Waiting For Louise präsentiert: Michaels Favoriten von 2022
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Michaels Favoriten 2022

Jahresrückblick etc.

Meine eigene Jahresliste ist noch in der Mache, aber hier schon mal einige Platzierungen im Rolling Stone und im Musikexpress.
Erstaunlich viele Übereinstimmungen gibt es in diesem Jahr zwischen mir und den Kritikern des Rolling Stone: mit Tom Liwa (Platz 1!), Weyes Blood (Platz 2), Bill Callahan (Platz 3), Big Thief (6), Husten (9), Kevin Morby (10), The Weather Station (11), Die Nerven (12), Arctic Monkeys (14), Dawes (18), Jochen Diestelmeyer (19), The Düsseldorf Düsterboys (30), Jerry Leger (42) und Kurt Vile (46) sind das immerhin 14 von 50, wobei das neue Wilco-Album noch nicht dabei ist. Das habe ich zwar als CD bestellt, aber es erscheint erst im Januar 2023, weshalb es bei mir also höchstens in meine Jahresliste 2023 kommen könnte.
Den Geschmack der Musikexpressexperten habe ich eher nicht getroffen. Da gibt es nur fünf Treffer durch
Die Nerven (2), The Düsseldorf Düsterboys (6), Big Thief (7), Arctic Monkeys (17) und Kurt Vile (50).
(25.12.2022)

Das Album des Jahres

#1: Bonny Light Horseman: "Rolling Golden Holy" (37d03d, Okt. 2022)
Das zweite Album nach dem Debüt von 2020, das ich ja fast verpasst hätte: dieses Mal keine Adaptionen uralter britischer Folksongs, sondern neue, eigene Lieder der drei Protagonisten, die aber genauso alt klingen. Wunderbarer Folkrock vom Allerfeinsten.
(2022-10-25)

Knapper Sieger bei meiner Wahl zu meinem Album des Jahres ist die zweite Zusammenarbeit von Sängerin und Songschreiberin Anaïs Mitchell, Eric D. Johnson (ansonsten Bandleader der Fruit Bats) und Produzent und Multiinstrumentalist Josh Kaufman geworden, denn jedes der Lieder klingt einfach wunderbar.
(2022-12-28)
[Bonny Light Horseman (2020) | Anaïs Mitchell]
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Highlights des Jahres

#2: Tim Bernardes: "Mil Coisas Invisiveis" (Psychic Hotline, Nov. 2022)
[Brazil!]
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#3: Tedeschi Trucks Band: "I Am The Moon: I. Crescent" (Universal/Fantasy, CD: Juni * Vinyl: Sep. 2022)
Den ersten Teil der Konzept-Album-Reihe gab es zwar schon im Juni, aber das Vinyl, was ich mir gegönnt habe, kam mit den anderen drei Teilen erst im September heraus - und erst heute bin ich dazu gekommen, mir den ersten Teil anzuhören: ich bin begeistert, die Geduld hat sich gelohnt. Hier stimmt einfach alles: Musik, Texte und die Umsetzung. Auch ist es ein echtes Bandprojekt: So tritt bei "Fall In" Chorsänger Mike Mattison, der langjährige, treue Begleiter von Derek Trucks, nach vorne, bei einem anderen Titel ist auch Gabe Dixon, der neue Keyboarder und Nachfolger des verstorbenen Kofi Burbridge, als Songschreiber und Co-Sänger neben der wie immer wunderbaren Susan Tedeschi im Mittelpunkt. Höhepunkt der ersten Folge ist aber das über 12minütige und in reduzierter Quintett-Kernbesetzung (neben Trucks sind der Keyboarder, der Bassist und beide Drummer dabei) eingespielte Instrumentalstück "Pasaquan". Allerbeste Allman-Brothers-Musik ohne einen Fitzel Nostalgie oder Langeweile.
(2022-10-02)

Auf den dritten Platz meiner Jahresliste habe ich die vier Alben dieser Rock-Big-Band aus Florida gewählt, die eigentlich alle zusammengehören: "I Am The Moon". Von den insgesamt 24 Liedern mit zusammen etwas 2 Stunden Spielzeit ist natürlich nicht jedes grandios, aber insgesamt ist das wohl ein tolles 4fach-Album!
(2022-12-28)
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#3: Tedeschi Trucks Band: "I Am The Moon: II. Ascension" (Universal/Fantasy, CD: Juli * Vinyl: Sep. 2022)
Folge zwei gefällt mir fast noch besser als die erste! Die sieben Lieder sind ohne einen einzigen Ausfall. Besonders gelungen sind dabei die beiden längeren Titel, auf denen Derek Trucks mit seinem einzigartigen Klang der Slidegitarre beeindruckt, mit ihren Mikrointervallen, kleiner als unsere abendländischen Halbtonschritte, sich an indischer bzw. pakistanischer Musik orientiert. Letzteres kann ich als Unwissender allerdings nur vermuten, da ich weiß, dass Trucks ein großer Fans des pakistanischen Sängers Nusrat Fateh Ali Khan ist.
(2022-10-03)
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#3: Tedeschi Trucks Band: "I Am The Moon: III. The Fall" (Universal/Fantasy, CD: Juli * Vinyl: Sep. 2022)
Teil III der Reihe kommt zwar ohne einen überlangen Überflieger aus, ist aber ebenfalls gelungen - also ohne einen einzigen Ausfall! Beim ersten Hören gefällt mir besonders gut "Gravity" mit seinem Little Feat- bzw. New Orleans-Touch.
(2022-10-16)
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#3: Tedeschi Trucks Band: "I Am The Moon: IV. Farewell" (Universal/Fantasy, CD: Aug. * Vinyl: Sep. 2022)
Der Abschluss dieser wunderbaren Reihe!
(2022-10-18)
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#4: Jeb Loy Nichols: "United States Of The Broken Hearted" (On-U Sound, Nov. 2022)
Seit den 90ern mag ich diese scheinbar ungewöhnliche Musikmischung von Jeb Loy Nichols - Folk, Soul und Reggae. Zuerst mit der Band Fellow Travellers, ab den 00er-Jahren auch Solo, wobei ich zugeben muss, dass ich ihn in den letzen zehn Jahren etwas aus den Augen und Ohren verloren hatte. Dann gab es im letzten Jahr das ziemlich gute Album "Jeb Loy" mit der finnischen (!) Retro-Soulband "Cold Diamond" - und jetzt als Steigerung eine Zusammenarbeit mit dem legendären englischen Dub- und Reggae-Produzenten Adrian Sherwood. Leider kenne ich mich in dem Umfeld nicht genug aus, um beurteilen zu können, ob das ihre erste oder eine erneute Zusammenarbeit ist. Aber egal - tolle Song, wunderbar sanfter Gesang (Jeb Loys Markenzeichen), tolle Begleitung (u.a. Cello, Bläser und Ex-Felt Keyboarder Martin Duffy) und wunderbare Dub-Effekte.
(2022-12-26)

2022 war es am Jahresende der dritte Platz, der Nachfolger 2023 schafft es auf den vierten Platz: Folkrock mit einem genialen Schuss Reggae bzw. Dub.
(2022-12-28)
[Fellow Travellers| Jeb Loy Nichols with Cold Diamond & Mink]
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#5: Tom Liwa: "Eine Andere Zeit" (D,DMFK, Okt. 2022)
Da hat es der Ex-Duisburger doch noch auf seine alten Tage mit der neuen CD zum Album des Monats im Rolling Stone gebracht! Nicht, dass das jetzt den kommerziellen Durchbruch bedeuten würde. Ich verfolge seine Musik bereits seit den frühen Tagen der Flowerpornoes in den 80ern bei uns am Niederrhein, war immer von seiner Musik, vor allem von seinen Texten, beeindruckt, auch wenn mir die Musik dazu nicht immer gefiel. Ähnlich wie bei Neil Young hätte ich mir da manchmal etwas mehr Konzentration auf das musikalische Handwerk gewünscht. Auf dem neuen Album stimmt jetzt alles: Songs und musikalische Ausführung. Schön finde ich auch, dass der legendäre Didier Malherbe von Gong dabei ist, und nicht nur schön flippige Töne auf diversen Blasinstrumenten beisteuert, sondern irgendwie auch Tom Liwa und sein musikalisches Schaffen adelt.
(2022-11-07)

Das wird ja immer besser: Im Rolling Stone jetzt auch noch das Album des JAHRES! Kann man das noch steigern? Man(n) kann das, denn auch bei mir hat er es in die Bestenliste des Jahres geschafft.
(2022-12-30)
[Gong | Flowerpornoes]

Die Jahrescharts 2022: Platz1im Rolling Stone!

