986 Country-Songs spielen? O.K., auch Nick Cave guckte über den Tellerrand. Aber gerade die Ex-Punker aus Mittelengland spielten schon Countrysongs ohne diese ätzende Truckstop-Haltung, als es den Begriff "Americana" noch nicht gabe und Ryan Adams noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum trabte. Auf "Edge" wird Hank Williams gecovert und es gibt eine wunderschöne Version eines der besten Countrystücke aller Zeiten: "Sweet Dreams" von Don Gibson.
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Elvis Costello & The Attractions: "Blood & Chocolate" (IMP, Sept. 1986)

"This is us truthfully, we're thirty-two, a couple of us have got divorced, we're pissed off, and we've taken all the drugs and we've done all that stuff and we're still alive, and this is what we sound like. And you know what? We're much better at it now." (EC)

"It wasn't a cosy album to do, but by that time I was used to the odd bass guitar curving in a graceful arc from one end of the studio to the other, towards the drummer's head." (Nick Lowe)

Felt: "Forever Breathes The Lonely Word" (Creation, Sept. 1986)
In den 80ern brachte der Sänger Lawrence unter diesem Namen mehrere wunderschöne, zart-zerbrechliche Gitarren-"Rock"-Alben heraus, von denen mir dieses am liebsten ist. "Rain Of Crystal Spires", das erste Lied der Platte mit seiner wunderschönen Orgel von Martin Duffy, war damals mein "Sommerhit" und kam auch auf die Mixkassette für's Auto mit drauf.
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This Mortal Coil: "Filigree & Shadow" (4AD, Sept. 1986)
Ivo Watts-Russell zweite Allstar-Session, hauptsächlich mit Musikern seines 4AD-Labels. Alles sehr atmosphärisch und künstlerisch. Außerdem gibt es mal wieder ein paar sehr geschmackvolle und eigenwillig interpretierte Coverversionen: "The Jeweller" von Tom Rapp (Pearls Before Swine), "My Father" (Judy Collins), "Strength Of Strings (von Gene Clarks Meisterwerk "No Other"), "Come Here My Love" (von Van Morrisons "Veedon Fleece"), "Morning Glory" (von Tim Buckleys "Goodbye And Hello"), "Fire Brothers" (Gary Duncan von Quicksilver Messenger Service), "Alone" (Wire) und "Drugs" von David Byrne (Talking Heads).
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Richard Thompson: "Daring Adventures" (Polydor, Sept. 1986)
Dass der Mann ganz vorzüglich Gitarre spielt und tolle Lieder schreibt - damit erzähle ich Euch wohl nichts Neues. Auffallend ist dieses mal dagegen das Cover ohne stilistische Entgleisungen, wie leider zu oft bei Richard Thompson, sowie der neue Produzent Mitchell Froom, der auch gleich seine Studiocracks mitbrachte (u.a. Jerry Scheff und Jim Keltner), die statt der alten Fairport-Convention-Kumpels zu hören sind.
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The Saints: "All Fool's Day" (Polydor, Okt. 1986)
Die australische Band um den Sänger Chris Bailey hatte sich inzwischen weit von ihren Punkwurzeln entfernt und spielte einen kraftvollen und traditionellen Rock in bester Stones-Tradition. "All Fools Day" gilt mir und vielen anderen (vielleicht nicht den alten Freunden aus Punktagen) als ihr bestes Album.
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Crime & The City Solution: "Room Of Light" (Mute, Nov. 1986)
Die Band um den Sänger Simon Bonney aus dem Nick Cave/Birthday-Party-Umfeld entstand wie jene Ende der 70er Jahre in Australien. Bonney folgte später seinen Kollegen nach Berlin, wo es zur Neuauflage der Band kam. Mit dabei waren dort dann die ehemaligen Birthday Party-Gitarristen Mick Harvey und Rowland S. Howard, dessen Bruder Harry Howard am Bass und der englischen Drummer Epic Soundtrack (Bruder von Nicki Sudden). Der Sound hatte durchaus Ähnlichkeiten mit dem von Nick Cave & The Bad Seeds (bei denen Mick Harvey ja auch mitspielte), was aber bei diesen sehr individuellen Musikern gar nicht anders sein konnte. Nur der Gesang klang eben nicht nach Cave, sondern klar nach Bonney. Könnte man das Ganze vielleicht Düster-Blues nennen???
The Triffids: "In The Pines" (Hot, Nov. 1986)

Und noch eine australische Band! David McComb war mit seiner Band 1985 ebenfalls nach Europa umgezogen, kehrte aber für "In The Pines" in die heimatliche westaustralischen Einöde zurück, um sich in einer alte Schafscheune einzumieten und dort mit spartanischen Mitteln dieses Album einzuspielen, das in seinen besten Momenten durchaus in die Nähe von "Music From Big Pink" von The Band zu setzen ist, die ja auch in Woodstock in einem alten Farmgebäude aufgenommen haben!

