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Michaels Favoriten 2001

Das Album des Jahres


Ryan Adams: "Gold" (Lost Highway, Okt. 2001)
Gigantisch! Nach mehrmaligem Hören kann ich nur sagen: für mich die Platte des Jahres. Ein begnadeter Songwriter, wenn er als Performer wohl zwischen Genie und Wahnsinn zu schweben scheint (siehe Deutschlandkonzerte im Frühjahr 2002).
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Die Inselplatten...

Lucinda Williams: "Essence" (Lost Highway, Juni 2001)
Ein bisschen bunt das Cover, aber mal wieder eine besonders schöne CD von Lucinda!
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Gillian Welch: "Time (The Revelator)" (Acony, Juli 2001)
Auch mit ihrem dritten Album macht Miss Welch deutlich, dass sie eine der wichtigsten zeitgenössischen Songschreiberinnen ist! Das Album wurde ganz spartanisch, zumeist nur mit 2 Gitarren, von Gillian und ihrem Partner David Rawlings eingespielt. Der Schlusstitel "I Dream A Highway" bringt es sogar auf satte 15 Minuten und wird dabei trotzdem nie langweilig.
Prefab Sprout: "The Gunman and Other Stories" (EMI/Liberty, Juni 2001)
Völlig überraschend kam dieses Album von einer meiner allerliebsten Bands. Die Songs von Paddy McAloon sind wie immer vom Allerfeinsten, aber dieses mal gibt es sogar ein paar untypische Klänge, etwa das Banjo vom legendären Eric Weissberg.
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Weitere Highlights

Fit & Limo: "As Above So Below" (September Gurls, Jan. 2001)
"As Above So Below" scheint im Unterschied zum Album "The Serpent Unrolled" von 1998 weder limitiert noch vergriffen zu sein. In meiner aktuellen Begeisterung für das fränkische "Freak-Folk"-Duo habe ich dann vor ein paar Tagen aber auch bei diesem zweiten "Fund" zugegriffen: auch dieses Album ist klasse, vielleicht sogar noch besser! Außerdem hat es ein wunderschönes Klappcover, für das man jede schnöde CD entsorgen sollte.
(19.06.2010)
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Steve Wynn: "Here Come The Miracles" (Blue Rose, Jan. 2001)

Gleich 19 Songs hat der ehemalige Sänger des Dream Syndicate für diese Doppel-CD aufgenommen. Normalerweise sollte man jedem Künstler raten, sein Werk auf 11 Tracks zu komprimieren, damit ein Klassewerk dabei rauskommt. Das war auch Steve Wynns erste Idee, aber da es ihm um jeden Song, den er rauswerfen wollte leid tat, entschloss er sich, endlich sein “Exile On Main Street” zu veröffentlichen.
Eingespielt bei Craig Schumacher in Tucson mit seiner Band: Gitarrist Chris Brokaw (Ex-Drummer der Slowmetall-Legende Saint Vitus und Ex-Gitarrist von Come), Bassist Dave DeCastro und Linda Pitmon (Ex-Zu Zu Petals) am Schlagzeug, sowie Chris Cacavas als zusätzliches Mitglied (endlich mal wieder an den Keyboards zu hören!). Als Gäste sind u. a. die Kollegen von Giant Sand zu hören (Howe Gelb, und John Convertino). Natürlich werden bei 19 Songs alle Ecken des Wynn´schen Soundkosmos ausgeleuchtet, von Garage Rock über Psychedelia und Punk bis hin zur Schmuseballade ist im Prinzip alles vertreten, was man aus den zur Verfügung stehenden Roots so basteln kann.

