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Michaels Favoriten 2013

Jahresrückblick etc.

Für 2013 muß ich unbedingt noch ein Label des Jahres küren: das kann nur Bella Union aus England sein, geführt von Simon Raymonde, früher mal bei den Cocteau Twins. Ihm zu verdanken haben wir gleich vier meiner Top10-Alben: Laura Veirs, Roy Harper, Jonathan Wilson und Midlake.
(01.01.2014)

Das Album des Jahres

#1: Laura Veirs: "Warp And Weft" (Bella Union, Aug. 2013)

Ach, die gute Laura! Vor ziemlich genau drei Jahren hab ich sie mit einer Freundin im Keller des Kölner Stadtgartens live gesehen: hochschwanger und ein ganz tolles Konzert abliefernd. Danach gab es eine CD mit Kinderliedern (naheliegend), die ich nicht kenne, und jetzt mit "Warp And Weft" endlich den gelungenen Nachfolger zu "Juli Flame" von 2010. Schon beim ersten Durchhören bin ich wieder von Stimme, Songs und Instrumentierung begeistert.

Bemerkenswert sind für mich dabei zwei Lieder, die direkt oder indirekt mit Alice Coltrane zu tun haben: das heftig rockige "That Alice" beschreibt das Leben der Frau an der Seite von John Coltrane und endet mit einem fulminaten Gitarrensolo von Carl Broemel im Stile des späten Neil Young (!). Da muß man/frau erst mal drauf kommen. Musikalisch eher an Alice Coltrane erinnernd ist die letzte Nummer "White Cherry": gesampelte Harfe zu Beginn, Saxofon- und Sitartöne von Carl (natürlich nicht in der Coltrane-Liga, aber egal) und am Ende ein Farfisa-Orgelsolo von Rob Burger, das auch von Alice Coltrane von einer ihrer Soloplatten aus den 70ern stammen könnte. Textlich weiß ich nicht, ob es was mit Coltrane zu tun hat, auch wenn da "Lush Life" erwähnt wird, eine Billy Strayhorn-Nummer, die auch John Coltrane zu Prestige-Zeiten aufgenommen hat.

Wie immer wurde das Ganze von Trommler, Tontechniker, Ehemann und inzwischen auch Erfolgsproduzent Tucker Martine in Szene gesetzt. Und dieses mal war Laura, wie man den Fotos im Inneren des wunderschönen Klappcovers der Vinylausgabe (inkl. CD und Origami-Bastelvorlage des Frontcovers!) entnehmen kann, sogar schon während der Aufnahmen hochschwanger. Keine Ahnung, ob das jetzt wichtig ist. Auf jeden Fall ist "Warp And Weft" ein weiterer Kandidat für meine Jahresliste.
(01.09.2013)

Ich stelle gerade fest, dass Laura offensichtlich ein Faible für Lieder über unbekannte musikalische Heldinnen hat: auf "July Flame" gab es ja auch schon ein tolles Lied über die Bassistin Carol Kaye ...
(05.09.2013)

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weitere Highlights des Jahres (die Top 20)

#2: Bill Callahan: "Dream River" (Drag City, Sept. 2013)
Es gibt nicht viele Künstler, von denen ich mir das neue Album ungehört kaufe. Bill Callahan gehört aber seit einiger Zeit dazu. Der Mann wird immer besser mit den Jahren.
(29.09.2013)

Konzerthighlight: Peterskirche, Frankfurt, 14.08.2014: Direkt von der Arbeit in Nürnberg auf nach Frankfurt, Treffen in einem überraschend netten Hotel im Bahnhofviertel mit meinem guten Freund Wulf, der aus Freiburg angereist war, und dann ab zum Konzert in die ehemalige Kirche zu einem meiner schönsten Konzerte in letzter Zeit!
(15.08.2014)

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#3: Robyn Hitchcock: "Love From London" (Yep Rec, März 2013)
Robyn Hitchcock hat mal wieder ein gutes Album gemacht (gibt es überhaupt ein schlechtes von ihm?), mit guten bis sehr guten Songs. Diesesmal gibt es keine Begleitband im eigentlichen Sinne, denn neben Hitchcock an Gitarre und Piano kommt die Musik bis auf wenige Ausnahmen von Produzent Mark Noble (Bass, Gitarre, Keyboards, Chorgesang, Programmierung). Normalerweise bekomme ich Pickel, wenn ich lese, dass ein von mir eigentlich heißgeliebter Künstler von einem multiinstrumentalistisch begabten Produzenten "begleitet" wird, aber hier klingt's gut. Auch die gelegentlichen Trommeln aus dem Computer passen in's Klangbild.
(17.03.2013)
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#4: Laura Marling: "Once I Was An Eagle" (Virgin, Mai 2013)

Dies ist insgesamt bereits das vierte Studioalbum der jungen englischen Sängerin, aber doch das erste, das ich bereits bei der Veröffentlichung wahrgenommen habe! Der Vorgänger "A Creature I Don't Know" hatte es 2011 als Nachzügler zwar trotzdem in meine Bestenliste geschaftt, aber "Once I Was An Eagle" scheint nach dem ersten Hören sogar noch besser zu sein! Das lässt Grosses erwarten, vor allem, da sich 2013 noch kein anderes Album wirklich als mein Jahresfavorit aufgedrängt hat.
Der Klang des Albums ist angenehm spärlich geraten, neben Laura Marling, einer Cellistin und einem Kontrabassisten stammen die meisten musikalischen Beiträge von Produzent, Tonmeister und Multiinstrumentalist Ethan Johns (Schlagwerk, Tasten und Gitarre) , der ja auch gerade sein eigenes Debüt "If Not Now Then When?" herausgebracht hat, das mir zwar auch schon gut gefallen hat, aber den feinen Unterschied machen natürlich Lauras Stimme und ihre grossartigen Liedern!
(02.06.2013)

Besonders beindruckend finde ich die ersten fünf Lieder, von "Take The Night Off" bis "Master Hunter", die nicht nur ineinander übergehen, sondern anscheinend in einem Rutsch aufgenommen wurden. Im Grunde handelt es sich dabei um ein einziges Lied (früher, d.h. im Mittelalter und in den 70ern zu Zeiten des "Progrock" nannte man sowas eine "Suite") und erst vor "Little Love Caster" kann der Zuhörer mal kurz durchatmen.
(15.06.2013)

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#5: Garland Jeffreys: "Truth Serum" (India/Luna Park, Okt. 2013)
Völlig überraschend für mich erscheint weniger als zwei Jahre nach dem von Kritern umjubelten Comebackalbum "The King Of Inbetween" schon wieder ein neues Album dieses großartigen Singer/Songwriters aus New York, der wie kein anderer Bob Dylan, Bob Marley, Lou Reed und Motown zu einer einzigartigen Musik zusammenbringt. Die Kritiker finden das neue Album diesesmal anscheinend nur mittelprächtig, vielleicht weil die Pause zum Vorgänger nur kurz war, vielleicht weil Garland anders als auf manchen seiner früheren Alben nicht versucht "modern" zu klingen, sondern eher altmodisch daherkommt. Es erinnert mich sogar ein klein wenig an sein Solodebüt bei Atlantic, das damals kaum jemand hören wollte (auch mein Exemplar stammte aus der Grabbelkiste!). Außerdem hat er "Ship Of Fools", ein Lied vom 79er Album "American Boy & Girl", nochmal in einer etwas entschleunigten Version aufgenommen. Aber das scheint niemanden außer mir aufgefallen zu sein.
(13.10.2013)

Konzerthighlight: Hirsch, Nürnberg, 16.10.2013: Feierabend in einer fremden Stadt - wenn dann abends der legendäre Garland Jeffreys aufspielt, wenn auch nur vor circa 50 Zuschauern, so ist das für mich eine sehr willkommene Gelegenheit. Die neue Platte ist ja schon richtig gut, aber das Konzert war trotz der widrigen Umstände etwas ganz Besonderes: auch mit 70 Jahren liefert dieser kleine Mann (die große Prince-Frage: warum sind nur alle großen Künstler so klein?) mit seiner tollen Band ein grandioses, beseeltes Konzert ab. In der Zugabe (natürlich "Hail, Hail Rock'n'Roll" und "Matador") wurden alle Zuschauer in der ersten Reihe (O.K.: es gab insgesamt nur zwei Reihen!) vom Meister persönlich abgeklatscht. Auch ich war mit großer Begeisterung dabei. Weil ich Garland im Gegenlicht der Bühnenscheinwerfer aber nicht richtig erkennen konnte habe ich drei Versuche gebraucht, um seine Hände zu treffen. Irgendwie peinlich für mich, aber irgendwie auch schön: ein Künstler mit viel Geduld!