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Konzerthighlight: Alte Molkerei, Bocholt, 21.09.2023
Liwa nicht mit den Flowerpornoes, sondern mit seiner neuen (?) "Leuchtturmband" in einem Club in Bocholt, der für mich als Zuhörer eine Premiere ist. Ein gelungener Abend mit einer toller Band, darunter der großartige Schlagzeuger Lars Plogschties vom Album, und vielen tollen Songs, die ich größtenteils nicht kannte. Möglicherweise einer der besten Gigs von Liwa, bei dem ich in den letzten Jahrzehnten dabei war.
(22.09.2023)

#6: Laura Veirs: "Found Light" (Bella Union, Juli 2022)
Ich kenne kaum eine Sängerin und Songschreiberin, die ich schätze und die so zuverlässig in der Quantität und Qualität ihrer Arbeit auf meinem Radar auftaucht. Wäre ich gehässig, so würde ich sagen, dass Laura Veirs neue Alben immer vorhersehbar (sehr gut) sind. Einzige Änderung beim neuen Album: Ex-Gatte Tucker Martine ist jetzt auch den Job als Lauras Produzent los, neuer Kreativpartner und Co-Produzent ist der New-Yorker Multiinstrumentalist Shahzad Ismaily, den ich schon von einigen seiner Kooperationen kenne (z.B.: Bonnie "Prince" Billy, Johanna Borchert). Lauras erstes Album ohne den Ex klingt etwas weniger aufwändig, aber nicht weniger gelungen.
(2022-07-31)

Nicht weniger gelungen als vorherige Alben, aber dieses mal leider "nur" Platz 6 in meiner Jahresliste - das wäre mein Kommentar als Miesepeter. Man(n) kann es aber auch viel positiver formulieren: zum siebten mal in Folge hat es ein Album von Laura Veirs unter meine Jahresbesten geschafft, davon dreimal sogar auf Platz 1.
(2022-12-30)
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#7: Dawes: "Misadventures Of Doomscroller" (Rounder/HUB, Juli 2022)
Die Band aus L.A. habe ich eigentlich schon seit ein paar Jahren auf dem Radar und mir auch in der Vergangenheit schon das eine oder andere ihrer Alben gegönnt. Zuletzt ging das aber irgendwie an mir vorbei und fast hätte ich auch das neue Album übersehen oder sogar ignoriert. Neugierig wurde ich letztendlich, weil die Band angeblich jetzt "Prog-Rock" machen würde, aber ich kann Entwarnung geben: ja, die Stücke sind länger als gewohnt (7 Lieder in knapp 45 Minuten) - ja, es gibt viele Soli auf Gitarre und Keyboards - aber "Prog-Rock" ist das nicht, wie ich finde. Eher klingt es für mich wie "Blues For Allah" von den Grateful Dead (was ein ziemlich großes Lob aus meinem Mund ist!). Da fällt mir noch ein: auch "Blues For Allah" wurde damals von Kritikern in den Prog-Rock-Zusammenhang gebracht. Aber keine Sorge: weder die Dead 1975 noch die Dawes 2022 klingen wie Yes oder King Crimson oder von mir aus auch Porcupine Tree.
(2022-08-20)
[Blues For Allah | Jonathan Wilson]

Die Jahrescharts 2022: Platz18im Rolling Stone!

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#10: Jerry Leger: "Nothing Pressing" (Warner/Latent, CD: März 2022 * Vinyl: April 2022)
Ein ganz vorzüglicher Singer/Songwriter aus Kanada, den ich erst kürzlich durch Zufall entdeckt habe! Tolle Lieder & interessante Texte. Die Klänge sind tief verwurzelt in den 70ern, zum Beispiel ist das einzige eingesetzte Tasteninstrument das Wurlitzer E-Piano. Bassist und Schlagzeuger haben sicherlich schon mal Neil Youngs "Harvest" Album gehört. Trotzdem ist das Album nicht altbacken oder nostalgisch, sondern klingt sehr frisch.
(2022-05-01)
[The Cowboy Junkies]

Die Jahrescharts 2022: Platz42im Rolling Stone!

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#11: Weyes Blood: "And In The Darkness, Hearts Aglow" (Sub Pop, Nov. 2022)
Vor drei Jahren hatte mir schon das Vorgängeralbum "Titanic Rising" sehr gut gefallen. Und auch die neue Platte ist gelungen. Der Joni-Mitchell-Vergleich ist mir nicht gekommen. Ich habe stattdessen Ähnlichkeiten zu Aimee Mann entdeckt. Wer mich kennt, weiß dass das ein großes Lob ist.
(2022-12-25)
[Titanic Rising | Aimee Mann]

Die Jahrescharts 2022: Platz2im Rolling Stone!

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#12: Jochen Distelmeyer: "Gefühlte Wahrheiten" (Sony/Four, Juli 2022)
Ich finde Jochen Distelmeyer schon seit Blumfeld-Zeiten gut, allerdings bin ich kein so großer Fan, dass ich da automatisch bei jeder neuen Platte dabei bin. Dieses mal haben ich mich die Vorab-Singles, die in den letzten Monaten schon bei Klaus Fiehe auf 1Live zu hören waren, aber überzeugt: ein richtig gutes Doppelalbum, tolle Songs, außergewöhnlich gut produziert, was früher bei Blumfeld eher nicht so war. Bei manchen seiner meist deutlich erfolgreicheren Deutsch-Rock-Kollegen, ich nenn' mal besser keine Namen, käme dabei vielleicht Kitsch heraus. Hier dagegen darf man aber durchaus den Vergleich mit Steely Dan oder Prefab Sprout wagen, ohne dass das peinlich wirkt.
(2022-07-31)
[Blumfeld]

Die Jahrescharts 2022: Platz19im Rolling Stone!

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#13: The Jazz Butcher: "The Highest In The Land" (Tapete, Feb. 2022)
Im November 2021 verstarb der englische Sänger und Gitarrist Pat Fish, den ein kleiner Teil der Welt als den "Jazz Butcher" kannte, bzw. dessen Bandleader er war - so ganz klar ist das nie gewesen. Im Sommer des letzten Jahres hat er sich mit ein paar alter Kumpels, vor allem Drummer Dave Morgan und Bassist Tim Harries, ins Studio begeben, um sein letztes Album aufzunehmen. Für mich war es schwierig, dieses Album jetzt mit etwas Verzögerung nach seinem Tod wie ein normales Album zu hören - so dachte ich es jedenfalls. Aber es ist einfach ein wunderschönes Album und somit ein tolles Abschiedsgeschenk bzw. ein tolles Vermächtnis.
(2022-03-08)
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#14: Kurt Vile: "(watch my moves)" (Verve, April 2022)
Auch Indierocker Kurt ist jetzt endlich bei einer großen Plattenfirma! OK, Verve ist natürlich das coole Label für Jazz und etwas seltsames Zeug aus den Bereichen Rock und Folk bei der Firma Universal und gibt's mindestens schon seit den seligen Hippiezeiten, aber das ist natürlich trotzdem ein gewagter Schritt, denn irgendwie muss am Ende ja auch hier die Kasse stimmen. Und dann noch ein echtes Doppelalbum mit 2 x 40 Minuten! Das hat ihm in dem Laden dann zu unserem Glück niemand ausgeredet. Oder es ist nicht aufgefallen? Auf jeden Fall gibt es hier an die 80 Minuten nicht immer geniales, aber immer gutes und spannendes Zeug, dass Kurt in seiner unnachahmlichen, tiefenentspannten Art uns allen präsentiert. Klasse Platte!
(2022-06-05)

Die Jahrescharts 2022: Platz50im Musikexpress und Platz46im Rolling Stone!