The Free Design: "Cosmic Peekaboo" (Marina, Feb. 2001)
Es ist doch immer wieder schön, wenn man etwas entdecken kann: The Free Design nannten in der Flower-Power-Zeit der 60er zwei Brüder und zwei Schwestern der Famile Dedrick ihre Gesangsgruppe, die mit "Kites Are Fun" zwar einen kleineren Hit hatte, aber ansonsten ziemlich obskur blieb. Zwar war ihre Musik stilistisch und auch qualitativ mit den Mamas & Papas und The Association - vielleicht sogar mit den Beach Boys - vergleichbar, aber der große Erfolg blieb aus. Mitte der 70er war Schluss, aber das rühriger Hamburger Label Marina konnte die Band 2000 zu einer Reunion und einem Beitrag für den grandiosen Beach Boys-Tribute-Sampler "Caroline Now! The Songs Of Brian Wilson And The Beach Boys" (den ich unbedingt mal vorstellen muss!) überreden. Daran schloss sich dann sogar dieses komplette Album an. Selten habe ich so tolle Chöre gehört! Wunderschöne Musik!
(01.11.2010)
Dolly Parton: "Little Sparrow" (Sugar Hill, Feb. 2001)
Von 2000, produziert von Steve Buckingham. Als sich die einzigartige Sängerin vor etwa einem Jahr entschloss, zum Bluegrass – und zwar zum reinen Bluegrass – zurückzukehren, hätte man ihr eine Medaille verleihen sollen. Ist ihre Stimme in gelackten Country-Arrangements oder angepoppten Produktionen eher falsch aufgehoben und neigt dazu, zur puren Süßigkeit zu verkommen, erwacht sie, gebettet in feinstes Instrumental-Handwerk, gepaart mit traditionsbewußt-einfach-klarer Melodie- und Harmonie-Führung, zu faszinierender Schönheit.
So geriet das 99er Album „The Grass Is Blue“ zur ebenso überraschenden wie überzeugenden Rückkehr zu den Mountain-Bluegrass-Roots ihrer Kindheit. „Little Sparrow“ ist nun nach dem gleichen Strickmuster entstanden, mit etwas höherem „smooth, cocktail bluegrass“-Anteil (No Depression) im Sound, aber ohne die attraktive Klarheit zu verlieren, mit gepflegtestem Instrumentalwerk, der Bluegrass eigenen Harmonie-Vocal-Schönheit und gekrönt von einer hier hörbar heimgekommenen Stimme.

Neben „Seven Bridges Road“ (Steve Young) covert sie Autry Inman und Cole Porter, aber es sind vor allem ihre eigenen Kompositionen, die das Album auf den rechten Weg bringen und es an die Qualität von „The Grass Is Blue“ heranreichen lassen. Die alten Studio-Hasen (die gleichen wie auf „Grass Is Blue“) lassen reichlich Spielfreude erkennen und eine Handvoll Gäste im Backing/Duett-Vocal-Department lockern das Album angenehm auf. Sie hätte eigentlich bis an ihr Lebensende an einem Guitar-Shaped Pool liegen können, es hätte ihr an nichts gemangelt. Umso höher ist diese als „künstlerisch wertvoll“ einzustufende Rückkehr zu bewerten.

Rodney Crowell: "The Houston Kid" (Sugar Hill, März 2001)

Ein autobiografischer Songzyklus über seine Jugend in Texas, den er ohne Labelbindung selbst finanzierte. Crowell besann er sich auf seine Stärken, ließ den ganzen Firlefanz außen vor und nahm dieses wundervolle Album auf, genauso stark wie seine Sachen aus den 70ern ("Ain't Living Long Like This"). Etwas irritierend, aber nicht schlecht, ist ein generalüberholtes "I Walk Th Line" mit einem Gastauftritt von Johnny Cash.

„Dark at times, The Houson Kid never disappears beneath the gloom. There are flashes of humour, touches of tenderness. As someone once claimed, all human life is here. And Crowell, both lyrically and melodically, helps it to breathe in remakable fashion.“ (MOJO)