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#6: Roy Harper: "Man & Myth" (Bella Union, Sept. 2013)
Roy Harper ist der große Querdenker/-treiber unter den britischen Singer/Songwritern und liefert seit über 40 Jahren immer wieder gute, zumindest aber spanndende Alben ab. Vom Frühwerk habe ich so einiges im Plattenschrank stehen, das Spätwerk ging aber eher an mir vorbei. "Man & Myth" ist sein erstes Album seit ca. 10-15 Jahren und tatsächlich das erste, das ich mir bei der Veröffentlichung angeschafft habe (bei der Neuerscheinung des Frühwerks war ich noch zu jung!), wie ich gerade feststelle. Außerdem ist "Man & Myth" richtig gut geworden- und nicht nur gut für einen Kerl von deutlich über 70 Jahren! Roy wird aber kaum so viele Platten verkaufen wie der etwa gleichaltrige Joe Cocker, der auch gerade wieder was am Start hat, das ich mir aber garantiert nicht anhören oder anschaffen werde.
(29.09.2013)
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#7: Yo La Tengo: "Fade" (Matador, Jan. 2013)

Morgen oder übermorgen kommt das neue, hochgelobte Album dieser Band, die schon seit sehr vielen Jahren zu meinen Favoriten gehört, endlich mit der Post zu mir. Mein Gefühl sagt mir: das erste Album des neuen Jahres ist direkt ein Kandidat für das beste Album des Jahres!
(14.01.2013)

Mein Gefühl hat mich nicht betrogen: "Fade" ist richtig gut geworden. Zwar gibt es keine monsterlangen Ein-Akkord-Drones wie noch auf "Popular Songs", dafür aber 10 Songs, die in kondensierter Form das ganze Spektrum dser Band abdecken. Die hohe Qualität der Platte ist aber in keiner Weise überraschend: Yo La Tengo sind nach fast 30 Jahren Bandgeschichte (davon die letzten 20 ohne Besetzungswechsel!) künstlerisch so sehr gereift und autark, dass sie im Grunde keine schlechte Platte abliefern können (lassen wir mal den Condo Fucks-Scherz außen vor).
Gibt es denn trotzdem irgend etwas Neues zu berichten, abgesehen davon, dass keines der Lieder die 7-Minuten-Grenze überschreitet? Eigentlich nur, dass zum ersten Mal in Chicago bei John McEntire (Tortoise, The Sea And Cake) aufgenommen wurde und dass mehrere Streicher und Bläser beteiligt sind. Aber im Grunde spielt das keine Rolle. Ich lausche und bin verzückt. Ach ja - die Vinyl-LP mit dem tollen Baum auf dem Cover kommt mit der CD als Beigabe daher.
(16.01.2013)

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#8: Jonathan Wilson: "Fanfare" (Bella Union, Okt. 2013)

Bei Jonathan Wilson werden die Früh70er in Kalifornien wieder lebendig! Obwohl der Mann fast alle Ínstrumente selber spielt klingt es sehr lebendig und nach einer großen, entspannten Jam-Session. Zu gelegentlichen Gästen gehören David Crosby, Graham Nash, Jackson Browne, sowie Benmont Tench und Mike Campbell von Tom Petty's Heartbreakers. Da sich Jonathan Wilson inzwischen auch einen Namen als Produzent gemacht hat, haben hier auch zwei seiner "Kunden" mitgewirkt: Josh Tillman (alias Father John Misty) singt Chorstimme, Roy Harper steuert einen Songtext bei. Insgesamt eine schöne Platte, aber das Debüt "Gentle Spirit" von 2011 hab ich als noch gelungener in Erinnerung. Aber da muss ich wohl noch mal reinhören ...
(27.10.2013)

Der heimliche Hit der Platte ist für mich inzwischen der einzige Coversong: "Fazon" von der fast vergessenen San Francisco-Band Sopwith Camel. Also unbedingt auch das Original hören!
(11.04.2014)

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#9: Linda Thompson: "Won't Be Long Now" (Topic, Okt. 2013)
Linda Thompson macht sich zwar rar, ist aber eigentlich immer noch die beste aller Folkstimmen von der Insel. Herzergreifender, zeitloser, schöner Folkrock! Jetzt stellt sich mir nur noch die Frage: wann kommt Beverley Martyn mit ihrem neuen Album endlich aus dem Quark?
(01.12.2013)
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#10: Midlake: "Antiphon" (Bella Union, Nov. 2013)
Die Band aus Texas hat im letzten Jahr ihren Sänger und Songschreiber Tim Smith verloren, sodass ein neues Album doch eine kleine Überraschung ist, so wie es fast lückenlos an den Vorgänger "The Courage Of Others" anknüpft. Den Job des Hauptsängers hat der bisherige "Zweitsänger"/Gitarrist Eric Pulido übernommen. Gitarristen gab's ja schon genug: neben Smith und Pulido war das bislang Eric Nichelson, neu dazu kommt Joey McClellan. Den Querflötenjob (bislang Tim Smith) hat der bisherige Gast- und jetzige Vollzeitkeyboarder Jesse Chandler übernommen. Für die Kompositionen (bislang ausschliesslich von Tim Smith) zeichnet jetzt die ganze Band verantwortlich (die Texte stammen jetzt von Pulido). Produzierte beim letzten Mal die ganze Band, so war dieses Mal Bassist Paul Alexander alleine dafür verantwortlich. Es geht also nichts über Teamwork und Job-Rotation!
(17.11.2013)
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#11: Dear Reader: "Rivonia" (City Slang, April 2013)
Cherilyn MacNeil aus Johannesburg, Südafrika, wohnhaft in Berlin, Deutschland, hat ihr drittes Album fertig und sich dabei weiter emanzipiert. Beim ersten Mal, "Replace Why With Funny" von 2009, war es noch ein Bandding zusammen mit ihrem Landsmann Darryl Torr. Beim zweiten Mal war die feste Band weg, aber mit der Hilfe von Produzent Brent Knopf (Ramona Falls, Menomena) entstand 2011 "Idealistic Animals", ein weiteres, gutes Album. Jetzt hat Cherilyn nicht nur einen Großteil der Instrumente gespielt, sondern auch selber produziert und aufgenommen. Hilfe gab es natürlich trotzdem, u.a. von Earl Havin, Trommler bei den Tindersticks, und Konstatin Gropper von Get Well Soon.
(11.05.2013)

Konzerthighlight: MUZ, Nürnberg, 15.01.2014: Das war mal wieder ein schöner Konzertabend! Schnell hat sich der charmante Musik-Club im Nürnberger "Szeneviertel" Gostenhof gefüllt, von der PA lief das komplette neue Album von Midlake - und es gab leckeres Tannenzäpfle-Bier - zwar nicht aus Franken, sondern aus dem ebenfalls schönen Schwarzwald. Als Höhepunkt hat dann Cherilyn mit ihrer Band die komplexen Lieder des neuen Albums dem begeisterunxfähigen Publikum dargereicht.
(16.01.2014)

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#12: Alela Diane: "About Farewell" (Rusted Blue, Juli 2013)
Nach dem für meinen Geschmack ein klein wenig zu aufwändig produzierten Album "Wild Divine" von 2011 ist das neue Album wieder deutlich schlichter geraten. Sehr schön anzuhören.
(28.07.2013)
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#13: Kim Richey: "Thorn In My Heart" (Lojinx, April 2013)
Gute Songs, gute Band, gute Stimmen, wenig Nashville (einmal singt Trisha Yearwood im Chor mit), sogar ein bisschen Indie-Credibility (z.B. ist Pat Sansone von Wilco bei ein paar Liedern dabei). So mag ich's im Moment. Mehr dazu vielleicht demnächst.
(28.04.2013)
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#14: Rose Windows: "The Sun Dogs" (Sub Pop, Juni 2013)
... und schon wieder hauptamtliche Flötentöne in einer Rockband. Genau wie die schottischen Pastels haben die Rose Windows aus Seattle einen Vollzeitarbeitsplatz für dieses doch so unrockige Musikinstrument zu bieten. Ansonsten könnte man etwas böswillig sagen, dass hier die Essenz zweier anderer mittelprächtig erfolgreicher Seattle Bands, nämlich von den Fleet Foxes (der Gesang!) und von Black Mountain (die zart an Black Sabbath angelehnten Gitarrenriffs!), einfach zusammenrgerührt werden. Ich finde das nicht und kann diese Musik, deutlich verankert in den 70ern, als höchstwahrscheinlich noch keiner der beteiligten Musiker geboren war, sehr gut geniessen. Ach ja - die Dame an der Flöte hat deutlich mehr zu tun als damals Ray Thomas bei den Moody Blues, ist aber nicht so sehr im Mittelpunkt des Sounds wie Mr. Anderson bei Jethro Tull (an die mich die Band auch nicht erinnert).
(11.08.2013)
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#15: Motorpsycho: "Still Life With Eggplant" (Stickman, April 2013)
... und schon wieder ein neues, ausgezeichnetes Album meiner fleissigen Lieblinx-Norweger, diesesmal allerdinx nur ein Einfach-Album. In knapp 45 Minuten gibt es fünf Lieder, mit "August" von Love ist sogar eine geschmackvolle Coverversion dabei. Höhepunkt ist der 17minütige "Ratcatcher", eine Mischung aus dem "Dark Star" der Grateful Dead und dem Gesamtwerk von Lemmy's Motorhead. Irgendwo.
Ach ja ... der Mann vom Glitterhaus findet das Album natürlich auch gut, anscheinend sogar viel besser als das "faszinierende, aber von den Wurzeln wegtragende" Death Defying Unicorn-Projekt. Dem kann ich mich so leider nicht anschliessend, denn beide Alben sind sehr gut, das Vorgängeralbum aber gerade wegen seine Erweiterung des alten Konzeptes für meinen Geschmack sogar noch ein wenig genialer.
(14.04.2013)
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#16: The Horse's Ha: "Waterdrawn" (Fluff & Gravy, Aug. 2013)
Hinter diesem obskuren Bandnamen verbergen sich (na ja- sie verbergen sich eigentlich nicht!) Janet Bean, Schlagzeugerin meiner langjährigen und immer noch gelegentlich aktiven Lieblinxband aus Chicago, Eleventh Dream Day, sowie Gesangsparnerin von Catherine Irwin bei Freakwater, und der Gitarrist James Elkington, der bisher kaum auf meinem Musikradar aufgetaucht ist. Während Freakwater auf eine eigenwillige Art und Weise doch sehr Old-Time-Country (bzw. eher: Blues Grass) waren/sind, fällt mir hier als erster Vergleich eher englische Folk- bzw. Folkrockmusik der späten 60er und frühen 70er ein, eher Sandy Denny mit Fairport Convention, besser noch: Richard & Linda Thompson oder John & Beverley Martyn, als Emmylou Harris & Gram Parsons (die mag ich natürlich auch!). Die Stimmen der beiden passen gut zusammen (bzw. bilden einen schönen Kontrast!) und manchmal kommt mir auch Nick Drake in den Sinn - vielleicht wegen der Geige von Jean Cook (Ida) und dem Cello von Fred Lonberg-Holm, der ansonsten auch schon mal Duo-Konzerte mit dem Wuppertaler Freejazzer Peter Brötzmann gibt, wie meine YouTube-Recherche ergab. Von meiner Namedropping-Assoziationkette (Eleventh Dream Day >> Nick Drake >> Ida >> Emmylou >> Peter Brötzmann) bin ich mal wieder selber sehr hin- und hergerissen!
Die Vinylausgabe im Klappcover ist im Übrigen ein echter Hingucker. Ach so - der Tipp kam vom unermüdlichen Günter Ramsauer und wäre mir sonst wohl glatt entgangen!
(25.08.2013)
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#17: "Yasmine Tourist" (Goldrausch, Feb. 2013)
Und schon wieder ein wunderbares Singer/Songwriter-Album vom neuen Berliner Kultlabel Goldrausch Records im Besitz der Band Brokof. Yasmine Tourist sind jung (zumindest aus meiner Perspektive, also etwa Mitte 20), zu sechst, stammen aus Stuttgart (so wie Loretta, an die ich bei Brokof sowieso immer denken muß!), haben in Dominik Gerwald einen vorzüglichen Singer/Songwriter und in Max Steinert einen hauptamtlichen Pedal Steeler und singen altmodischen Folk-Rock in Englisch. Produziert und aufgenommen von Fabian Brokof und Arne Bergner von jener wunderbaren Band aus Berlin.
(16.02.2013)
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#18: The Pastels: "Slow Summits" (Domino, Mai 2013)
Nach ungefähr 15 Jahren ein neues Album der schottischen Gitarrenschrammler! Es kam so überraschend, dass ich es im Mai bei der Veröffentlichung gar nicht mitbekommen habe und jetzt nur durch Zufall drüber gestolpert bin. Ich mag's sehr und bin besonders vom neuen "Bläsersatz" der Band angetan: fast jedes Lied wird mit der Trompete von Alison Mitchell (Schwester von Trommlerin/Sängerin Katrina Mitchell ???) und der Flöte von Tom Crossley untermalt. Ach ja - Sänger/Gitarrist/Bandgründer Steven Pastel heisst jetzt wieder ganz bürgerlich Steven McRobbie und auch die beiden Mitglieder vom Teenage Fanclub, Gerard Love und Norman Blake, mischen wieder mit.
(11.08.2013)
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#19: Kathryn Williams: "Crown Electric" (One Little Indian/Caw, Okt. 2013)
Die englische Sängerin und Songschreiberin liefert, eigentlich wie immer, qualitativ hochwertige Singer/Songwriter-Musik ab. Diesesmal vielleicht ein klein wenig weniger Folk und etwas mehr ... ist das jetzt schon Rock? Nö, aber trotzdem schön. Fast durchgängig mit einem Streichquartett, das der Musik allerdings keinen Zucker zuführt, sondern eher wie auf den ersten beiden Nick Drake-Alben wirkt.
(02.11.2013)
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#20: "Way To Blue: The Songs Of Nick Drake" (Navigator, April 2013)