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#15: Bill Callahan: "Ytilaer" (Drag City, Okt. 2022)
An dieser Stelle darüber zu berichten, dass die neue Platte von Bill Callahan toll ist, wäre unnötig, weil der in den letzten Jahren nur gute Platten herausgebracht hat. Da möchte ich doch lieber das wunderschöne, nostalgische Papp-Cover der CD loben, die mich mit moderaten 16,99€ darüber hinwegtröstet, das für die im Februar 2023 erscheinende Vinylausgabe dreiste 39,99€ verlangt werden.
(2022-10-31)

Die Jahrescharts 2022: Platz3im Rolling Stone!

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#16: Kevin Morby: "This Is A Photograph" (Dead Oceans, Mai 2022)
Der Name dieses Singer/Songwriters fiel mir bereits gelegentlich auf, aber erst jetzt, beim 7. Soloalbum, bin ich aufmerksam genug geworden, um dabei zu sein! Eines der abwechslungsreichsten Alben im Bereich "Folkrock im weitesten Sinne", das ich in letzter Zeit gehört habe.
(2022-10-19)

Die Jahrescharts 2022: Platz10im Rolling Stone!

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#17: Midlake: "For The Sake Of Bethel Woods" (Bella Union, März 2022)
Midlake haben sich in den letzten Jahren ziemlich rar gemacht. Das neue Album knüpft nahtlos an die genialen Alben zuvor an. Großartig. Kandidat für die Jahresliste 2022
(2022-03-27)
[Antiphon]
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Mekons: "Exquisite" (Digital: Juni 2020 * Vinyl: Glitterbeat, Jan. 2022)
Das neue Album der Mekons wird etwas "versteckt" vom Glitterhaus-Weltmusik-Ableger Glitterbeat mit Verspätung und in limitierter Auflage nun auch auf klassischem Tonträger veröffentlicht.
(2022-01-18)
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The Pearlfishers: "The Young Picnickers" (Marina, 1999 * April 2022)
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The Pearlfishers: "Across The Milky Way" (Marina, 2001 * April 2022)
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The Pearlfishers: "Up With The Larks" (Marina, 2007 * April 2022)
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Neil Young: "Eldorado" (Reprise, CD: Apr. 1989 * Vinyl: Aug. 2022)
[Freedom ]
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Fink: "Vogelbeobachtung Im Winter" (iXiXeS, CD: Apr. 1997 * Vinyl: Trocadero, Sep. 2022)
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Fink: "Loch in der Welt" (iXiXeS, CD: 1998 * Vinyl: Trocadero, Sep. 2022)
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Fink: "Mondscheiner" (L'age D'or, CD: 1999 * Vinyl: Trocadero, Sep. 2022)
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Fink: "Fink" (L'age D'or, CD: 2001 * Vinyl: Trocadero, Sep. 2022)
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Fink: "Haiku Ambulanz" (Trocadero, 2003 * Sep. 2022)
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Fink: "Bam Bam Bam" (Trocadero, 2005 * Sep. 2022)
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Die Höchste Eisenbahn: "Unzufrieden" (Tapete, CD 2012 * Vinyl Dez. 2022)
[Schau In Den Lauf Hase | Gisbert zu Knyphausen | Moritz Krämer]
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auch gut ...

Cat Power: "Covers" (Domino, Jan. 2022)
Das ist nach "The Covers Record" (2000) und "Jukebox" (2008) bereits Chan Marshalls dritte Platte mit meist ungewöhnlichen Bearbeitungen von mehr oder weniger bekannten Fremdvorlagen.
(2022-01-21)
[Jukebox | Dark End Of The Street]
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Garcia Peoples: "Dodging Dues" (No Quater, Jan. 2022)
Diese Band habe ich kürzlich in der Kultradiosendung von Klaus Fiehe auf 1Live entdeckt, der die Truppe als "Gaukler" beschrieb. Für mich ist das einfach eine neue, spannende Band, bei der sich alles um Gitarren und Gitarrensoli dreht, so wie in meiner und Klaus' Jugend, den 70ern. Also würde "Jamband" als Kategorie vielleicht passen. Vergleiche mit Thin Lizzy kann ich nicht beurteilen, da ich Phil Lynotts Truppe nur aus deren Anfangszeit mit "Whiskey In The Yar" kenne, was wohl nicht gemeint sein wird. Der Vergleich mit den Meat Puppets passt dagegen besser: ebenfalls geniale Gitarren-Gniedler, aber so wie die "Garcia Völker" nicht die allerbesten Sänger (jeder darf mal an's Mikro ...), aber trotzdem tolle Musik. Ob der Bandname vielleicht etwas unsubtil in Richtung Jerry Garcia, den toten Meistergitarristen der Mutter aller Jambands, den Grateful Dead, verweisen soll? Keine Ahnung! Klaus Fiehe hat sich auf jeden Fall nicht in diese Richtung geäußert. Ach ja: "produziert" hat die Platte Will Oldhams Kumpel Matt Sweeney, besser gesagt: er hat die Jungs wahrscheinlich einfach machen lassen und obwohl sie gleich drei Gitarristen in den eigenen Reihen haben, natürlich selber noch seine Gitarre ausgepackt. Wo sonst immer nur drei Gitarristen spielen, da ist auch Platz für vier.
(2021-02-13)
[The Grateful Dead | Meat Puppets | Matt Sweeney & Bonnie 'Prince' Billy]
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Lady Blackbird: "Black Acid Soul" (BMG/Foundation, Jan. 2022)
Wunderbarer, entspannter Jazz der amerikanischen Jazzsängerin Marley Munroe mit klassischem Sound (Piano, Bass, Schlagzeug). Aber wieso "Acid"? Das führt eher zu Missverständnissen, wer hier jetzt einen Ersatz für Amy Winehouse erwartet, liegt komplett daneben.
(2022-02-06)
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Big Thief: "Dragon New Warm Mountain I Believe In You" (4AD, Feb. 2022)
Ein echtes Doppelalbum: 20 Lieder, 2x40 Minuten. Das ist vielleicht dem einen oder anderen etwas zu viel des Guten - aber es ist eben genau das: gut. Ein tollte Band mit einer tollen Sängerin und Songschreiberin, die hier etwas großes geschaffen haben.
(2022-03-20)

Die Jahrescharts 2022: Platz7 im Musikexpressund Platz6im Rolling Stone!