John Hammond: "Wicked Grin" (Rounder, März 2001)
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Blumfeld: "Graue Woken"/"Testament der Angst" (EastWest/ZickZack, Apr./Juni 2001)
Pop reinsten Wassers aus deutschen Landen. Die Maxi "Graue Wolken" sagt eigentlich schon alles, trotzdem ist auch das ganze Album lohnenswert.
Neil Finn: "One Nil" (EMI/Parlophone, April 2001)
Dem zweiten Soloalbum des Ex-Crowded-House-Sängers merkt man an, das er kommerziell bereits alles erreicht hat und es niemandem mehr Recht machen muss. Deshalb vermischen sich hier beatlesque Melodien mit hiphop-Beats. Zur Begleitung gehören Wendy Melvoin und Lisa Coleman ("Wendy& Lisa"), Jim Keltner (best drummer in the world), Lisa Germano und Cheryl Crow.
Boxharp: "The Tailored Soldier" (Glitterhouse, Mai 2001)
(26.11.2016)
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Penelope Houston: "Loners, Stoners and Prison Brides" (Normal/Return To Sender, Mai 2001)
Wie wunderbar! Ein Lebenszeichen einer meiner liebsten (Folk-)Sängerinnen, wenn auch nur eine Mailorder-Kompilation. Mein liebstes Album von ihr bleibt aber natürlich "The Whole World" von 1993, das mir damals Mut gemacht hat, selber mit akustischen Instrumenten "Popmusik" zu machen.
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Tindersticks: "Can Our Love..." (Beggars Banquet, Mai 2001)
Stuart Staples ist der wahre Sohn von Al Green!
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Ida: "The Braille Night" (Tiger Style/Last Affair, Juni 2001)
Ein Nachzügler in meiner wachsenden Ida-Sammlung! Das Album enthält Aufnahmen von Winter 1998 bis Winter 2000, also anscheinend Überbleibsel der Sessions für das Album "Will You Find Me" (erschienen im Sommer 2000) und unmittelbar darauffolgende Aufnahmen. Soweit ich das jetzt richtig zusammen bekomme, war die Band vom Majorlabel Capitol unter Vertrag genommen, aber vor Veröffentlichung eines Albums schon wieder rausgeschmissen worden. Wenn man sich jetzt diese wunderbare und zerbrechliche Musik, gelegentlich von lauten Passagen unterbrochen, anhört, dann fällt es jedenfalls schwer nachzuvollziehen, was sich EMI bzw. Capitol von der Band [kommerziell] versprochen haben. Aber das kann uns natürlich egal sein, denn "Braille Night" ist natürlich so gut wie alle anderen Alben von Ida, die ich mir in den letzten Monaten anhören konnte!
(19.07.2009)
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Radiohead: "Amnesiac" (EMI/Parlophone, Juni 2001)
“Kid A“ war alles andere als ein leicht zugängliches Werk, über das viel spekuliert und das schlussendlich doch zum gelungenen Plädoyer für halsbrecherische künstlerische Manöver wurde. Keine Single, kein Videoclip, keine Fotosessions, kaum Interviews - die Widerspenstigen zähmten das System. Denn ´Kid A´ wurde allen anderslautenden Prophezeiungen zum Trotz zum kommerziellen Triumph.
Das neue Album „Amnesiac“ entstand in den gleichen 18 Monaten wie „Kid A“, ist aber alles andere als ein Outtakes-Album. Die elf Tracks passten einfach nicht ins „Kid A“-Konzept, sie klingen ungleich wärmer, müheloser und beschwingter, so weit dies bei der Melancholie, die Thom Yorkes Gesang verbreitet, überhaupt möglich ist. Und so schwelgen die meisten Songs in einer bizarren Schönheit, wie sie nur Radiohead vermitteln kann.
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Travis: "The Invisible Band" (Sony/Independiente, Juni 2001)
Ein neues Werk der britischen Pop-Helden des intelligenten Sanft-Pops, mit weichen Melodien, die Ecken und Kanten finden sich da höchstens in den Texten.
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Brian Wilson: "Live At The Roxy Theatre" (Sanctuary, Juni 2001/2002)

Der einstige Kopf der Beach Boys, Brian Wilson, verschwand 25 Jahre in seinem persönlichen Wahn, nun ist er wieder auf der Bühne. Und dort hat er hörbaren Spaß, wie die Aufnahme von "Live At The Roxy Theatre" aus dem Jahr 2000 deutlich macht. Mit zehnköpfiger Band um seine Bewunderer The Wondermints und einem tollen Programm fesselt er über zwei CDs die Hörer im Saal und vor der Heimanlage.