Nachtrag: die Schallplatte besitze ich schon seit Ende der 80er. Sie hatte mich damals im 2nd-Hand-Laden wegen des schönen Covers neugierig gemacht. Die CD gab's dann kurz vor der Währungsreform für eine Deutsche Mark beim Media-Markt in der Grabbelkiste! Da habe ich selbstverständlich nochmals zugegriffen.
(Juli 2006)

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The Golden Palominos: "Blast Of Silence" (Celluloid, Dez. 1986)

Ein Projekt des New Yorker Schlagzeugers und Produzenten Anton Fier mit Unterstützung einer absolut illustren Gästeschar. Zum engeren Kreis um Peter Blegvad (Gitarre, Gesang), Jody Harris (Gitarre), Syd Straw (Gesang), Bernie Worrell (Hammond) und Bill Laswell (Bass) kommen noch gelegentlich hinzu: die Gitarristen Larry Saltzman, Nicky Skopelitis, Pat Thrall, Don Dixon, Robert Kidney und T-Bone Burnett, die Bassisten Chris Stamey und Tony Conniff, Sneaky Pete Kleinow (Pedal Steel), Aiyb Dieng (Percussion) und die Pianistinnen Lisa Herman und Carla Bley.
Es gibt exquisites Songmaterial, bei dem der Leadgesang von z. T. sehr prominente Gästen stammt. Neben eigenem Material der beteiligten Musiker werden 2 wunderbare Coverversionen vom Little Feat-Debütalbum gebracht, die Euch dazu bringen sollten, auch mal wieder die Originalaufnahmen zu hören!

  • I've Been the One (Lowell George) - Gesang: Syd Straw
  • Something Becomes Nothing (Fier, Blegvad, Sweet) - Gesang: Matthew Sweet
  • Push and the Shove (Kidney) - Gesang: Robert Kidney
  • (Something Else Is) Working Harder (Fier, Harris, Blegvad) - Gesang: Jack Bruce
  • Angels (Fier, Blegvad, Straw) - Gesang: Syd Straw
  • Diamond (Holsapple) - Gesang: Syd Straw
  • Faithless Heart (Fier, Harris, Dixon) - Gesang: Don Dixon
  • Work Was New (Fier, Blegvad) - Gesang: Peter Blegvad
  • Strong, Simple Silences (Fier, Blegvad) - Gesang: T-Bone Burnett
  • Brides of Jesus (Lowell George, Bill Payne) - Gesang: Syd Straw
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Lone Justice: "Shelter" (Geffen, Dez. 1986)
Mehr "Pop" als das Debüt vom letzten Jahr, aber Maria McKee ist einfach eine Klasse für sich! Der Rest der Mannschaft war eher austauschbar.
BoDeans: "Love & Hope & Sex & Dreams" (London/Slash, 1986)
Grabbelkistenfund!
(25.03.2012)
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"T-Bone Burnett" (1986)
Dieses mal kommt der Mann ganz akustisch daher und spielt mit excellenten Meistern ihres jeweiligen Faches (Byron Berline an der Fiedel, Jerry Scheff am Kontrabass, David Hidalgo von Los Lobos an Gitarre und Akkordeon, Dobrogott Jerry Douglas und Steve Duncan an der kleinen Trommel) eine erstklassige Singer/Songwriter-Bluegrass-Fusion-Platte ein!
"Peter Case" (Geffen, 1986)
Grabbelkistenfund!
(23.03.2014)
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David + David: "Boomtown" (A&M, 1986)