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Erin Rae: "Lighten Up" (Thirty Tigers/Good Memory, Feb. 2022)
Ihr zweites Album hat die Sängerin und Songschreiberin Erin Rae McKaskle, deren Namen mir zum ersten Mal im Klappentext des Solodebüts von Spencer Cullum aufgefallen war, mit dem von mir bereits mehrfach gewürdigten Produzenten und Multiinstrumentalisten Jonathan Wilson aufgenommen und klingt deshalb auch etwas weniger puristisch ausgefallen.
(2022-03-22)
[Jonathan Wilson | Spencer Cullum]
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Bobby Weir & Wolf Bros: "Live In Colorado" (Third Man, Febr. 2022)
Seit langem habe ich mir mal wieder ein aktuelles Live-Album mit Grateful Dead-Musik gegönnt, etwas, von dem es in den letzten Jahren (bzw. Jahrzehnten) viel zu viel gab, denn statt der x-ten Version von "Friend Of The Devil" wären mir neue Musik und neue Lieder der überlebenden Dead-Musiker viel lieber. Immerhin ist das der erste offizielle Tonträger von Bob Weir mit den sogenannten "Wolfsbrüdern", zu denen an vorderster Front Drummer Jay Lane (der mit Weir schon vor 20 Jahren beim ähnlich gelagerten Projekt "Ratdog" gespielt hat) und Bassist Don Was (legendärer Produzent und Präsident vom Jazz-Label Blue Note) gehören. Dazu kommen Keyboarder Jeff Chimenti, bereits bei zahlreichen Dead-artigen Projekten dabei, sowie der in diesem Zusammenhang bislang unverdächtige Hawaii-Gitarrist Greg Leisz, der mit (fast) allen spielt, die einen Pedal-Steeler brauchen - weil er es eben kann. Bei einigen Stücken sind auch Bläser und Streicher dabei, die aber keine prominente Rolle spielen. Die Songauswahl ist sehr gut, ein paar Jerry Garcia-Songs, Dylan, Cash und Marvin Gaye-Titel auf der ersten Platte, auf der zweiten sogar nur Bob Weir-Songs von Soloplatten und von den Dead. Darunter sogar ein Lied von 1983, dass es nie zu einer Studioveröffentlich brachte ("My Brother Esau") und ein schönes Lied vom noch ziemlich neuen Soloalbum "Blue Mountain" von 2016 ("Only A River"). Insgesamt hörenswert und absolut kein Fehlkauf- was ich nicht von jeder meiner posthum erschienen Dead-Live-CDs sagen kann.
(2012-12-23)
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The Jeremy Days: "Beauty In Broken" (Circushead, März 2022)
Ich muss gestehen, dass ich die Band zu ihrer großen Zeit in den späten 80ern ("Brand New Toy") zwar gehört und auch für "ganz gut" befunden habe, aber ich war kein Fan im engeren Sinne. Erst die Soloaktivitäten von Dirk Darmstaedter in den 00er und 10er Jahren unter dem "Bandetikett "Me & Cassity" haben mich wirklich überzeugt. Komischerweise scheint diese Reunion der alten Truppe (nur der Bassist von damals scheint nicht mehr dabei zu sein) heute kaum jemand zu interessieren. Dabei knüpft "Beauty In Broken" musikalisch und qualitativ nahtlos an die alten Erfolge an.
(2022-05-21)
[Me And Cassity]
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Charles Lloyd: "Trios 1 - Chapel" (Universal/Blue Note, März 2022)
[Blue Note]
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"Anaïs Mitchell" (BMG Rights, März 2022)
Das neue, titellose Soloalbum der von mir erst spät entdeckten Sängerin und Songschreiberin, die auch Teil der Band "Bonny Light Horseman" ist, wurde ebenfalls erst zeitverzögert von mir wahrgenommen - und zwar, weil sie kürzlich im ZDF-Frühstücksfernsehen zu sehen & hören war. Normalerweise schaue ich morgens kein Fernsehen, also ist es wohl eine glückliche Fügung, dass Mrs. Mitchell zum Jahresende für ihr bereits im Frühjahr erschienenes Album auf Promotionreise in Deutschland war.
(2022-12-30)
[Bonny Light Horseman]
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The Weather Station: "How Is It That I Should Look At The Stars" (Fat Possum, März 2022)
Mit etwas Verzögerung habe ich jetzt auch das neue Album von Tamara Lindeman gehört - gefällt mir auch gut. Sehr ruhig, sehr zurückhaltend, (trotzdem?) sehr schön
(2022-05-20)

Die Jahrescharts 2022: Platz11im Rolling Stone!