Nach der Veröffentlichung im Internet ist die Doppel-CD jetzt auch endlich bei uns im Handel erhältlich.

Alison Krauss + Union Station: "New Favorite" (Rounder, Juli 2001)

"Nach dem letztjährigen, schlicht-schönen Pop-Solo-Album (und einem "O Brother"-Abstecher) jetzt - wie gewohnt im Wechsel - die Union Station-Platte. Und die geht wieder an die Bluesgrass-Wurzeln, mit Alisons Stimme und Geigenspiel im Vordergrund und der wie kaum eine zweite Bluegrass-Combo aufspielenden Union Station als gleichwertigen Partnern. Schon allein instrumental faszinierend, aber dieser Satzgesang ist einfach einmalig. Es gibt auch eine poppigere Songs, aber die können mit den vielen, sehr düster angelegten Bluegrass-Geschichten nicht mithalten." (Glitterhouse)

Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass der Titelsong von Gillian Welch ist und dass Dobrogott Jerry Douglas jetzt fest zur Band gehört und jedes Stück mit seinem Slide veredelt?

Whiskeytown: "Pneumonia" (Lost Highway, 1998/ Juli 2001)
Wenn man erst einmal auf den Geschmack Ryan Adams gekommen ist, führt kein Weg an den Alben seiner alten Band vorbei. Bisher kannte ich nur deren Coverversion von Gram Parsons "A Song For You", das sich ja auch im Repertoire von Waiting For Louise befindet. "Pneumonia", das dritte Whiskeytown Album, wurde bereits 1998 eingespielt, ging aber in den Wirren der Umstrukturierung des Majors "Universal" unter. Nun hat sich das neue "Lost Highway"-Label des in den Archiven schlummernden Albums angenommen und es endlich im Sommer 2001 veröffentlicht. Die Band bestand damals nur noch aus Ryan Adams und Geigerin Caitlin Cary, die anderen Mitglieder hatte Adams in schöner Regelmäßigkeit gefeuert. Gitarrist Mike Daly war dazugekommen und zeichnet hier bei 6 Stücken als Co-Autor verantwortlich. Als Schlagzeuger, Multiinstrumentalist, Produzent und Toningenieur war Ethan Johns, wie auch auf den folgenden Soloplatten von Ryan Adams, federführend dabei. Als Gäste schauten James Iha (Smashing Pumpkins) und Tommy Stinson (Replacements) im Studio vorbei.
(02.03.2002)
Bob Dylan: "Love And Theft" (Sony/Columbia, Sept. 2001)
Das neue Album, laut Columbia sein 43. und erstmalig selber produziert von "His Bobness" unter dem Pseudonym "Jack Frost", bietet zwölf neue Dylan-Kompositionen, die Dylan mit seiner Tourband und Augie Myers, dem legendären Kirmesorgler vom Sir Douglas Quintet, im Frühjahr einspielte. Nur das Lied "Mississippi", ein Überbleibsel der "Time Out Of Mind"-Session ("TOOM", wie der Dylanologe sagt) ist schon von Cheryl Crow bekannt.
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Nick Lowe: "The Convincer" (Proper, Sept. 2001)

Mal wieder nach mehreren Jahren ein Album des ehemaligen Sängers/Bassisten von Brinsley Schwarz und Rockpile. Und dazu noch ein richtig gutes!