Die einzige Co-Produktion der Kalifornier David Baerwald und David Ricketts setzte 1986 Maßstäbe im Genre der Rock-Pop-Alben. "Boomtown" ist ein in sich stimmiges Werk, in dem jeder Song sich mit der Entfremdung der Menschen im Großstadtleben auseinandersetzt. Vergleichbar mit "White City" von Pete Townshend oder "Infected" von The The ist diese Platte gemäß dem Stil der Mitt-80er orientiert an Vorbildern des britischen New Wave instrumentiert - Gitarren bestimmen das Klangbild, unterlegt von ungewöhnlichen, aber warmen Synthie-Sounds. Die Vocals erinnern zeitweise an die Beatles oder Hooters. Die Riffs sind ideenreich, Akkordfolgen nicht zu vorhersehbar, gleichzeitig aber eingängig und mit einer derartigen Ohrwurmqualität, dass die teils traurig-morbiden Texte gar nicht als solche wahrgenommen werden.

Zusammen mit Ricketts war Baerwald auch maßgeblich an Cheryl Crows erfolgreichem "Tuesday Night Music Club" beteiligt und startete danach eine eher mäßig erfolgreiche Solokarriere. Von Ricketts ist seitdem scheinbar gar nichts mehr herausgekommen. Schade.

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Died Pretty: "Free Dirt" (Citadel, 1986)
Und noch eine australische Band! Died Pretty hatten aber eher die Doors als Vorbilder und lieferten hier ein schönes Debüt-Album mit tollem Gesang (Ronald S. Peno), einer richtig guten "Brettgitarre" (Brett Myers) und wunderbarer Hammondorgel (Frank Brunetti, dem Robert Forster von den Go-Betweens 20 Jahre später in "Darlinghurst Nights" vom Album "Oceans Apart" ein kleines Denkmal setzen wird) ab.
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The Feelies: "The Good Earth" (Rough Trade/Coyote, 1986)
Dieses Album nach 5jähriger Unterbrechung war die Wiedergeburt einer genialen Band. Das Stiff-Debüt "Crazy Rhythms" bekam zwar überall tolle Kritiken, verkaufte sich aber nicht besonders gut. Mit komplett neuer Rhythmusgruppe (Brenda Sauter am Bass, Stan Demeski am Schlagzeug, Perkussionspieler Dave Weckerman war angeblich schon früher dabei, fehlte aber auf dem Cover von "Crazy Rhythms") und eingespielter Gitarre/Gesang-Frontline (Bill Million und Glenn Mercer) gab es einen etwas relaxteren Sound als zuvor.
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Mark Germino: "London Moon And Barnyard Remedies" (RCA, 1986)
Platten-Debüt des (Ex?)-Poeten als Singer/Songwriter mit Homebase Nashville/Tennessee, aber aufgenommen in England mit Musikern von Fairport Convention. Das klingt erstmal nicht ganz so offensichtlich, passt aber trotzdem sehr gut. Entdeckt habe ich die Platte (wie so viele!) in Alan Bang's Niteflight auf BFBS mit dem wunderbaren Lied "God Ain't No Stained Glass Window". Was immer uns das auch sagen soll ...
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Marc Johnson: "Bass Desires" (ECM, 1986)
Nach langer Zeit mal wieder eine Jazzplatte von ECM, die es in meine Liste schafft. Vielleicht liegt's an der klassischen "Rockbesetzung" mit zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug? Auf jeden Fall schreibt Johnson wunderbare Musik und liefert zusammen mit dem Weather Report-Drummer Peter Erskine eine großartige Grundlage, auf der sich die beiden Gitarrenmeister Bill Frisell und John Scofield ausbreiten können.
"Lyle Lovett" (Curb, 1986)
Lovett ist Texaner und bewegt sich auf seinem Debüt in der Tradition anderer großer Texaner, wie z.B. Townes van Zandt, Guy Clark, Robert Earl Keen und Steve Earle. Sein Stilmix beinhaltet Country, Blues, Folk und Western Swing. Musikalischen Laien kennen ihn allerdings nur als zeitweiligen Ehemann von Julia Roberts.
Anspieltipps: "This Old Porch" (zusammen mit R. E. Keen verfasst) und "If I Were The Man You Wanted" (bereits 1984 von Nanci Griffith und dann 1993 von Willie Nelson aufgenommen)
The Smiths: "The Queen Is Dead" (Rough Trade, Juni 1986)
Das Meisterwerk der Band?
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Robyn Hitchcock & The Egyptians: "Element Of Light" (Glassfish, Sept. 1986)