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Archive: "Call To Arms & Angels" (Play It Again Sam/Dangervisit, April 2022)
Die echten Archive-Hardcorefans werden jetzt sicher fragen: wie kommt der Kerl nach all den Jahren plötzlich auf diese Band? Ganz einfach: kürzlich gab es bei WDR5, wo ich manchmal Wortbeiträge genieße um der tagesaktuellen Popmusik zu entgehen, spätabends eine komplette Sendung zum neuen Album, was mich neugierig gemacht hat. Die Entscheidung war nach ein paar weiteren YouTube-Videos schnell gefallen: die Platte muss her. Und hier gingen die kleineren Probleme bzw. Widrigkeiten los, denn es gibt zahlreiche Veröffentlichungsformate: von der "schlichten" Doppel-CD für schlappe 17 Oiro, über das "normale" Dreifach-Vinyl für knapp über 40 bis hin zum "Limited Deluxe Edition Box Set (White Vinyl)" für sage und schreibe 110 Toiros. Gerne hätte ich natürlich wenigstens die mittelteure Standardvinylversion geordert, aber auch das war mir dann zu teuer. Also lausche ich jetzt der CD-Ausgabe, die in einem ansehnlichen Pappcover daherkommt und, wenn ich mal ehrlich bin, völlig ausreicht, um diese schöne Musik kennenzulernen und zu geniessen.
(2022-06-27)
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M. Byrd: "Orion" (V2/Know Less, April 2022)
Hinter dem "Bandpseudonym" M.Byrd steckt der multiinstrumentell begabte Max Barth, der außer Schlagzeug und weiblichen Chorstimmen auf seiner Debüt-EP alles selber eingespielt hat. Kürzlich in der kurzweiligen und spannenden Radiosendung vom charmanten, aber leicht schrägen Klaus Fiehe auf 1Live entdeckt. Die verhallten Aufnahmen lassen schon erahnen, dass da jemand mit viel Talent sich bereit macht für die großen Bühnen. Um mal das böse Wort "Sta***rock" zu vermeiden. Gefällt mir (trotzdem?) sehr gut. Und hoffentlich kommt da noch mehr in Albumlänge. Oder machen die junden Leute heute keine Alben mehr? Immerhin ist "Orion" eine Vinyl-EP!
(2022-06-05)
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North Mississippi Allstars: "Set Sail" (New West, April 2022)
Den Namen der Band von Luther und Cody Dickinson, den Söhnen des legendären Musikers und Produzenten Jim Dickinson, kannte ich zwar schon, aber jetzt bin ich erst dazu gekommen, mich mit ihrer Musik zu beschäftigen: Rockmusik, die gleichzeitig alt (verwurzelt in den 60ern und 70ern) und sehr frisch klingt, mit Wurzeln in Blues, Country, Soul und Jazz. Wer mit anderen späten "Hippiebands" aus dem Süden der USA, also zum Beispiel der Tedeschi-Trucks-Band, den Black Crowes, Hiss Golden Messengers oder den Wood Brothers etwas anfangen kann, der ist hier richtig aufgehoben.
(2022-04-17)
[The Black Crows | Wood Brothers| Tedeschi Trucks Band| Hiss Golden Messengers]
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Flora Purim: "If You Will" (Strut, April 2022)
[Brazil!]
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Bonnie Raitt: "Just Like That" (Redwing, April 2022)
Bonnie Raitt ist schon verdammt lange dabei und macht jetzt ohne den kommerziellen Drucks eines Majorlabels anscheinend nur noch das, was sie mag - und das ist richtig gut! Sie hat schon immer auf Material anderer Autoren gesetzt, das oft extra für sie geschrieben wird. Ab und zu auch ein paar eigene Lieder. Dazu eine seit Jahrzehnten eingespielte Band. Eine richtig schöne, altmodische, besser gesagt: zeitlose Platte, die auch vor ein paar Jahrzehnten hätte erscheinen können! Da gibt's ein paar andere Kollegen aus der Zeit, die nix neues produzieren und nur noch als Oldie Shows unterwegs sind.
(2022-06-12)
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Spiritualized: "Everything Was Beautiful" (Bella Union, April 2022)
Spacemans "neue" Band ist jetzt auch schon eine ganze Weile dabei und die Hinweise auf seine alte, legendäre Band sollen hier mal nicht explizit kommen. Stattdessen (wie immer) ein Lob für das schöne Cover, das mal wieder an eine Pillenverpackung erinnern soll, dieses mal allerdings nur auf das Vinylcover aufgedruckt, aber ich werde das Cover meiner Platte natürlich nicht zerschnibbeln, um daraus eine Pillenschachtel zu basteln. Davon stehen bei mir altersgerecht schon genug herum. Aber vielleicht wäre das ja eine Idee für das nächste W4L-Cover, das im Herbst ansteht? Ach, jetzt habe ich doch glatt vergessen, etwas zur Musik zu sagen: wie immer leicht bombastischer Spacerock mit Gospelchoreinlagen. Und wie immer sehr hörenswert.
(2022-06-12)
[Ladies And Gentlemen We Are Floating In Space]
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Belle and Sebastian: "A Bit Of Previous" (Matador, Mai 2022)
Die schottische Band um den Sänger & Songschreiber Stuart Murdoch habe ich eigentlich immer schon gemocht, aber inzwischen (nach 25 Jahren?) ist die Band absolut zeitlos mit ihrer Musik. Balsam für meine Ohren und ein paar weitere Sinnes- und andere Organe.
(2022-06-18)
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Bouet: "Hollywood" (Stockroom Recordings, Mai 2022)
Christoph Bouet ist ein bekannter und anscheinend auch erfolgreicher deutscher Maler, von dem ich als Kunstbanause aber noch zuvor noch nie etwas gehört hatte. Kürzlich ist ein Artikel über ihn im Rolling Stone erschienen, in dem es aber um sein Hobby geht: Songs schreiben, aufnehmen und auf Platte zu veröffentlichen. Seine musikalischen Vorbilder dabei sind Bob Dylan, Neil Young und andere Singer/Songwriter der goldenen Ära der späten 60er bis frühen 70er. Das hat mich neugierig gemacht: "Hollywood" ist eine gelungene Platte, die sich nicht hinter den großen Vorbilden zu verstecken braucht. Und Christoph Bouet ist nicht nur ein guter Maler, sondern auch als Songschreiber, Sänger und Multiinstrumentalist begabt.
(2022-06-06)
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Simon Joyner: "Songs From A Stolen Guitar" (BB*Island/Grapefruit, Mai 2022)
Den Sänger und Songschreiber habe ich vor ein paar Jahren mit dem Album "Step Into The Earthquake" für mich entdeckt, obwohl er schon sehr viel länger dabei sein soll. Tolle Songs, manchmal etwas gewöhnungsbedürftiger Gesang, der sich nicht um die üblichen Gepflogenheiten für guten und "richtigen" Gesang kümmert, was Joyner und seine oft karge Musik für mich nur noch schöner und spannender macht. Auch das neue Album ist da nicht anders.
(2022-06-19)
[Step Into The Earthquake]
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Lyle Lovett: "12th Of June" (Universal/Verve, Mai 2022)
Erstes neues Album des texanischen Sängers, Schauspielers und Songwriters seit vielen Jahre, musikalisch wie immer von aller erster Güte. Leider war mir die LP zu teuer, was in letzter Zeit öfter passiert. Also musste die schnöde CD reichen.
(2022-07-16)
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Der Mann: "Top" (Staatsakt, Mai 2022)
Das Nebenprojekt von den Türen (oder sagt man: "von Die Türen"?) hat klammheimlich ein neues Album herausgebracht und ich habe es leider erst kürzlich per Zufall entdeckt! Zum von den Türen (ich bleibe mal bei meiner Schreibweise) bekannten Kern, Sänger Maurice Summen und Bassist Ramin Bijan, kommen dieses mal Blumfeld- und teilweise auch Robert Forster- und Türen-Keyboarder Micha Mühlhaus und der Gitarrist Johannes von Weizsäcker, sowie der laut Cover "Top-Drummer" Moritz Baumgärtner. Das mit dem "Top-Drummer" ist wohl auch so ein wunderbares Spiel mit den Worten, wo man nicht sicher weiß, ob das Spass oder Ernst oder überhaupt eine geplante Pointe ist. Ich liebe diese coole Musik mit den witzigen und gleichzeitig albernen und klugen Texten, die sich nicht darum schert, in irgendwelche Trends zu passen, aber irgendwie doch von jedem Trend weiß.
(2023-04-01)
[Wir Sind Der Mann | Die Türen]
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Amanda Rheaume: "The Spaces In Between" (Universal/Ishkodé, Mai 2022)
Ist das wirklich schon fast drei Wochen her mit dem tollen Konzert im Karo? Ich bin doch tatsächlich erst jetzt zum Hören der dort gekauften Platte gekommen - aber letztendlich liegt da bei mir immer ein Stapel (mehr oder weniger) frisch gekaufter Platten, die alle gehört werden wollen! Das Album ist gut, auch gut produziert, was ja für mich nicht unbedingt ein ausschlaggebendes Kriterium ist. Das hier ist gut produzierter, leicht altmodischer Mainstream-Countryrock (kanadischer Americana?) - und das soll mal durchaus ein Lob sein. Keine Anbiederung an moderne Produktionen, auch nicht an moderne Nashville-Produktionen, aber auch keine Anbiederung an (bewußt) unterproduzierte Musik, wie sie zum Beispiel geniale Singer/Songwriter wie Bonnie "Prince" Billy machen. Alles passt, auch die durchaus ernsthaft vorgetragenen Botschaften in den Texten, die immer etwas mit Amandas Rolle als lesbische, indigene Frau zu tun haben, die nie belehrend sind. Und immer ist die Musik gut, was vor allem an Amandas toller Stimme und ihrer Klasseband liegt. Tatsächlich scheinen das weitgehend die selben Musiker wie beim Konzert zu sein, definitiv ist auf jeden Fall der Gitarrist Blair Hogan auch auf Platte für die Elektrische verantwortlich.
(2023-05-19)
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Konzerthighlight: Karo, Wesel, 01.05.2023
Eine Neuentdeckung für mich ist diese kanadische Sängerin und Songschreiberin, die gestern mit ihrer großartigen Band einen überzeugenden Gig im wunderbaren Weseler Karo hingelegt hat. Zu dem Gig bin ich mit Drummer Locke eigentlich nur aus pragmatischen Gründen gefahren, nämlich um dort die Plakate für unseren eigenen Auftritt mit W4L in drei Wochen abzugeben. Also war die Erwartungshaltung überschaubar. Allerdings war Miss Rheaume (spricht man/frau wohl [Ri-O-Mi] aus) dann aber so dermaßen gut, dass ich mir doch glatt 20 Oiro von meinem Trommelbuddy leihen musste, um mir dieses tolle Platte auf Vinyl leisten zu können!

The Dream Syndicate: "Ultraviolet Battle Hymns and True Confessions" (Fire, Juni 2022)
Steve Wynn und seine Truppe sind seit ihre Reunion vor ein paar Jahren ziemlich fleißig, ich hab sogar nicht mitgezählt wie viele Alben in der "Neuzeit" dazugekommen sind zu den Glanztaten der 80er. Die "Ultravioletten Kriegshymnen" sind sogar nochmal ein Fortschritt gegenüber dem 200er-Werk "The Universe Inside". Dieses mal wieder kurze, knackige Lieder und keine langen Improvisationen - die ich allerdings auch sehr schätze. Alte Säcke in vollem Saft!
(2022-07-18)
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Husten: "Aus Allen Nähten" (Kapitän Platte, Juni 2022)
Deutschsprachige Allstarbands aus jüngerer Zeit, die musikalisch nicht enttäuschen oder langweilen, ja sogar begeistern? Da fallen mir drei Namen ein: zuerst mal "Kid Kopphausen" mit Gisbert zu Knyphausen und dem leider viel zu früh verstorbenen Niels Koppruch, die es deshalb natürlich nicht mehr gibt. Für "Die Höchste Eisenbahn" haben sich Francesco Wilking und Moritz Krämer gesucht und gefunden. Gisbert hat's dann noch mal gemacht und zwar zusammen mit dem Produzenten Moses Schneider und dem "Dünnen Mann" die Band "Husten" gegründet. Moses ist natürlich ein Star unter den deutschen Rockproduzenten (Tocotronic, Beatsteaks, etc.). Ob der "Dünne Mann" auch zu den Stars gezählt werden kann weiß ich nicht, soll aber mal egal sein, denn die drei haben in den Jahren vor Corona vier tolle EPs aufgenommen, immer mit einer bespielten Seite und einer geätzten Graphik auf der anderen, und jetzt mit mehr Zeit und etwas größerer Pause sogar ein ganzen Album, das (natürlich!) auch wieder ganz großartig geworden ist. Ach ja - Max Schröder trommelt in der Eisenbahn und beim Husten und wäre mit Olli Schulz als "Der Hund Marie" auch so etwas wie ein Star(trommler).
(2022-06-19)
[Kid Kopphausen | Die Höchste Eisenbahn | Wohin Wir Drehen (EP #3)]

Die Jahrescharts 2022: Platz9im Rolling Stone!