Das ist nicht die erste CD, die sich mit dem Werk eines meiner allerliebsten Künstler beschäftigt (mehr Nick Drake Tribute-Sampler gibt's hier zu bestaunen), aber sicherlich die beste! Mehr dazu in Kürze ...
(24.05.2013)

Obwohl ich wahrscheinlich jede Sammlung mit Liedern von Nick Drake oder Tim Buckley gut finden würde, so ist "Way To Blue" doch etwas ganz Besonderes: Das liegt zum einen an der hier durchgehend guten Qualität der Interpretationen (das Fehlen jener Konstanz ist ein Problem viele Tributplatten, denn nicht jeder der jeweils versammelten Künstler arbeitet auf gleich hohem Niveau und wird den Liedern der Autoren gerecht!) und zum anderen an der einheitlichen Grundstimmung der CD (vielen Kompilationen, somit auch Tributes, fehlt diese einheitliche Grundstimmung, die für mich für ein gutes Album wichtig ist!).
"Way To Blue" basiert auf zwei Konzerten in London und Melbourne, deren Besetzung fast identisch war. Wichtige Mitwirkende, die neben Nick Drake und seinen Liedern für die "aus einem Guss"-Wirkung sorgen, sind Produzent Joe Boyd, der ja schon die ersten beiden Nick Drake-Alben produziert hatte ("Five Leaves Left" und "Bryter Later"), und Danny Thompson, der dort schon seinen wunderbaren Kontrabass zum klingen brachte. Viele Interpretationen sind so nahe am Original wie nie zuvor, was zum einen an der Gitarrenarbeit von Neil MacColl , aber auch an der Verwendung der alten Original-Orchesterarrrangements von Robert Kirby und Harry Robinson liegt, die deshalb möglicherweise zum ersten Mal live zu hören waren. Andere Lieder werden dagegen völlig neu interpretiert: z.B. das instrumentale Duett von Danny Thompson und Zoe Rahman, der englischen Pianisten mit Wurzeln in Bangladesh bei "One Of These Things First", die intensive Robyn Hitchcock-Version von "Parasite", Scott Matthews "Place To Be" oder "Black Eyed Dog" von Lisa Hannigan. Für die Band-Arrangements war die wunderbare Kate St. John zuständig, die ansonsten mit ihrer Oboe und dem Akkordeon ein paar sehr schöne Akzente setzt.
(30.05.2013)

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auch gut ...

Arbouretum: "Coming Out Of The Fog" (Thrill Jockey, Jan. 2013)
So weit ich weiß ist das bereits das fünfte Album der Band um Sänger/Gitarrist David Heumann mit ihrer Fusion aus Folk und Doom-Metal. Bei letzterem Begriff bin ich aufgrund meiner fehlenden Metall-Kompetenz nicht sicher. Mir gefällt die Band nach wie vor ganz gut (ich kenne sie seit Album #3, "Song Of The Pearl"), das wird aber sicherlich nie meine Lieblinxmucke werden. Ihr wisst schon: etwas zuviel Black-Sabbath-Doom und etwas zu wenig Richard-Thompson-Twang im Gitarrensound.
Was mir außerdem schon seit Album #4 ("The Gathering") aufgefallen ist: statt einem zweiten Gitarristen beschäftigt die Band mit Matthew Pierce einen Keyboarder, den man aber auch auf dem neuen Album wieder kaum hören kann. Es ist schon sehr witzig, wenn ich mich jetzt selber sagen höre: "macht doch mal den Keyboarder lauter!".
(10.02.2013)

Konzerthighlight: Steinbruch, Duisburg, 20.04.2012: Fast vergessen hatte ich den Auftritt der Band bei uns am Niederrhein im letzten Jahr. Das war ziemlich gut, aber leider müsste ich für ein Konzert für die anstehende 2013er-Tournee wohl etwas weiter fahren. Schau'n wir mal ...
(17.02.2013)

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"Adam Green & Binki Shapiro" (Rounder, Jan. 2013)
Diese CD mit wunderschönen Duetten im Stil der späten 60er kam zwar schon im Januar heraus, aber ich bin erst kürzlich darauf gestossen, als ich mir mal wieder die tolle Platte von Binkis Band Little Joy angehört und überlegt habe, was sie denn sonst noch so gemacht hat. Adam Green ist zwar bekannter als seine Duettpartnerin, hatte mich aber nie sehr interessiert. Zusammen klingen Adam und Binki aber ganz vorzüglich.
(14.12.2013)
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I Am Kloot: "Let It All In" (Play It Again Sam/Shepherd Moon, Jan. 2013)
Völlig unspektakuär kommt das neue Album des Trios aus Manchester um den Sänger und Songschreiber John Bramwell daher, aber schnell ist klar, dass die drei mal wieder ein richtig gutes Album hinbekommen haben. Vielleicht sogar eines ihrer bislang besten? Wir werden sehen ...
(26.01.2013)
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Widowspeak: "Almanac" (Captured Tracks, Jan. 2013)
Ein Duo aus New York, bestehend aus Sängerin/Gitarristin Molly Hamilton und Multiinstrumentalist Robert Earl Thomas mit dem zweiten Album. Aufmerksam geworden bin ich ganz altmodisch im Plattenladen (!) durch das schöne Cover im 70er-Stil, mitgenommen habe ich diese Platte von meinem letzten Köln-Ausflug aber selbstverwerflich wegen der Musik. Die Sängerin erinnert stimmlich etwas an Hope Sandoval von Mazzy Star, ohne diese aber zu kopieren. Die Musik auf "Almanac" ist aber deutlich rockiger als bei Mazzy Star. Ein Kritiker schreibt irgendwo was von "Fleetwood Mac in der Stevie Nicks-Phase": nicht dass ich was gegen Fleetwood Mac habe, das ist guter Mainstreamrock, aber mir wollen solche Assoziationen nicht kommen. Auf jeden Fall klingt Gitarrist Robert Earl Thomas für meine Ohren nicht nach Lindsey Bucklingham. Allerdings bin ich da auch kein Fachmann. Der Vergleich spielt aber letztendlich auch keine Rolle, denn "Almanac" ist für sich gesehen und gehört ein gutes Album. Auf Vinyl sogar im Klappcover (heutzutage leider selten geworden!) und mit MP3-Gutschein (heutzutage zum Glück immer öfter anzutreffen!) erhältlich.
Zweiter Hördurchgang: die Fleetwood Mac-Vergleiche sind vielleicht doch nicht so ganz abwegig. Einigen wir uns also folgendermaßen: "Mazzy Star meets Fleetwood Mac", in einer hübschen Indie-Verpackung und mit gutem und eigenständigen Songwriting.
(30.01.2013)
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Nick Cave & The Bad Seeds: "Push The Sky Away" (Bad Seed, Feb. 2013)