Mir fehlt hier ein wenig der Überblick, aber das ist anscheinend das erste Studioalbum, das unter dem Zusatz "& The Egyptians" erschienen ist.
(ca. 2002)

Beim CD-Reissue (ACHTUNG! Auch CDs gibt es jetzt schon so lange, dass man sie wiederveröffentlichen muss!) wurde übrigenz das Bild mit der Telecaster auf die Frontseite gepackt.
(16.05.2010)

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The Chills: "Kaleidoscope World" (Normal/Flying Nun, 1986)
Dies ist zwar "nur" eine Kompilation von Singles und Maxis der Band um den Sänger und Gitarristen Martin Phillipps aus den Jahren 1981-84, hat aber die Welt, na ja - zumindest einen kleinen Teil der Welt, mit der Musik des neuseeländischen Labels Flying Nun bekannt gemacht und in den beiden Jahren danach eine kleine Welle neuseeländischer Rockmusik ausgelöst (The Clean, Verlaines, Sneaky Feelings, The Bats, The Gordons, Jean-Paul Satre Experience, Tall Dwarfs u.v.a.).
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"The Jayhawks" (Bunkhouse, 1986)
Lost & Found!
(04.07.2010)
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Shiny Gnomes: "Wild Spell" (Pastell, 1986)
Damals - und auch heute wieder - eine der besten Gitarrenbands in unserem Land. Dies ist das Debütalbum der Truppe um den Sänger und Gitarristen Stefan Lienemann, auch bekannt als Limo, damals bei einem kleinem Label aus dem Sauerland erschienen, bevor die Band von der Industrie entdeckt wurde und bei Polydor von 1987 "Some Funny Nightmares") bis 1990 ("Colliding") immerhin drei phantastische, wenn auch kommerziell nicht wirklich erfolgreiche Alben herausbringen konnte.
(29.06.2010)
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Sneaky Feelings: "Sentimental Education" (Flying Nun, 1986)
Das zweite Album der neuseeländischen Band (bzw. das dritte, wenn man die Kompilation "Waiting For Touchdown" mitzählt), aber das erste, was es damals auf dem noch jungen Medium CD gab. Besonders der Titel "Coming True" hatte es mir angetan und war auch auf zahlreichen meiner Mixcassetten, einem seitdem nahezu ausgestorbenen Medium, vertreten.
(07.03.2008)
Timbuk 3: "Greetings From ..." (I.R.S., 1986)
Völlig überraschend stürmte das musizierende Ehepaar Pat MacDonald (Gitarre) und Barbara K. MacDonald (Bass) nur von einer Beatbox begleitet die amerikanischen und britischen Charts mit dem genialen Song "The Future Looks Bright (I Got To Wear Shades)". Leider verschwand die Band danach wieder in der Versenkung, inzwischen gehen beide privat und musikalisch getrennte Weg.
The Verlaines: "Hallelujah, All The Way Home" (Normal/Flying Nun, 1986)
Ein faszinierendes neuseeländisches Gitarre/Bass/Drums-Trio um den klassisch trainierten Sänger/Gitarristen Geoff Downes, der es tatsächlich schafft, Velvet Underground und Kammermusik (Streicher und Holzbläser) zusammenzubringen. So weit ich weiß, war dieses Album oder dessen Arrangements, seine Prüfungsarbeit zum Studienabschluss.
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The Weather Prophets: "Diesel River" (Creation, 1986)
"Diesel River" ist eigentlich nicht der Debüt-Longplayer dieser englischen Gitarrenband um Sänger, Gitarrist und Songschreiber Peter Astor, sondern eine 8-Track-Complation der ersten Singles und Maxis von 1985/86. Peter Astor hat sicherlich ganz intensiv das dritte Velvet Underground-Album gehört, kennt sich aber auch in älterer Populärmusik aus, was in seinen eigenen Songs, etwa der wunderschönen Ballade "Like Frankie Lymon" (selber zum ersten mal nachts im "Night Flight" bei Alan Bangs gehört), aber auch den unnostalgisch arrangierten Coverversionen ausdrückt: "Downbound Train" von Chuck Berry und "Stones In My Passway" von Robert Johnson.
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Erstellt: Letzte Aktualisierung: 23.04.2016 07:35 22651 Besucher seit dem 01.12.2002
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