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Jetzt!: "Können Lieder Freunde sein?" (Tapete, Juni 2022)
Ich kann mich noch ganz schwach an einen Artikel in einer Musikzeitschrift aus den 80ern erinnern (das war sicherlich SPEX oder ein Fanzine), in dem ein paar aufstrebende Nachwuchskünstler vom ostwestfälischen Label "Fast Weltweit" (oder so ähnlich?) vorgestellt wurden. Dazu gehörten nach meiner zugegebenermaßen recht blassen Erinnerung Jochen Distelmeyer, der dann mit der Band Blumfeld bekannt wurde, Bernadette Hengst, die später in der von mir verehrten Damenkombo "Die Braut Haut Ins Auge" sang, Bernd Begemann und, wie ich kürzlich erst erfahren habe, Michael Girke von der Band "Jetzt!", der als einziger von den vieren keine Musikkarriere machte. Ich muss gestehen, dass ich von seiner Band "Jetzt!" bisher noch nie etwas gehört habe. Trotzdem gibt es wohl Fans seit damals, besonders beim Hamburger Label Tapete, die jetzt (Achtung: Wortspielalarm!) dafür gesorgt haben, dass Michael Girke doch noch einen Platz im Rampenlicht bekommt. Produziert von Thomas Wenzel, auch aus OWL (OWL = Ostwestfalen-Lippe, ihr Erdkundebanausen!), Bassist bei den legendären Goldenen Zitronen aus Hamburg und bei den Sternen. Letztere Band natürlich auch aus OWL (woher sonst?). Deren Sänger Frank Spilker soll auch mal bei "Jetzt!" gespielt haben. Es kann allerdings sein, dass ich hier jetzt was durcheinanderbringe. Die Musik der neuen Platte? Ich habe gelesen, es klingt wie eine Mischung aus Woodstock und Burg Waldeck, was natürlich Quatsch ist, aber eben auch lustig. Sagen wir's also besser so: leicht schrammeliger Gitarrenpop mit ausgezeichneten deutschen Texten. Mag ich inzwischen sehr. Ach ja: entdeckt kürzlich Sonntagnacht bei Klaus Fiehe auf 1Live.
(2022-07-18)
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Das Paradies: "Transit" (Grönland, Juni 2022)
Man(n) muss kein Grönemeyer-Fan sein, um die Arbeit seines Plattenlabels "Grönland" zu schätzen. Hier sind wichtige Krautrocksachen wieder veröffentlicht worden, zum Beispiel "Neu", aber auch der von mir hochgeschätzte Niels Frevert ist dort zu Hause. Hinter dem Paradis steckt der Leipziger Florian Sievert, der zuvor im Duo als "Talking To Turtles" auf Englisch unterwegs war, aber das ging irgendwie an mir vorbei. Seiner neue Platte habe ich, wie so einiges in letzter Zeit, beim unermüdlichen Klaus Fiehe auf 1Live entdeckt. Sonntagnachts ab 22 Uhr drei Stunden geballte Musik abseits des Mainstreams auf WDR1, wie es früher einmal hieß.
(2022-06-27)
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Naima Bock: "Giant Palm" (Sub Pop, Juli 2022)
Ein wunderbares Debütalbum auf einem legendären Label! Die in London ansässige Songschreiberin und Ex-Indie-Rock Bassistin kommt solo mit Unterstützung des Produzenten und Multiinstrumentalisten Joel Burton und vieler Freunde eher akustisch daher, man hört Brasilien (die Heimat ihres Vaters) und England (Folkrock) heraus. Eine Entdeckung bei Klaus Fiehe/1live. Wo sonst?
(2022-08-09)
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She & Him: "Melt Away: A Tribute To Brian Wilson" (Universal/Fantasy, Juli 2022)
Das Duo-Projekt "She & Him", bestehend aus der Schauspielerin Zooey Dechanel und dem Singer/Songwriter/Indierocker Matt Ward, ist schon ein paar Jahre im Geschäft, aber bisher hatte mich das nicht so wirklich interessiert. Schließlich gibt es ja viel zu viel gute Musik, als dass ich sie alle hören könnte, vor allem keine von singenden Schauspielern. Dieses mal war ich natürlich vor allem deshalb dabei: es geht um die Musik von Brian Wilson, aber eben nicht nur um die altbekannten Beach-Boys-Knaller, sondern eher um das coole Zeug vom Straßenrand, darunter auch "Deirdre" vom "Sunflower"-Album, das aber nur wenig mit Brian Wilson zu tun, sondern bis auf wenige Textzeilen von Bruce Johnston stammt. Aber egal, denn das ist ein ziemlich schönes Lied. Jetzt sind sogar noch zwei weitere Gründe dazugekommen, um diese Platte zu lieben: am Bass ist der legendäre Joe Spampinato von den legendären NRBQ dabei. Und Zooey Dechanel ist die jüngere Schwester von Emily Dechanel. Ich liebe natürlich die Serie "Bones - die Knochenjägerin" (trotz des blöden deutschen Titels der Serie). OK, das interessiert euch nicht ... auch egal.
(2022-08-09)
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Sorry Gilberto: "Psychoactive Ghosts" (Solaris Empire, Juli 2022)
Das neue Album des Berliner Duos habe ich im letzten Sommer leider verpasst, dann tauchte es aber zum Glück im Blog von Heino Walter auf. Wie immer wunderschöner DIY-Folkrock, abseits der Trends. Als großer Unterstützer dabei: Florian Sievers, auch bekannt als "Das Paradies" und vom Duo "Talking To Turtles", der Jakob Dobers schon auf seinem Soloalbum "Der Rest Vom Licht" begleitet hat, weshalb ich auch wohl angenommen hatte, dass "Sorry Gilberto", das Duo mit Anne von Keller, inzwischen wohl Geschichte sei. Man(n) irrt sich doch manchmal sehr gerne.
(2023-05-29)
[Construction Work & Stormy Weather | Twisted Animals | Der Rest Vom Licht | Das Paradies]
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The Wave Pictures: "When The Purple Emperor Spreads His Wings" (Moshi Moshi, Juli 2022)
Das neue Album dieses englischen Trios ist ein sattes Doppelalbum mit 20 Liedern und über einer Stunde Spielzeit - und es wird keinen Moment langweilig.
(2022-09-11)
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Motorpsycho: "Ancient Astronauts" (Stickman, Aug. 2022)
Ich kann nicht anders: ich muss hier erst mal etwas Quatsch aus dem Infotext (der Plattenfirma?) korrigieren:
  • Reine Fiske ist dieses Mal zwar wirklich nicht dabei, aber ein Mann und keine Frau. Außerdem wurde nicht zu dritt, sondern zu viert aufgenommen, denn Produzent Helge Sten (alias "Deathprod") hat als Keyboarder mitgespielt.
  • Das Bill Graham-Zitat stimmt zwar irgendwie im wörtlichen Sinne, bezieht sich aber auf "The Greatful Dead". Graham war aber weder bei denen noch der aktuellen Nachfolgeband "The Dead" Mitglied, sondern nur der Konzertveranstalter vom Fillmore West in San Francisco, wo diese oft gespielt haben. Außerdem: wenn Motorpsycho genau wie Grateful Dead die Einzigen sind, in dem was sie tun: Sind sie dann nicht sogar irgendwie auch die Besten, mangels Konkurrenz?