In den letzten 10 Jahren habe ich mich kaum mit Nick Cave beschäftigt. Obwohl mich der Mann mal wirklich begeistert hatte (mein Einstieg in den Cave'schen Kosmos war das '88er-Meisterwerk "Tender Prey"), war spätestens mit dem angeblichen schwachen "Nocturama" von 2003 und dem angeblich wieder genialen 2004er Doppelpack (die Titel der beiden CDs fallen mir gerade nicht ein) meine Aufmerksamkeit erloschen. Ein Freund hat dann vor ein paar Jahren noch erfolglos versucht, mich für den Garagenrock von Grinderman zu interessieren.
Wieso Cave jetzt wieder auf meinem Radar aufgetaucht ist - das kann ich gar nicht so genau sagen. Vielleicht waren es ganz profan die guten Kritiken? Aber die haben ja eigentlich (fast) alle Cave-Alben bekommen. Auch die von mir ausgelassenen Werke, auch die beiden Grinderman-CDs. Na ja - ich habe einfach mal online reingehört - und die alte Begeisterung ist sofort zurückgekehrt!
(23.02.2013)

Nick Cave & The Bad Seeds in 2013 - eine Rückkehr mit einem gutem Album? Ja. Ein Meisterwerk? Eher nicht. Die Platte ist wirklich nicht schlecht - und gefällt mir sogar wirklich gut und ist auch eine klangliche Wohltat nach Grinderman. Aber keinesfalls mein Album des Jahres (so wie im Rolling Stone). Ich werde nicht recht warm mit "Push The Sky Away", bzw. finde viele andere Platten in 2013 einfach viel besser. Ausserdem gefallen mir Caves Klassiker aus den frühen 80ern bis frühen 90ern, vor allem "Tender Prey" und "The Good Son", nach wie vor besser.
(24.12.2014)

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Lisa Germano: "No Elephants" (Badman, Feb. 2013)
Alle paar Jahre gibt es ein neues, sprödes und doch bezauberndes neue Album der amerikanischen Multiinstrumentalistin, die früher mal ihr Geld als Geigerin bein John Mellencamp oder sogar Bob Dylan (?) verdient hat.
(11.05.2013)
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Tim Neuhaus & The Cabinet: "Now" (Grand Hotel van Cleef, Feb. 2013)
Vor zwei Jahren erschien "The Cabinet", das Solodebüt des ehemaligen Tournee-Schlagzeugers der Fanta 4 und anderer deutscher Schwergewichte der Popmusik, das mir so gut gefallen hatte, dass ich es zu meiner Numero 3 in den Jahresscharts 2011 erkoren hatte. Vor einigen Monaten unterstützte Tim noch seinen Düsseldorfer Kollegen Stefan Honig bei dessen Debüt, jetzt liegt sein zweites Album mit dem Titel "Now" vor und es gibt sogar eine feste Band mit dem naheliegenden Namen "The Cabinet". Der erste Höreindruck: für meinen Geschmack zu wenig akustische Instrumentierung und zuviel Elektronik, aber immer perfekt und nie überproduziert. Da muss wohl ein zweiter Höreindruck her ...
(15.04.2013)
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Richard Thompson: "Electric" (Proper, Feb. 2013)

"Wir haben es in unglaublich kurzer Zeit aufgenommen. Aber es hört sich toll an. Es stellte sich als überraschend funky heraus, wir haben wohl ein neues Genre kreiert: Folk-Funk. Es ist ziemlich flott und schmissig, irgendwo zwischen Judy Collins und Bootsy Collins."

Ich brauche eigentlich nicht mehr viel sagen zur neuen Platte meines alten Helden. Nur soviel: das obige Zitat vom Meister höchstpersönlich hat mit seinem Collins-Namechecking die Messlatte für Insider-Wortwitz in Verbindung mit Tiefstapelei in bisher unerreichte Höhen katapultiert - und vor allem zu einem heftigen Lachanfall bei mir geführt. Mehr zur Platte, wenn ich sie öfter gehört habe, aber hier doch noch ein kleiner Scherz meinerseits: das Cover ist dieses mal nicht so schlimm geworden wie sonst. Zwar bunt, aber nicht all zu sehr. Mutige mögen trotzdem meine Galerie "Ugly Cover" mit den schlimmsten Thompson-Plattenhüllen geniessen.
(24.02.2013)