2001er Reif-Pop-Werk des Silberhaars, sozusagen der Abschluß der Trilogie, die mit Impossible Bird begann und mit Dig My Mood die werte Fortsetzung fand. Gelassen ist sein zweiter Vorname, mit schwebender Souveränität segelt er durch die Klippen von Soul, Country, R’n’B und Blues, um dem jungen Pop-Volk mal zu zeigen, was Coolness eigentlich bedeutet. (Glitterhouse)

Buddy & Julie Miller (Hightone, Sept. 2001)
Eine absolut wunderbare Platte vom besten "Ehepaar als Künstler-Duo" sein Richard & Linda Thompson und John & Beverly Martyn. Einziger Unterschied: beim Songschreiben ist Julie fleißiger als Linda oder Beverly...
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Continental Drifters: "Listen, Listen" (Blue Rose, Okt. 2001)
“Continental Drifters play favorites by Sandy Denny and Richard Thompson” lautet der Untertitel dieses 28 Minuten-Schmankerls, welches zum Großteil im HO*T FM Studio eingespielt wurde. Mit akustischen Instrumenten und großer Hingabe widmen sie sich 7 Songs aus dem Fairport-Umfeld: "You're Going To Need Somebody", "The Poor Ditching Boy", "I Want To See The Bright Lights Tonight", "Meet On The Ledge", "I'm A Dreamer" und "Mattie Groves” wurden ausgewählt und zelebriert. Kaum eine Band scheint prädestinierter zu sein, um diesen großartigen Songs endlich ein Denkmal zu setzen.
Kommt im schönen, der Fairport Convention-LP “Liege & Lief” nachempfundenen Cover. Auf Vinyl übrigens im 10"-Format erhältlich: ich konnte mich nicht beherrschen und habe mir CD und Platte gekauft (so was tue ich sonst eigentlich nicht).
Nicolai Dunger: "Soul Rush" (Virgin/Dolores, Okt. 2001)
Ein neues Talent aus Schweden erschafft mit den Jazzern vom Esbjörn Svensson Trio ein neues Astral Weeks - der Vergleich fällt in der Presse immer wieder. Ich kann's nach dem grandiosen Auftritt beim Haldern Pop 2004 und dem ersten Höreindruck von der Platte nur bestätigen. No tricks.
(22.08.2004)
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Loretta: "Swimming Pool" (Naïv, Okt. 2001)
aus der Grabbelkiste!
(2002)
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The Silver Mt. Zion Memorial Orchestra & Tra-La-La Band: "Born Into Trouble As The Sparks Fly Upwards" (Constellation, Okt. 2001)
Die kanadische Avantgardeband "Silver Mt. Zion" kenne ich über ihr neues Werk "Kollaps Tradixionales" ja erst seit wenigen Tagen. Da mich die Musik sehr beeindruckt hat, habe ich ein wenig weitergeforscht und herausgefunden, dass es mit "Born Into Trouble As The Sparks Fly Upwards" ein weiteres 10-Zoll-Doppelalbum der Band aus dem Jahr 2001 gibt. Der Bandname und Titel waren damals länger und trotz des "Tra-La-La" wird hier weniger gesungen. Zu Band gehörten zusätzlich noch die Cellistin Beckie Foon und ein weiterer Musiker namens Ian, dessen Nachnamen und Instrument ich noch nicht recherchieren konnte (das ansonsten wunderschöne Cover verrät uns über die beteiligten Personen nur den jeweiligen Vornamen), aber kein fester Schlagzeuger. Erwähnt werden als Gäste ein Schlagzeuger namens Eric ("drove his drums upstairs"), ein Bläser namens Jonah ("wrote & played 8 trumpets and 2 trombones"), eine rezitierende Mischa ("read the words") und ein singendes Kind ("Sara sang a song"). Eine zwar anstrengende, aber sehr schöne Platte, die mich noch stärker als "Kollaps ..." an die obskure englische Third Ear Band erinnert.
(07.03.2010)
Hope Sandoval & The Warm Inventions: "Bavarian Fruit Bread" (Rough Trade, Nov. 2001)

Hope Sandoval ist eine Frau, zu schön um wahr zu sein, und macht auch noch genau solche Musik. Früher mit Dave Roback unter den Namen Mazzy Star und Opal, jetzt im Duo mit My Bloody Valentine-Drummer Colm O’Ciosoig. Auf zwei Liedern ist sogar die englische Akustikgitarrenlegende Bert Jansch mit dabei!

Und was vielleicht etwas untergeht: das legendäre englische Rough Trade-Label ist von den Toten auferstanden!