(2022-08-28)
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And Also The Trees: "The Bone Carver" (And Also The Trees, Sept. 2022)
Seit nun mehr als 40 Jahren machen die Brüder Simon Huw und Justin Jones nun ihre Musik - eigentlich immer das Gleiche, nämlich etwas düster-dunklen Sprechgesang und Gitarren, die gerne durch Effekte zur Mandolinengruppe mutieren. Was bei anderen vielleicht eine furchtbare Einordnung wäre, das ist hier als Kompliment gemeint, denn seit dieser Zeit ist das eine total spannende Angelegenheit. Das hat neben der künstlerischen Qualität der Beteiligten sicher auch damit zu tun, dass die Band es immer geschafft hat, sich dem Mainstream zu entziehen und seit einigen Jahren auch völlig autark ihre Musik produzieren und an die treue, wenn auch überschaubare Fangemeinde weitergeben kann.
(2022-12-26)
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Marina Allen: "Centrifics" (Fire, Sep. 2022)
Eine Neuentdeckung auf dem Debütalbum vom "Sylvie"-Projekt, wo diese junge Sängerin ein paar Lieder gesungen hat. Für Freunde des FrühBisMitte70erFolkrocksKalifornischerPrägung, also zum Beispiel mich. Schöner Gesang, schöne Lieder, schöne Akustkgitarren.
(2022-12-30)
[Sylvie]
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The House Of Love: "A State Of Art" (Cherry Red, Sept. 2022)
[Zehn Zoll]
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Kratzen: "Zwei" (Eigenvertrieb, Sep. 2022)
Zweites Album des Trios aus Köln, die sich selber das Etikett "Krautwave" angepappt hat, kürzlich entdeckt bei Klaus Fiehe (1Live). Mit "Wave" kenne ich mich nicht so gut aus und "Krautrock" kann ich nur in Spuren entdecken (eventuell ein wenig NEU! in Schlagwerk und Gitarre). Für mich klingt's so, dass mal wieder eine Band sich die Velvet Underground als Vorbild genommen hat - was mir dann ja auch meistens gefällt. Außerdem fragte ich mich beim ersten Hören nachts am Radio, vor allem wegen des Männlein-Weiblein-Wechselgesangs auf Deutsch, ob das vielleicht endlich eine neue Platte von den von mir hochgeschätzten Locas In Love wäre, die ja auch aus Köln sind. Oder waren. Die hohe musikalische und künstlerische Qualität von "Kratzen", in Songs und Umsetzung, zeigt klar, dass das hier keine schlichte Amateurproduktion ist. Darauf deutet auch in, dass der renommierte Produzent Olaf O.P.A.L. den Mix übernommen hatte.
Die ganze Veröffentlichung ist übrigenz eine Fleißarbeit mit liebevoller Hingabe:
  • Die auf 300 Exemplare limitierte Eigenveröffentlichung auf Vinyl
  • Das Cover in Handarbeit, anscheinend mit Schablonen beschriftet, schlicht und elegant
  • Erhältlich nur über die Internet-Plattform bandcamp.com

  • (2022-10-19)
    [Locas In Love | kratzen.bandcamp.com]
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    Charles Lloyd: "Trios 2 - Ocean" (Universal/Blue Note, Sept. 2022)
    [Blue Note]
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    Stereolab: "Pulse Of The Early Brain [Switched On Volume 5]" (Warp/Duophonic UHF Disks, Sep. 2022)
    Die fünfte Folge der Resteverwertung - vielleicht nicht mehr ganz so grandios wie beim letzten Mal, als die Archive durchstöbert wurden, aber immer noch so gut, dass die Anschaffung für mich ein Muss ist!
    (2022-09-18)
    [Refried Ectoplasm [Switched On Vol. 2] (1995) | Electrically Posessed [Switched On Vol. 4] (2021) ]
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    Arctic Monkeys: "The Car" (Domino, Okt. 2022)
    Diese Band aus England habe ich erst relativ spät für mich entdeckt. Vor allem wegen der Kompositionen und Gesangsleistungen von Band-Leader Alex Turner werden sie gerade sehr abgefeiert. Auf dem für gute Musik unverdächtigen Privatsender Pro7 gab es vor ein paar Tagen sogar ein Studiokonzert, wo das komplette Album "aufgeführt" wurde. Auch ich finde das Album gut, tolle Songs, gut arrangiert, gespielt und produziert, aber irgendwie ist es mir insgesamt etwas zu kompliziert. Und keines der zehn Lieder hat sich mir tatsächlich eingeprägt. Auch das Kriterium "Ohrwurm" gehört sich für mich zu einer richtig guten Platte. Deshalb kann ich die totale Begeisterung vom Pro7-Moderator und Publikum bei diesen hochkomplexen Kompositionen nicht ganz nachvollziehen. Vielleicht bin ich aber auch nur zu versnobt und traue den Leuten keinen guten Geschmack zu?
    (2022-12-18)

    Die Jahrescharts 2022: Platz17im Musikexpress und Platz14im Rolling Stone!

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    Pete Astor: "Time On Earth" (Tapete, Okt. 2022)
    Tapete Records aus Hamburg als Sammelbecken britischer Rocklegenden vergangener Zeiten, die zuhause keinen Plattenvertrag mehr bekommen? So sehen das vielleicht Zyniker! Ich dagegen freue mich sehr, dass zum Jahresende ein Album des alten Chefs einer meiner liebsten Gitarrenschrammelbands der 80er, den Weather Prophets, erschienen ist. Ein paar Lieder darauf sind sogar richtig gut, zum Beispiel "English Weather" oder "Fine & Dandy", die Hommage an den verstorbenen Kumpel Pat Fish (AKA The Jazz Butcher), dessen letztes Album übrigenz auch bei Tapete herauskam!
    (2022-12-24)
    [The Weather Prophets ]
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    Konzerthighlight: Grend, Essen-Steele, 12.05.2023
    An dem Abend war aber auch eine Probe meiner Rockband, den Rusty Nails angesetzt. Musikselbermachen hat bei mir eigentlich klaren Vorrang vor Konzertbesuchen, aber die lange Konzertpause (ich will hier nicht weiter auf das C-Wort als Ursache eingehen) hat mich schweren Herzens dazu gebracht, auf diese Probe zu verzichten und an dem Freitagabend zu dem kleinen, schnuckeligen Club im Essener Süden zu fahren, auch wenn ich den von mir sehr geschätzten britischen Sänger und Songschreiber nicht unbedingt sehen MUSS, aber eben doch sehr gerne sehen MÖCHTE. Ganz anders als bei Konzerten fielen während der C-Pause nur in den ersten Monaten die eigenen Musikproben aus. Mein Probeentzug ist also deutlich geringer als mein Konzertentzug, sei es als Akteur oder als Teil des Publikums.
    Für die Anreise nach Steele habe ich den ÖPNV genutzt. Die Verbindung vom Oberhausener HBF zum Bahnhof Steele ist dafür perfekt. Dann fünf Minuten zu Fuß durch die Steeler Altstadt zum Club. Dort konnte ich dann vor etwa 10-20 weiteren Zuschauern den wunderschönen Auftritt von Pete Astor und seinem Partner an der E-Gitarre genießen, bei dem Gesangs- und Gitarrentöne nur von zwei in großem Abstand aufgestellten Raummikrophonen in ebendiesen übertragen wurden. Zwischen den Liedern gab es in charmant unperfektem Deutsch viele Anekdoten vom Sänger, etwa über seinen taxifahrenden deutschen Großvater aus Hamburg und seinen verstorbenen Freund und Kollegen, dem Jazzbutcher, aber vor allem hat er sich augenzwinkernd immer wieder an seinen eigenen Defiziten abgearbeitet, die ihn in seinen Augen nicht so erfolgreich machen wie Bono.
    Insgesamt ein wunderbares Konzert, in dem alle meine Lieblingslieder seiner alten Band, den Weather Prophets, zu hören waren. Und genauso wie ich hat Astor viele Lieder über den Regen.
    (14.05.2023)

    The Düsseldorf Düsterboys: "Duo Duo" (Staatsakt, Okt. 2022)
    Peter Rubel und Pedro Crescenti kennt der Musikfan ja inzwischen von ihrer Band International Music. Während diese etwas rockiger ist, an den Velvet Underground orientiert, sind die Düsterboys etwas leichter bzw. folkloristischer. Akustikgitarre statt E-Gitarre, Perkussion statt Schlagzeug. Allerdings sind Gesang und Texte bei beiden Projekten gleichermaßen verrückt und gelungen.
    (2022-10-26)
    [International Music]

    Die Jahrescharts 2022: Platz6im Musikexpress und Platz30im Rolling Stone!