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Caetano Veloso: "Abraçaço" (Universal, 2012 * Feb. 2013)
Der Meister der brasilianischen Musik hat es mit über 70 Lenzen nicht mehr nötig, Erwartungen der Kundschaft zu erfüllen (hatte er das je?). Auf "Abraçaço" wird sogar richtig gerockt, nicht mit fetten Gitarrenwänden wie bei Hardrockern, sondern eher mit frickeligen Sachen wie bei Indie-Rockern. Verantwortlich dafür ist die junge (?) brasilianische Band Bandacê. Meist hört man nur, fast schon spartanisch, die 4 Instrumente der Beiteiligten (E-Gitarre, Bass, Schlagzeug und gelegentliche Keyboards der drei "Jungspunde" und Caetanos Akustikgitarre). Selten klingt's nach gewohntem Bossa Nova. (Und trotzdem?) Sehr gut.
(16.04.2013)
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"Don´t Make Promises: The Songs Of Tim Hardin" (Full Time Hobby, Feb. 2013)
Vor fast 10 Jahren gab es beim Londoner Label Full Time Hobby schon die Vorbeugung vor dem anderen großen Tim und dessen Sohn: und genauso wie "Dream Brother: The Songs Of Tim + Jeff Buckey" ist auch "Don't Make Promises" sehr schön geworden, was vor allem an den beteiligten Künstlern liegt, die alle gute Arbeit abliefern (u.a. Alela Diane, Mark Lanegan, die Smoke Fairies und Will Sheff von Okkervil River). Einzige Frage, die sich für mich stellt: warum hat die Verbeugung vor Tim Hardin so lange gedauert? Die große Zeit der Tribute-Sampler (wenn es denn so etwas je gegeben hat!) ist doch längst vorbei. Also geht's wohl weniger um's Geldverdienen, sondern es ist eine echte Herzensangelegenheit von Label und Musikern.
(02.03.2013)
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Billy Bragg: "Tooth & Nail " (Cooking Vinyl, März 2013)
Ich hab mir seit längerem mal wieder ein Billy Bragg-Album gegönnt, den ich zwar immer schon mochte, aber nicht immer hören konnte. Das neue Werk entstand innerhalb weniger Tage im Heimstudio von Joe Henry mit dessen Stammbelegschaft (Drummer Jay Bellerose, Bassist David Piltch, Steeler Greg Leisz und Keyboarder Patrick Warren), hat schöne Songs und Billy nur mit Akustik-Klampfe (früher war er berühmt und berüchtigt für seine Sologigs mit der Elektrischen!). Unspektakulär, aber sehr schön.
(08.04.2013)
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Crime & The City Solution: "American Twilight" (Mute, März 2013)
Nach mehr als 20 Jahren hat der inzwischen in Chicago ansässige australische Sänger Simon Bonney ein neues Album mit seiner alten Band gemacht. Besser gesagt: nach der Zeit in Australien Ende der 70er, den frühen 80ern in London (u.a. mit Mick Harvey und Rowand S. Howard von der Birthday Party und Epic Soundtracks von den Swell Maps) und den späten 80ern in Berlin (u.a. mit Mick Harvey, Bronwyn Adams und Alexander Hacke von den Einstürzenden Neubauten) hat Simon Bonney eine (fast) neue Besetzung um sich versammelt, zu der neben den alten Kollegen Adams und Hacke nun auch Ex-Dirty Three-Drummer Jim White und Ex-16 Horsepower Sänger/Gitarrist Eugene Edwards gehören.
Die Band stand zwar immer ein wenig im Schatten bzw. in Konkurrenz zu Nick Cave und seinen Bad Seeds, was sicherlich an der gemeinsamen Heimat Australien, dem gemeinsamen "Exil" Berlin und der teilweise gemeinsamen Besetzung lag (Mick Harvey spielte in beiden Bands, Rowland S. Howard und Harvey waren zuvor mit Cave bei der Birthday Party), aber irgendwie freue ich mich über dieses "Comeback" mehr als über das von Nick Cave. Im Grunde ist das aber total unwichtig. Schließlich ist das hier kein Wettrennen, sondern es gibt viel gute & frische Musik von alten Helden, die es immer noch drauf haben.
(24.03.2013)
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Daughter: "If You Leave" (4AD, März 2013)
Nach zwei interessanten zehn-Zoll EPs gibt es endlich das Vollzeit-Debüt beim englischen Kultlabel 4AD. Mehr zur Musik in Kürze - nur soviel für's Erste: Label und Band passen gut zusammen.
(24.03.2013)
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Emmylou Harris & Rodney Crowell: "Old Yellow Moon" (Nonesuch, März 2013)
Die Göttin der cowboyhutlosen Countrymusik (bzw.: "Thinking Man's Queen Of Nashville"?) zusammen mit ihren ehemaligen Gitarristen und Songlieferanten Rodney Crowell mit einem ganz wunderbaren Album - dem ersten unter gemeinsamem Namen. Wie zu Zeiten vom "Luxury Liner" produziert von Brian Ahern und aufgenommen von Donivan Cowart sind sogar viele der akten Weggefährten dabei, ohne dass das hier eine Nostalgieveranstalung wird, z.B. Bill Payne von Little Feat, Harmonikavirtuose Mickey Raphael aus der Willie Nelson Band und Vince Gill. Sogar fast alle aus der legendären Hot Band sind zu hören, die sich inzwischen (altersbedingt?) zum größte Teil wohl aus dem Nashville-Tagesgeschäft zurückgezogen haben: Gitarrist James Burton, Pianist Glen D. Hardin, Bassist Emory Gordy und Drummer John Ware. Es fehlenvon damals eigentlich nur Steeler Hank DeVito, der aber stattdessen gleich drei der Songs geschrieben hat, und Albert Lee.
Muß ich außerdem noch erwähnen, dass mir "Old Yellow Moon" sehr viel besser gefällt als "All The Roadrunning", Emmylous Zusammenarbeit mit Mark Knopfler vor ein paar Jahren? Woran das wohl liegt ...
(02.03.2013)
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Ethan Johns: "If Not Now Then When?" (Three Crown, März 2013)
Ganz genau! Wann sonst? Dies ist das späte Debüt des Produzenten und Multiinstrumentalisten Ethan Johns als Singer/Songwriter, den ich wegen seiner Arbeit für andere Künstler (u.a. für Ryan Adams, Laura Marling, Crowded House oder zuletzt Tom Jones und die Staves-Mädelz) schon seit längerem schätze. Zwar waren die Rezensionen, die ich bislang lesen konnte, nicht wirklich begeisternd, aber ich war trotzdem so neugierig, selber zu hören, wie denn nun die eigene Musik dieses begabten Mannes aus dem Hintergrund klingt: "If Not Now Then When?" bietet überraschend spartanische Singer/Songwriter-Musik, nahe am Folk, mit gelegentlichen Exkursionen in rockigere und sogar modernere Gefilde. Seine durchgängig selbstverfassten Lieder sind alle erstklassig, seine Arbeit an den verschiedensten Instrumenten ist immer songorientiert und geschmackssicher. Obwohl er wohl in erster Linie Drummer ist, hat er sich hier aber in erster Linie auf das Singen und Gitarrespielen konzentriert, wobei er meiner Meinung nach stimmlich mit seinen bisherigen Kunden nicht ganz mitghalten kann. Aber eigentlich stört das überhaupt nicht.
Vielleicht zum Schluß doch noch ein wenig Namedropping? Gemischt hat das Album sein Vater, Produzentenlegende Glyn Johns, der anscheinend auch ein paar gute, alte Freunde eingeladen hatte: z.B. Ex-Stone Bill Wyman und Ex-Face Ian MacLagan. Auch Ex-Kundin Laura Marling singt einmal im Chor zusammen mit Ryan Adams, letzterer versucht sich bei einer Nummer sogar an Bass und Schlagzeug. Am überraschendsten ist für mich aber die Mitwirkung von zwei legendären britischen Folkmusikern: Bassisten Danny Thompson (Pentangle, John Martyn, etc.) und Fairport Geiger Dave Swarbrick. Insgesamt eine unspektakuläre, aber schöne Platte.
(08.04.2013)
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"Quercus" (ECM, März 2013)
Folk und Jazz der britischen Folk-"Ikone" June Tabor, zusammen mit dem Pianisten Huw Warren und dem Saxophonisten Iain Ballamy. Zwar wurde das Album bereits im März 2006 (!) live (!) aufgenommen und im März 2013 beim Jazz-Edel-Label ECM mit dem gewohnt perfekten Klang veröffentlicht, aber erst kürzlich von mir entdeckt.
(23.05.2014)
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Boz Scaggs: "Memphis" (429 Records, März 2013)
Nach langer Pause mal wieder ein Album eines der angeblich besten weißen Soulsänger, wobei ich so eine Kategorisierung nicht sonderlich mag. Neben 2 eigenen Liedern gibt es 10 Klassiker aus dem Rock- und Soul-Bereich (von Al Green über Mink DeVille bis Steely Dan), von denen mir hier (wenig überraschend und) besondes gut Tony Joe Whites unkaputtbarer Klassiker "A Rainy Night In Georgia" gefällt, daneben und etwas mehr überraschend "Pearl Of The Quarter" von Steely Dan. Aufgenommen wurde stilecht in Memphis bei Willie Mitchell, mit dabei legendäre Studiocracks aus Memphis (z.B. Charles Hodges) und sogar von der Motown-Gang aus Detroit. Der Mann im Glitterhaus schreibt etwas ignorant "Soll leider eher smooth als erdig geworden sein". Dabei ist "smooth" ja doch die große Stärke von Boz. Obwohl er natürlich auch "erdig" kann (siehe z.B. sein Mitwirken bei der Steve Miller Band und dem Solodebüt). Egal. Schöne Platte. Punkt.
(17.03.2013)
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Son Volt: "Honky Tonk" (Universal/Rounder, März 2013)

Hier ist genau das drin, was drauf steht. Purer Honky Tonk von Jay Farrar und seiner Band. Viel Pedal Steel, viel Twäng, viel Gefiedel (meist sogar im Doppel) und viel Herz & Schmerz in den Texten. Auf den ersten Blick (?) klingt das ganz anders als Wilco, aber eigentlich genauso schön.
(17.03.2013)

Vielleicht doch ein wenig zuviel Honky Tonk?
(01.04.2013)