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Rice, Rice, Hillman & Pedersen: "Running Wild" (Rounder, Nov. 2001)
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The Notwist: "Golden Neon" (Virgin/Big Store, Dez. 2001)
Das Album kam so spät im Dezember in die Regale, dass man vielleicht schon vom ersten Highlight 2002 sprechen kann. Auch auf dem Halderner Open Air von 2002 machte die Band aus der tiefsten bayerischen Provinz einen vorzüglichen Eindruck.
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Terry Callier: "Alive" (Mr. Bongo, 2001)
Neues Album, trotzdem „nur“ ein Zusammenschnitt aus Live-Aufnahmen. Der Großteil wurde bei einem Auftritt im Londoner Jazz Cafe in 1998 aufgenommen, ganz neues Material gibt es mit drei Stücken von einem Konzert am gleichen Ort im November 2000.
(06.01.2002)
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Ed Harcourt: "Here Be Monsters" (EMI/Heavenly, 2001/2002)
Bereits 2001 in England erschienen und als Import auch bei meinem Lieblinxversand Glitterhouse erhältlich, dort aber untergegangen. Dann plötzlich Ende 2002 die Deutschlandveröffentlichung mit neuer Lobpreisung durch meinen Lieblinxversand und natürlich endlich auch von mir wahrgenommen und gekauft. Als schöne Platte empfunden, dann aber doch wieder weggestellt, ohne Einzug in die Liste der Lieblinxplatten 2001 oder 2002 zu finden. Dann gestern der Auftritt von Harcourt und Band auf meinem Lieblinxfestival in Haldern, wo er (natürlich neben Patti Smith!!!) für mich der Höhepunkt war. Jetzt sitze ich hier vor'm PC und höre die Platte nach einem Jahr Pause erneut und finde endlich den richtigen Zugang. Ich muss sagen: ein starkes Album. Außerdem muss ich feststellen, dass im Februar 2003 schon der Nachfolger herauskam. Hatte ich doch glatt übersehen. Das wird natürlich schleunigst korrigiert.
(10.08.2003)
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I Am Kloot: "Natural History" (Labels/We Love You, 2001)
Wegen dem blöden Bandnamen ging dieses Debüt damals weitestgehend an mir vorbei. Ich erinnere mich nur noch an eine Erwähnung im Zusammenhang mit den Band des neuen(?) "Acousticmovements": Turin Brakes, Kings Of Convenience, etc.. Erst nach dem Haldern Openair 2004 bin ich auf den Geschmack gekommen (obwohl die Band in ihrer spröden Art kaum den Geschmack der Mehrheit des Publikums getroffen hatte!) und habe heute dieses Werk im Plattenladen entdeckt. Die Kategorie "Sanfter Akustikfolk von Alternative-Rockern" ist völlig deplaziert. Die Band spielt zeitlose Rockmusik mit akustischen Momenten und hat mit John Harold Arnold Bramwell (mehr Vorname ging wohl nicht?) einen Sänger mit beeindruckender Stimme, tollen Song und einem zurückhaltenden, 100%-songdienlichen Gitarrenspiel. Die beiden Mitstreiter an Bass und Schlagzeug haben viel Platz für interessante kleine Details. Fast wie eine Mischung aus frühem Bob Dylan (wahlweise Nick Drake oder Tim Buckley einsetzen) und dem Bill Evans Trio (wahlweise irgend ein anders Jazztrio einsetzen) ...
(16.10.2004)
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Voices On The Verge: "Live In Philadelphia" (Rykodisc/Slow River 2001)
Eine wunderbar spröde, spartanische und gleichzeitig charmante Produktion. Vier Stimmen, Akustikgitarre und ab und zu E-Gitarre, Akkordeon oder Klarinette. Ein schöner Einstieg, um vier bisher unbekannte Sängerinnen/Songschreiberinnen kennen zulernen.
(07.03.2002)
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Erstellt: März 2002 Letzte Aktualisierung: 26.11.2016 18:06 19133 Besucher seit dem 01.12.2002
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