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    Dungen: "En Är F​ö​r Mycket Och Tusen Aldrig Nog" (Mexican Summer, Okt. 2022)
    Auch bei Gustav Ejstes weiß ich nicht, was er da auf Schwedisch singt und bin trotzdem fasziniert wie beim Brasilianer Tim Bernardes. Dungen werden schon mal in die Folkrock-, Progrock- oder Psychedelik-Ecke gesteckt, aber eigentlich ist das "nur" anspruchsvolle Rockmusik, die sich auch aus den Töpfen, Jazz und Folk bedient - und dabei sehr kreativ ist. Gute Band!
    (2022-12-18)
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    "Die Nerven" (Glitterhouse, Okt. 2022)
    Zurecht hochgelobtes Gitarrentrio aus Schwaben, bereits mit dem dritten oder vierten Album. Das Debüt hatte ich mir 2015 auch schon angeschafft, fand es gut, es wurde aber zu keinem Lieblingsalbum. Die Nachfolgeplatten sind dann irgendwie an mir vorbeigegangen. Erst jetzt, mit diesem titellosen Album, bin ich wieder dabei, nicht zuletzt wegen der ziemlich guten Kritiken und der tollen Vorabsingle "Europa". Den Rest finde ich (wie damals) ganz gut, aber ein Lieblingsalbum wird das wohl wieder nicht. Vielleicht etwas zu hakelig in den Gitarrenmelodien? Ich weiß es nicht.
    (2023-02-08)

    Die Jahrescharts 2022: Platz2im Musikexpress und Platz12im Rolling Stone!

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    "Sylvie" (Full Time Hobby, Okt. 2022)
    ... und schon wieder eine Entdeckung bei Klaus Fiehe, Sonntagnacht auf WDR1. Wunderschöner Westcoast-Folkrock im Stil der 70er von Ben Schwab und seiner Band bzw. seinem Projekt, mir bislang unbekannt, der sich gesangliche Unterstützung von Marina Allen und Sam Burton geholt hat. Der Titelsong der Platte und auch Namensgeber der Band stammt von Carl Barnwell und ist vom obskuren zweiten Album von Matthews Southern Comfort aus dem Jahr 1970.
    (2022-11-06)
    [Matthews Southern Comfort: Later The Same Year | Sam Burton | Marina Allen]
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    Bobby Weir & Wolf Bros: "Live In Colorado Vol. 2" (Third Man, Okt. 2022)
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    Seth Avett: "Sings Greg Brown" (Thirty Tigers/Ramseur, Nov. 2022)
    Es war seit langem fällig, dass mal jemand ein Loblied auf bzw. mit Songs von Greg Brown singt! Was? Den kennt Ihr nicht? Schämt Euch! OK - ich kenne ihn zwar und habe mir in den 90ern auch ein paar seiner CDs gekauft, beginnend mit einem Zufallskauf vom CD-Wühltisch bei Hertie in Dinslaken, aber auch ich hatte ihn in den letzten Jahren nicht mehr auf dem Radar. Das wird sich aber hoffentlich wieder ändern. Ach ja, Seth Avett von den Avett Brothers kannte ich bislang nur vom Namen, bzw. von einem Kurzaufritt auf einer späten Johnny Cash-Platte. Das sagt zumindest mein Musikarchiv.
    (2022-12-23)
    [Greg Brown: The Poet Game]
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    Charles Lloyd: "Trios 3 - Sacred Heart" (Universal/Blue Note, Nov. 2022)
    Die dritte Trioplatte von Charles Lloyd gefällt mir am besten. Neben dem wie immer wunderbaren Klängen des Meisters an Tenorsaxofon, Altflöte oder Tarogato (einem ungarischen Holzblasinstrument ähnlich einem Sopransaxophon) sind das die Tablas und die Stimme von Zakir Hussain, den einige vielleicht noch von Shakti kennen, sowie die außergewöhnliche Gitarrenklänge von Julian Lage, der bisher erst einmal auf meinem Radar aufgetaucht ist, und zwar als Partner von Wilco-Gitarrist Nels Cline auf dessen Jazzalbum "Currents, Constellations", ebenfalls bei Blue Note erschienen. Trotz der wichtigen Beiträge von Hussain und Lage ist das hier vor allem wunderbar lyrische Musik des Meisters und klingt nicht nach Shakti, Nels Cline oder sogar Wilco. Die ich natürlich auch sehr schätze.
    (2023-07-01)
    [Nels Cline 4]
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    Neil Young & Crazy Horse: "World Record" (Reprise, Nov. 2022)

    CD 1

    Ich bin mal wieder schwach geworden - und habe mir ein neues Neil Young-Album gekauft! Bei den meisten Archiv-Veröffentlichungen und Liveaufnahmen bin ich standhaft geblieben (außer bei "Homegrown"), bei "World Record" war mir jetzt das Vinyl zu teuer (über 40 Oiro!), also ist es die Doppel-CD geworden, immerhin auch 20 Schlappen teuer, aber immerhin in einem wunderschönen Papp-Cover. Klaus Fiehe hatte dann kürzlich einen viertelstündigen Jam davon gespielt, der mir auch ganz gut gefiel. Heute bin ich endlich zum Hören der ersten CD gekommen - und bin wieder etwas ratlos! Es klingt eigentlich ganz schön, so schön wie zu den alten Zeiten, etwa beim Opener "Love Earth", aber die meisten Lieder finde ich langweilig, die Texte wirken etwas naiv, auch wenn es mit "Love & Peace" um die für mich immer noch richtigen Hippie-Botschaften geht. Die Band spielt dazu leicht rumpelig, was ich bei Crazy Horse eigentlich sehr liebe, aber in Verbindung mit der häufig eingesetzten Pumporgel (die ich eigentlich auch liebe, ich habe selber eine Miniaturausgabe aus Indien!) und den häufigen Chören habe ich mich doch zurückversetzt gefühlt in meine Konfirmandenzeit, als ich zum letzten Mal in der Kirche war und die singende Gemeinde von der Orgel vorwärts geschleppt wurde. Ich denke, ich brauche noch eine weitere Sitzung mit der zweiten CD: das kann so wohl nicht stehen bleiben!
    (2022-12-06)

    CD 2

    Runde Zwei bei "KLarkommen mit Neil"! Ich habe mir frisch ausgeruht gestern morgen die erste CD noch einmal angehört und finde ein paar Lieder doch noch ganz hörenswert, auch wenn ich mir teilweise wegen der Chöre noch immer wie in der Kirche - oder wenigstens wie im Singkreis beim CVJM - vorkomme. Aber es gibt ja noch die CD 2 mit dem 13minütigem "Chevrolet", das wirklich toll ist und mein Gesamt Fazit dann doch noch in's Positive herumreißt. Allerdings finde ich es verwunderlich, warum unbedingt eine zweite CD für zwei Lieder mit einer Gesamtlänge von 15 Minuten notwendig war. Da gab es wohl "künstlerische Gründe" auch auf CD ein echtes Doppelalbum zu haben.
    (2022-12-08)
    [Homegrown]
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    Macie Stewart: "Mouth Full Of Glass" (Full Time Hobby, Dez. 2022)
    Und noch eine Entdeckung bei Klaus Fiehe von 1live: Macie Stewart kannte ich bisher nur als Geigerin auf Platten von James Elkington und Steve Gunn. Die Multiinstrumentalistin aus Chicago hat das Album weitestgehend alleine in der Corona-Auszeit aufgenommen, gelegentlich Bläserzutaten kamen online dazu.
    (2023-04-05)
    [James Elkington | Steve Gunn]
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    Erstellt: 20.02.2022 Letzte Aktualisierung: 07.01.2024 19:29 7927 Besucher seit dem 20.02.2022
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