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Thalia Zedek Band: "Via" (Thrill Jockey, März 2013)
5 Jahre nach "Liars And Prayers" eine weiteres, gar nicht mehr so sperriges Album von Thalia Zedek, der ehemaligen Sängerin von Live Skull und Come, das ganz vorzüglich zwischen Folk und Krach herumschlingert, aber immer "rockt".
(15.04.2013)
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Charles Bradley: "Victim Of Love" (Daptone/Dunham, April 2013)
Richtig schöner, altmodischer Soul, wie es ja schon der Labelname Daptone vermuten lässt. Produziert von Tom Brenneck, der auch bei Sharon Jones & The Dap-Kings die Gitarre spielt.
(15.04.2013)
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Iron And Wine: "Ghost On Ghost" (4AD, April 2013)
(25.12.2013)
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Shannon McNally: "Small Town Talk (The Songs Of Bobby Charles)" (Sacred Sumac Music, April 2013)
Der Untertitel der Platte sagt es natürlich: hier wird einem Künstler Tribut gezollt. Zwar kennen nicht viele Bobby Charles, von dem es nach meinem Wissensstand ganze drei Alben gibt ("Small Town Talk" aus den 70ern, "Clean Water" aus den 80ern und "Homemade Songs" von 2008), aber einige seiner Lieder sind weltbekannt in den Versionen anderer Künstler. An erster Stelle natürlich "See You Later Aligator", was mich aber kaum interessiert. Dann gibt es von ihm noch die schöne Nummer "Jealous Kind", die immerhin von Leuten wie Rita Coolidge, Frankie Miller, Joe Cocker, Delbert McClinton und Johnny Adams aufgenommen wurde. Um beide Lieder macht Shannon McNally aber einen Bogen und konzentriert sich auf Lieder der drei oben genannten Alben. Meine beiden Lieblinxlieder von Bobby Charles sind zum Glück dabei: "Small Town Talk" (geschrieben zusammen mit Rick Danko, von dem es auch eine wunderbare Version auf seinem Solodebüt gibt) und "I Must Be In A Good Place Now". Einmal singt Vince Gill (O.K. - der Mann ist ein Country-Mucker aus Nashville, aber er singt wirklich toll und spielt phantastisch Gitarre!), ein anderes mal lässt Derek Trucks seine göttliche Slidegitarre erklingen. Produziert bereits im Dezember 2007 von Shannon zusammen mit dem ebenfalls göttlichen Dr. John. Für Fans von The Band und Tony Joe White.
(14.07.2013)
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David LeMaitre: "Latitude" (Play It Again Sam, April 2013)
Ein Tipp von meinem guten Freund Wulf aus dem schwarzen Wald, der mir kürzlich mal wieder eine Coverversion des "River Man" von Nick Drake zukommen liess, bekanntlich ja eines meiner Lieblinxlieder. Aber auch das ganze Debütalbum des in Berlin beheimateten Bolivianers ist durchaus gelungen. Sogar die zur Unterstützung von Davids Akustikgitarre eingesetzte Elektronik passt sehr gut- für mich alten Sack ist das sogar etwas überraschend ...
(30.05.2013)
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Os Mutantes: "Fool Metal Jack" (Krian, April 2013)
Bereits das zweite Studioalbum der legendären brasilianischen Band nach dem Live-Comeback von 2007. Sicherlich ein blödes Wortspiel im Titel und gewöhnungsbedürftiges Cover, aber mit toller Musik, irgendwo zwischen Progrock, Hardrock und brasilianischer Leichtigkeit. Erstmalig (bis eine Ausnahme, dem Gilberto Gil-Cover "Eu Descobri") wird auf Englisch gesungen, was mir aber völlig egal ist. Sergio Dias ist ein wahrer Meister an der Gitarre, der es hier auf intelligente Art und Weise krachen lässt.
Leider ist aber nicht ganz klar, wem dieser Album gefallen wird bzw. gefallen soll: traditionelle Bossa-Fans werden durch heftige Gitarrenatacken und vielleicht auch durch die englischen Texte verschreckt. Den aufrechten Hardrockfans ist das aber wohl insgesamt nicht krachig genug. Da bleiben nur die Progrockfans. Und ich.
(09.06.2013)
Eleventh Dream Day: "New Moodio" (Comedy Minus One, Mai 2013)
Eleventh Dreams Days "Lost Record", aufgenommen im Herbst 1991 mit Brad Wood in Chicago, nachdem sie wegen kommerziellen Misserfolges beim Majorlabel Atlantic rausgeflogen waren und zu neuen Ufern aufbrechen wollten. Zur Veröffentlichung kam es damals aber nicht bzw. es erschienen nur drei der Lieder als EP beim Berliner Label City Slang unter dem Namen "Two Sweeties".
1992 trat Atlantic aber völlig überraschend wieder an die Band heran und es kamdoch noch zum dritten Majoralbum "El Moodio" von dem 6 Lieder der 91er-Session mit Brad Wood neu aufgenommen wurden. "El Moodio" floppte natürlich ebenfalls und die Band flog zum zweiten mal bei Atlantic raus.
Jetzt gibt es diese ursprünglich geplante Platte unter dem Titel "New Moodio" als limitierte Vinyl-Only-Veröffentlichung, von der ich mir doch tatsächlich ein Exemplar ganz regulär bei meinem Online-Händler des Vertrauens besorgen konnte. Einerseits schön, andererseits ist es aber auch irgendwie traurig, dass eine fantastische Band wie 11DD auch nach einem Jahr offensichtlich noch keine 500 Exmplare von dieser tollen Platte verkauft haben soll ...
(22.03.2014)
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Georgia Ruth: "Week Of Pines" (Gwymon, Mai 2013)
Nach der wunderschönen Zehn-Zoll-EP "In Luna" vom letzten Jahr gibt es nun das Debütalbum der Harfenspielerin aus Wales über die volle Distanz. Stimme, Songs und Arrangements sind auch hier vom Feinsten und es gibt sogar das eine oder andere Lied auf Walisisch. Vielleicht bin ich aus eigenem Unwissen heraus jetzt ein wenig ignorant gegenüber der einen oder anderen britischen Sängerin, aber mit Georgia Ruth Williams gibt es endlich wieder eine Stimme mit eigenen Liedern, die sich ungestraft mit Sandy Denny vergleichen lässt. Okay - Kathryn Williams mag ich auch sehr. Und Laura Marling erinnert mich eher an Joni Mitchell.
(23.06.2013)
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The Handsome Family: "Wilderness" (Loose/Carrot Top, Mai 2013)
Hinter dieser "hübschen Familie" stecken Brett und Rennie Sparks. Brett Sparks singt, schreibt die Musik, spielt die meisten Instrumente und ist der Toningenieur im Heimstudio. Seine Frau Rennie Sparks schreibt die Texte, singt gelegentlich zweite Stimme, spielt ab und zu Banjo und Bass. Seit fast 2o Jahren gibt es schöne Platten von den beiden, die irgendwo zwischen Folk, Country und Indie-Rock einzuordnen sind. Auch "Wilderness" hat seine Momente ...
(13.10.2013)
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Jaga Jazzist: "Live With Britten Sinfonia" (Ninja Tunes, Mai 2013)
Warnung: ein Live-Doppelalbum von einer 10köpfigen Prog-Rock-Jazz-Rock-Band aus Norwegen, zusammen mit einem Sinfonieorchester! Ist natürlich (trotzdem) toll. Sonst würde ich die Platte hier auch wohl kaum erwähnen.
(20.09.2013)
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Valerie June: "Pushin' Against A Stone" (Sunday Best, Mai 2013)
Was für eine Auregung! Valerie June stammt aus dem dörflichen Tennessee und macht so etwas wie Folk bzw. Country bzw. Singer/Songwriter-Musik und begleitet sich auf Banjo, Gitarre oder Ukulele. Unterstützt wird sie dabei teilweise von Indie-Rockern (z.B. ein gewisser Dan Auerbach von den Black Keys), aber auch vom legendären Booker T. Jones. Schöne Frau, interessante Stimme, schöne und spröde Musik.
(14.07.2013)
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Lloyd Cole: "Standards" (Tapete, Juni 2013)
Das neue, hochlobte Album von Lloyd Cole gab es bei meinem Lieblinx-Angeleint-Händler kürzlich als handsignierte Vinylausgabe mit CD. Da gab es natürlich keinen Kauf-Widerstand meinerseits. Mehr zur Platte, wenn ich mich besser eingehört habe.
(14.07.2013)
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Goran Kajfes/Subtropic Arkestra: "The Reason Why Vol.1" (Headspin Recordings, Juni 2013)
Die schwedische Jazztruppe um den Trompeter Goran Kajfes betreibt hier so etwas wie Forschungsarbeit auf dem Gebiet "Kraut-Jazz-Progressive-Rock der frühen 70er" mit einem ziemlich guten und überraschendem Ergebnis: Lieder aus dem genannten Spannungsbereich werden hier frisch, d.h. modern und gleichzeitig zeitlos aufbereitet. Von den versammelten Komponisten bzw. Originalinterpreten kannte ich gerade mal drei: die britischen Jazzrockpioniere von Soft Machine, den schwedischen Orgler Bo Hansson und die deutschen Synthie-Pioniere von Cluster. Highlight für mich ist aber "Karina", das von dem brasilianischen Gitarristen und Produzenten Artur Verocai stammt. Da Brasilien zurzeit eines meiner Reflex-Stichworte ist habe ich sofort weiter gegurgelt und dabei sein titelloses Debütalbum von 1972 (meinem Lieblinxjahr der Popmusik!) und meine momentane Lieblinxplatte entdeckt!
(18.08.2013)
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Mark J. Mulcahy: "Dear Mark J. Mulcahy, I Love You." (Fire, Juni 2013)
Mark Mulcahy hat mal vor Äonen (d.h. in den ansonsten blöden 80ern) bei der wunderbaren Band Miracle Legion gesungen. Da ist der Kauf eines seiner seltenen Soloalben natürlich Pflicht! Auch hier in Kürze mehr zur Musik.
(14.07.2013)
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Tunng: "Turbines" (Full Time Hobby, Juni 2013)
Nach wie vor tue ich mich mit dem Begriff "Folktronica" (oder so ähnlich) schwer. Die Band setzt dabei zwar im Kern auf akustische Instrumente, kombiniert das aber mit Computerbeats, was ja eigentlich nicht mein Ding ist, aber es gefällt mir überraschenderweise trotzdem. Vielleicht liegt es einfach daran, dass die "Folksongs" der Band gut sind? Die Kritiker sind vom neuen Album zwar nicht sonderlich begeistert, aber mir gefällt es.
(14.07.2013)
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Grant Hart: "The Argument" (Domino, Juli 2013)
Ein neues Konzeptalbum des ehemaligen Hüsker-Dü-Drummers. Das Doppelalbum basiert auf John Miltons epischem und mir als literarischem Diletanten bislang unbekannten Gedicht "Paradise Lost" - aber keine Sorge, eigentlich handelt es sich hier nicht um "große Kunst", sondern um ein gutes Rockalbum, das mich beim ersten Hören sogar an Grants fabelhaftes Debüt "Intolerance" auf dem SST-Label von 1989 erinnert.
(28.07.2013)
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Tedeschi Trucks Band: "Made Up Mind" (Sony/Masterworks, Aug. 2013)
Es hat ein bisschen gedauert, bis ich das neue Album der Band um das Ehepaar Susan Tedeschi und Derek Trucks zu hause hatte: die CD kam zwar bereits im August heraus, das Vinyl wurde aber erst für den Oktober angekündigt - also habe ich erst einmal gewartet. Leider war die Vinylausgabe dann mal locker 10 Oiro teurer als die CD (eine Unsitte, vor allem bei den Major-Labels!), sodass ich jetzt doch zum schnöden Silberling gegriffen habe. Der erste Eindruck zur Musik: exzellent, wie gehabt. Mehr Details zur Musik dann in Kürze.
(17.11.2013)
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Thees Uhlmann: "#2" (Grand Hotel Van Cleef, Aug. 2013)
Ein bisschen kingt die Platte leider doch zu sehr, wie sie aussieht, aber erstens war das zu erwarten und zweitens macht Thees Uhlmann und auch dem Publikum diese charmante Version vom Stadionrock doch großen Spaß - und ist allemal besser als Westernhagen, Maffay, Ärzte oder die Hosen. Faszinierend ist es irgendwie zu hören, wie Thees es erneut schafft, mit einer Melodie ein ganzes Album zu bestreiten. Ich kann mich nicht wehren - ich glaube, ich mag das. Irgendwie.
(01.09.2013)
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Volcano Choir: "Repave" (Jagjaguwar, Aug. 2013)
Zwar schon über ein Jahr alt, aber erst kürzlich durch Zufall entdeckt: Justin Vernon, A.K.A. Bon Iver, zusammen mit der mir bislang unbekannten Band Collections Of Colonies Of Bees. Gefällt mir richtig gut!
(20.09.2014)
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Califone: "Stitches" (Dead Oceans, Sept. 2013)
Nach ihrem Glitterhousedebüt vor mehr als einem Jahrzehnt hatte ich die Band um Singer/Songwriter Tim Rutili etwas aus den Augen verloren. Folk mit Elektronik. Sperrig & schön.
(27.04.2014)
Guru Guru: "Electric Cats" (Trance Music, Sept. 2013)
Mani Neumeiers Truppe ist eine meiner Lieblinxband aus deutschen Landen seit ewigen Zeiten. Da ihre Stärke aber eher die Improvisation und nicht das Erschaffen ausgefuchster Lieder ist, sind auch nicht alle ihrer Platten wirklich toll. Da Frühwerk liebe ich sehr, das Spätwerk ist mal gut, mal nur "geht so". Die neue CD hat zwar ein Cover, das mir nicht so richtig gefällt (irgendwie zu sehr auf freakig gemacht oder einfach nur zuviel Gelb?) und wie immer keine besonders relevanten Texte (meist wird garnicht gesungen, was genau richtig ist!), aber gerade die längeren Stücke sind wirklich schön geworden. Beigetragen haben dazu neben der seit 10 Jahren stabilen Stammbesetzung (neben Neumeier sind das Gitarrist/Saxofonist Roland Schaeffer, Bassist Peter Kühmstedt und Gitarrist Hans Reffert) zwei Gäste: Kraan-Bassist Helmut Hattler und Ax Genrich, Guru-Gitarrist der ersten Stunde.
(29.09.2013)

Konzerthighlight: Blue NoteZ, Dortmund, 30.11.2013: Mal wieder ein Konzert mit Mani und seiner Band - sogar eines der besten von den fünf oder sechs, die ich in den vergangenen fast vier Jahrzehnten von ihnen besucht habe. Das erste muss 1978 in der Besetzung Neumeier/Kühmstedt/Bornschlegel/Schaeffer im Dinslakener Burgtheater gewesen sein. Bis auf den damaligen, nur kurz bei der Band weilenden Gitarristen Dieter Bornschlegel (witzigerweise aus Dortmund stammend!) stand jetzt genau diese Besetzung auf der Bühne des gemeinnützigen Clubs Blue NoteZ im Keller einer Dortmunder Vorstadtgesamtschule. Auch die Räumlichkeiten haben mich schwer an die 70er erinnert (Jugendheim ... Kellerdisko ...), wo die Band - eher untypisch für die 70er - anscheinend pünktlich angefangen hatte und schon mitten im ersten Set war, als ich gegen 20:30 dort eintraf. Auf jeden Fall ergab der "Rest", inklusiver mehrerer Zugaben, ein tolles Konzert, die Band war bester Laune und in Höchstform.

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Mazzy Star: "Seasons Of Your Day" (Rhymes Of An Hour, Sept. 2013)
Das vierte Album von Hope Sandoval und David Roback nach einer Pause von satten 17 Jahren - und die alte Magie ist sofort wieder da! Wunderbare Musik, zu der mir gerade die Worte fehlen!
(13.10.2013)
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Agnes Obel: "Aventine" (Play It Again Sam, Sept. 2013)
Das zweite Album der dänischen Sängerin, Songschreiberin und Pianistin mit Wohnsitz Berlin, von der ich bisher nur die 10-Zoll-EP "Riverside" kannte. Ausser der Stimme und dem Pianospiel von Agnes gibt es nur gelegentliche Unterstützung von zwei Musikerinnen an Cello und Violine. Alles sehr schön, aber auch etwas karg. Muss ich wohl noch öfter hören.
(24.11.2013)
The Wynntown Marshals: "The Long Haul" (Blue Rose, Sept. 2013)
Ich hab mir lange schon nichts mehr vom Blue Rose-Label gegönnt - das war mir in den letzten Jahren alles etwas zunormal, zu "rootsmäßig" . Die schottische (!) Band fällt mit ihrem sehr amerikanischen "Rootss--Rock" (bzw. "Americana") auch in das Raster der typischen Blue Rose Künstler. Dazu kommt der nach meiner Meinung nicht gerade besonders tolle Bandname, der mich beim ersten Mal natürlich an eine Verballhornung von Wynton Marsalis denken ließ. Und wenn wir mit Songs To The Siren nicht kürzlich deren Vorprogramm im Weseler Karo bestritten hätten, so wäre auch dieser zugegebenermaßen wohlschmeckende Kelch wohl an mir vorbeigegangen! Gute Songs, gute Band. Live sehr, sehr gut und auf Studio-CD auch ganz ordentlich ...
(27.04.2014)

Konzerthighlight: JZ Karo, Wesel, 07.04.2014

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Fink & The Royal Concertgebouw Orchestra: "Live In Concert" (Ninja Tune, Okt. 2013)
Der Ex-Electronik-Tüftler Fin Greenall zusammen mit seiner Band und dem renomierten Amsterdamer Klassik-Orchester mit einem Konzertmitschnitt aus jenem Concertgebouw vom 29. Apil 2012. Es gibt mit wunderbarem Klang das Fink-Trio mit und ohne Orchesterbegleitung, ja sogar bei zwei (Klassik?-)Titeln das Orchester ohne die Band zu hören - und es passt trotzdem alles gut zusammen. Die CD für knappe 15 Oiro kommt in edler Buchaufmachung daher, so wie schon bei "Wheels Turn Beneath My Feet", der Live-CD der Band ohne Orchester vom vergangenen Jahr.
(24.11.2013)
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Golden Kanine: "We Were Wrong, Right?" (Glitterhouse, Okt. 2013)
Ein Nachzügler von meiner letzten Bestellung aus dem Glitzerhaus - sowohl wegen des Erscheinungsdatums, als auch beim Hören zu Hause. Aber zur Weihnachstzeit gab es Vinyl inklusive CD für weniger als 13 schlappe Oiros.
Die Band stammt aus Schweden, hat als (härtere?) Gitarrenband der Sparte "Indie-Rocker" begonnen, inzwischen aber den Folk und vor allem Blasinstrumente für sich entdeckt. Wenn ich das jetzt richtig beobachtet habe, dann gehören zwei Bläser fest zur Gruppe, live kommen da teilweise noch mehr dazu, wenn die Band ihre Musik spielt. Anscheinend nicht mehr ganz so hart wie früher, aber immer noch sehr fetzig (darf man dieses Adjektiv noch immer benutzen, wenn man loben will? Keine Ahnung!).
(05.01.2014)

Konzerthighlight: Orange Blossom Special, Beverungen, 06.06.2014: Die Burschen, inklusive des Bläsersatzes mit Trompete und Baritonsaxofon (live immer ein Genuss!), waren beim diesjährigen OBS der Topact für den ersten Abend - eine Rolle, die ihnen ausgezeichnet stand!

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of Montreal: "Lousy With Sylvianbriar" (Polyvinyl, Okt. 2013)
Als Labelmates von Ida war mir die Band um den Sänger, Songschreiber & Multiinstrumentalisten Kevin Barnes zwar schon ein Begriff, hatte mich aber bisher nicht wirklich interessiert. Letztens hörte ich aber die neue Platte im bayrischen Zündfunk, dem ich ja schon die Bekanntschaft mit Damien Jurado und den Temples gemacht. Statt alles mit Gitarren und Computern selbst zu machen hat Barnes diesesmal eine ganze Band angeheuert und das Album im Stil der späten 60er/frühen 70er live im Studio eingespielt: es hat sich unbedingt gelohnt - und vielleicht höre ich doch mal in das eine oder andere seiner alten Alben rein!
(06.04.2014)
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Lee Ranaldo And The Dust: "Last Night On Earth" (Matador, Okt. 2013)
Der schnelle Nachfolger zum gelungenen Einstand "Between The Times And The Tides" des Ex(?)-Sonic Youth-Gitarristen vom vergangenen Jahr, jetzt sogar mit fester Band. Überraschend eingängig (eingängig aus der Sonic Youth-Perspektive!), rockend, mit guten Songs und guten Sounds. Mag ich sehr.
(27.10.2013)
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Tindersticks: "Across Six Leap Years" (City Slang/Lucky Dog, Okt. 2013)
Wer hätte gedacht, dass Stuart Staples und seine Band nach 20 Jahren noch immer so gut, vielleicht sogar noch besser sind als in den schon grandiosen Anfangstagen? Und das gilt für Qualität und für Quantität! Dass das neue Album dabei "nur" Neuinterpretationen bereits bekannter Lieder der Band bietet spielt eigentlich überhaupt keine Rolle. Auch nicht, dass in den legendären Abbey Road-Studios aufgenommen wurde.
(20.10.2013)
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The Wood Brothers: "The Muse " (Southern Ground Artists, Okt. 2013)

Mein persönliches Highlight vom OBS-Wochenende. Oliver Wood (Gitarre, Gesang), sein jüngerer Bruder Chris Wood (jawohl, das ist der Weltklassejazzbassist von Mesdeski, Martin & Wood!) und Trommler Jano Rix spielen Musik im Spannungsfeld von Folk, Country, Jazz und Rock auf allerhöchstem Niveau. Produziert vom Meister Buddy Miller.
(07.06.2015)

Konzerthighlight: 19. Orange Blossom Special, Beverungen, 23.05.2015: Wahrscheinlich hat nie ein besserer Bassist auf der kleinen Bühne in Beverungen gestanden! Aber eigentlich spielte das nicht die entscheidende Rolle, denn spätestens beim Cover von "Ophelia" von The Band war mir klar: die Urväter des Americana haben würdige Nachfolger gefunden.

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Howe Gelb: "The Coincidentalist" (New West, Nov. 2013)
Giant Sand fand ich eigentlich immer toll, auch wenn mir nie alle der zahlreichen Alben gefallen haben - teilweise fand ich sie etwas unausgegoren bzw. waren sie sogar mir zu schräg. Nach längerer Abstinenz habe ich jetzt mal wieder reingehört, da ich mitbekommen habe, dass das neue Soloalbum "etwas zugänglicher" sein soll! Natürlich ist ein Gesangsduett von Howe Gelb mit Will Oldham (A.K.A. Bonnie "Prince" Billy) nach Mainstream-Maßstäben nach wie vor als schräg zu bzeichnen, aber eben nicht nach Howe-Gelb-Maßstäben. Insgesamt sind die Lieder - wie immer - sehr spannend instrumentiert, aber diesesmal doch relativ klar herausgearbeitet. Man sagt - glaube ich - auch fokussiert zu so etwas.
(15.12.2013)
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Terry Lee Hale: "The Long Draw" (Glitterhouse, Nov. 2013)
Seit den frühen 90ern kenne ich diesen in Frankreich lebenden und aus den USA stammenden Singer/Songwriter, von dem ich mir aber lange nichts mehr angeschafft hatte. Seine Rückkehr zum Glitterhouse-Label habe ich da als Anlass zum erneuten "Beschnüffeln" gewählt, nicht zuletzt auch weil die ersten Kritiken von "The Long Draw" ziemlich positiv ausgefallen sind (in den letzten Jahren wurde Terry in der Rockjournallie doch eher nur "nebenher" abgehandelt). Das Album ist karg geraten (mag ich), hat wie immer gute Gitarrenarbeit vom Meister der "komischen Gitarrenstimmungen" (die wie immer genannt werden!), gute Songs und gute Texte. Nur der im Begleittext nicht erwähnte, sehr stoische Trommler irritiert mich ein wenig: ich muss gestehen, dass ich nicht sicher bin, ob das vielleicht sogar ein Computer oder Terry Lee Hale höchstpersönlich ist! Verwirrend: In der Glitterhouse-Besprechung wird eine baskische Rhythmusgruppe bestehend Frantxoa Errecarret (Schlagzeug) und Nicholas Chelly (Kontrabass) erwähnt, von der nur der Bassist bei drei von den acht Liedern als Begleiter angegeben wird. Na ja - eigentlich ist es aber völlig unwichtig, wer (oder was?) hier trommelt, denn es stört ja nicht wirklich.
(24.11.2013)
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Die Hoechste Eisenbahn: "Schau In Den Lauf Hase" (Tapete, Nov. 2013)
Auch diese Platte vom vergangenen Herbst dieser angeblichen deutschen "Singer/Songwriter-Supergroup" ist mir bisher entgangen, aber in einer Musikzeitschrift gab es kürzlich ein Blinddate mit der Band, wo sich gleich drei der beteiligten Musiker als "gute Bekannte" herausgestellt haben: Bassist/Keyboarder Felix Weigt war auch schon bei Kid Kopphausen dabei und gehört auch zur Mannschaft von Spaceman Spiff. Schlagzeuger/Multiinstrumentalist Max Schröder ist vielleicht unter dem Namen Der Hund Marie dem einen oder anderen bekannt und war auch mal bei Tomte dabei. Sänger/Songschreiber Moritz Krämers Solodebüt steht ja bereits in meinem Plattenschrank. Nur Francesco Wilking, seines Zeichens Sänger und Verschmied bei der Band Tele, war mir bisher unbekannt. Vielleicht ist das Ergebnis dieser Kooperation nicht so toll wie bei Kid Kopphausen, aber es ist auf jeden Fall sehr gelungen.
(06.04.2014)

Konzerthighlight: Orange Blossom Special, Beverungen, 07.06.2014: 23 Bands in 3 Tagen - das ist eigentlich zuviel für meinen gestressten Körper und vielleicht auch für meine Seele, aber die Fahrt in's Weserbergland hat sich wegen dieser Band schon gelohnt. Live noch besser als im Studio!

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The Marble Man: "Haidhausen" (Autopilot/Redwine Tunes, Nov. 2013)

The Marble Man ist wieder mal so ein Fall, wo man nicht klar sagen kann: ist das jetzt ein Singer/Songwriter mit Pseudonym oder eine Band? Wahrscheinlich hat Sänger, Gitarrist, und Songschreiber Josef Wirnsteiner das Projekt alleine im Kämmerlein in der oberbayrischen Provinz begonnen, woraus sich spätestens hier bei "Haidhausen" ein echtes "Bandding" entwickelt hat.
Entdeckt habe ich die Band mit dem bereits im November erschienen neuen Album ganz banal, weil ich mal wieder ergoogeln wollte, was eigentlich die Nürnberger Band Missouri so treibt, falls es sie denn noch gibt. Zu diesem Thema konnte ich zwar nichts herausfinden, aber in ihrem Nürnberger Lone-Star-Studio hat deren Musiker Frank Mollena "Haidhausen" co-produziert und aufgenommen, was bei Youtube in bewegten Bildern festgehalten wurde. Ich wurde neugierig und bin dadurch bei einem wirklich schönen Album gelandet, sogar bei einer limitierten Vinylausgabe (#230 von 250!).
(23.02.2014)

Das Album wird mit jedem Hören besser. Und hätte ich es schon im November 2013 gekannt - es hätte durchaus seine Chance in meinen Jahrescharts gehabt!
()28.03.2014)

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Supergroup: "Vol. 3" (Micropal, Nov. 2013)
Diese Platte ist natürlich nicht brandneu, aber eben gerade erst von mir entdeckt - das dritte Werk der drei Labelbetreiber von Micropal aus dem "Großraum" Nürnberg/Fürth, als da sind: Sänger/Gitarrist Zattl, dessen andere Band When Skipjack Tripped von mir schon gewürdigt wurde, Bassist Hubertus Mohr, früher mal bei den wunderbaren B'shops, sowie Trommler Alex Sticht, der schon für Missouri, When Skipjack Tripped und Throw That Beat In The Garbage Can tätig war und auch ein schönes Soloalbum herausgebracht hat. Schön-schlampig, krachiger Gitarrenrock mit den allerbesten Songs.
(25.03.2016)
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Matthew Sweet & Susanna Hoffs: "Under The Covers - Vol. 3" (Floating World, Nov. 2013)
Die dritte Folge von der (offensichtlich?) erfolgreichen Reihe beschäftigt sich mit den 80ern, nachdem in Teil 1 die 60er und in Teil 2 die 70er behandelt wurden. Das Ergebnis ist ganz hübsch, aber für meinen Geschmack leider nicht so gelungen, wie die ersten beiden Folgen. Böse Zungen würden sagen: das liegt natürlich am an diesem musikalisch eher uninteressanten Jahrzehnt - aber auch dort gab es gute Songs, wie viele der gewählten Künstler beweisen (The Smith, Echo & The Bunnymen, R.E.M.). Eher liegt es vielleicht daran, dass Sweet und Hoffs selber in dieser Zeit musikalisch sozialisiert wurden bzw. ihre ersten eigenen Platten veröffentlicht haben und es irgendwie verpassen, den Liedern jeweils neue Aspekte abzugewinnen, weil ihnen vielleicht die Distanz fehlt. Der Unterschied zwischen interessanter Neuinterpretation und bloßem Nachspielen ist nicht immer klar zu erkennen. Trotzdem höre ich natürlich Matthew Sweet und Susanna Hoffs gerne zu, wenn sie ihre Lieblinxlieder spielen.
(21.12.2013)
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Chris Eckman: "Harney County" (Glitterhouse, Dez. 2013)
Diese Kritik könnte ich fast genauso wie die zu Howe Gelb beginnen - ich müsste nur Giant Sand gegen Walkabouts austauschen und nicht über die bisherige Skizzenhaftigkeit des Eckman'schen Werkes klagen, sondern über dessen stilistische Breite, die teilweise in Bereiche führt, für die ich mich eher wenig interessiere. Tatsächlich war in den Kritiken auch nicht zu lesen, dass die neue Eckman-Platte jetzt eingängiger wäre, sondern dass sie stilistisch eher Folk als Elektronik oder Weltmusik bieten würde. Auf jeden Fall ist ihm, genauso wie Howe Gelb, ein wunderbares Singer/Songwriter-Soloalbum gelungen.
(22.12.2013)
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The Flaming Lips: "Peace Sword" (Bella Union, Dez. 2013)
Auch die wunderbare Band von Wayne Coyne ist inzwischen bei Bella Union gelandet, das wohl auf bestem Wege ist, mein neues Lieblinxlabel zu werden. Wenn auch nur mit einer EP mit nur 6 Liedern.
(15.02.2014)
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Klaus Paul: "Villa Berg" (naïv, Dez. 2013)
GEHEIMTIPP!!! Das zweite Album nach fast 10 Jahren von Loretta-Gitarrist Klaus Paul gibt es hier als Gratis-Download:
www.naiv.de/portraits/th.html.
Ich hatte schon aufgehört, darauf zu warten & zu hoffen.
(19.04.2015
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Geht so ...

Prefab Sprout: "Crimson/Red" (Embassy Of Music/Kitchenware/Icebreaker, Okt. 2013)

Ebenfalls überraschend für mich kommt da ein neues Album von Paddy McAloon, für mich als alten Prefab Sprout-Fan natürlich ein Muss, das erst gestern als Vinylausgabe den Weg per Post zu mir fand. Da war natürlich Geduld angesagt, vor allem bei all den euphorischen Pressestimmen. Jetzt hab ich es einmal gehört und bin etwas hin- und hergerissen, vor allem weil ich ja schon wußte, dass Paddy McAloon das Album ganz alleine, ohne Band, aufgenommen hat. Zum Einen sind seine Stimme und seine Songs wirklich großartig und haben alleine deshalb den Kauf der Platte schon gelohnt. Aber ich habe doch (wie befürchtet!) meine Probleme mit den Keyboard- und Drumcomputersounds, die mir doch deutlich den Genuss der Lieder schwer machen. Es bleibt also abzuwarten, wie sich das Album für mich entwickeln wird.
(20.10.2013)

Dass es bei eher "normaler" Rock- und Popmusik computersoundmäßig auch besser klappen kann hat uns dieses Jahr Robyn Hitchcock schon gezeigt!
(26.10.2013)

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Erstellt: 19.04.2013 Letzte Aktualisierung: 28.11.2016 15:03 10322 Besucher seit dem 19.04.2013
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