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Michaels Favoriten 2014

Jahresrückblick etc.

Willkommen zurück: die besten Wiederveröffentlichungen des Jahres bekommen jetzt eine eigene Rubrik auf der Jahresseite. Ursprünglich hatte ich für essentielle Wiederveröffentlichungen längst vergriffener Schallplatten auf CD mal die Seite "Lost & Found" eingerichtet. Inzwischen läuft das ja bekanntlich umgekehrt, wie man an den schönen Beispielen von Yo La Tengo und Locust Fudge ja sehen kann.
(25.12.2014)

Das Album des Jahres

#1: Ben Watt: "Hendra" (Caroline/Unmade Road, April 2014)
"Hendra" ist tatsächlich erst das zweite Soloalbum des ehemaligen Gitarristen von Everything But The Girl. Guter, abgehangener Singer/Songwriter-Pop mit der richtigen Mischung elektrisch/akustischer Instrumentierung bzw. Rock/Folk. An der Sologitarre ist fast durchgängig Bernard Butler von Suede zu hören (falls das jemanden interessiert), der nur bei einem Titel Platz macht für den noch bekannteren David Gilmour. Nur Gattin und Ex-EBTG-Partnerin Tracey Thorn macht sich rar (soll aber kein Beziehungsproblem sein, wie man liest!).
(04.05.2014)

Die Jahrescharts: Platz2im Rolling Stone!

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Highlights des Jahres

#2: Damien Rice: "My Favourite Faded Fantasy" (Warner/14th Floor, Okt. 2014)

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(29.11.2014)

Tja ... die Platte ist wirklich gut, ohne jeden Makel. Seine ersten beiden Alben aus den 00er Jahren gingen mehr oder weniger spurlos an mir vorbei, waren aber wohl gut und vor allem recht erfolgreich. Diesesmal war ich direkt bei der Veröffentlichung dabei, hatte aber keine besonderen Erwartungen. Jetzt sitze ich hier, höre den fantatischen Klängen zu (viele akustische Gitarren, viele Streicher, ...), geniesse die durchweg gelungenen Kompositionen ohne jeden Ausfall. Das ist ja fast schon wieder verdächtig ...
(12.12.2014)

Die Jahrescharts: Platz12im Rolling Stone!

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#3: Damien Jurado: "Brothers And Sisters Of The Eternal Son" (Secretly Canadian, Jan. 2014)
Eine weitere Entdeckung aus dem Zündfunk. Singer/Songwritermusik der besseren Art - vielleicht nicht ganz in der Spielklasse von Bill Callahan, aber das gilt ja für die meisten seiner Kollegen!
(06.04.2014)
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#4: Temples: "Sun Structures" (Heavenly Recordings, Feb. 2014)
Hochgelobte Debütalben englischer Bands sind mir normalerweise ziemlich egal. "Britpop" geht mir meist am Arsch vorbei. Dem Debüt der Temples aus der englischen Provinz mit ihrer Musik, die eher nach 1967 als nach 2014 zu passen scheint, aber trotzdem völlig frisch daherkommt, konnte ich vor zwei Wochen täglich auf dem Weg zur heim von der Arbeit in der wunderbaren Radiosendung Zündfunk auf Bayern 2 lauschen, wo "Sun Structures" Album der Woche war.
Sänger, Gitarrist und Songschreiber James Bagshaw erinnert mit seinem Engelslocken übrigenz ein wenig an den jungen Syd Barrett oder sogar an Tim Buckley. Das sollte hier eigentlich keine Rolle spielen, führt aber zu durchaus interessanten Querverweisen.
Ach so: "heim" ging es beim Radiohören nicht nach "zuhause" am Niederrhein von A nach B, sondern von meinem aktuellen Arbeitsplatz in Nürnberg zu meinem Hotelzimmerchen in einer kombinierten Gaststätte mit Metzgerei in Dietenhofen, 30 km westlich von Nürnberg, wo ich ausquartiert bin, wenn wegen irgendeiner blöden Messe die Hotelzimmer direkt in Nürnberg mal wieder unbezahlbar sind für Normalsterbliche. Und wo wir gerade bei Nürnberg sind: da gab es doch schon mal vor vielen Jahren eine deutsche Band, die 6Ts-Musik mit Garagenrock gemischt hat und dabei gleichzeitig sehr modern und spannend war: Shiny Gnomes war der Name der Band. Aber deren Sänger Limo hatte nicht so schöne Locken, kam eben "nur" aus Franken, hat aber noch kürzlich eine wunderbare CD unter dem Pseudonym Temple Of L.I.B. veröffentlicht. Was auch immer uns das sagen soll ...
(23.02.2014)

Die Jahrescharts: Platz22im Rolling Stone!

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#5: Tilman Roßmy Quartett: "Ich Weiss Nicht Wer Du Bist" (Feb. 2014)
Das nenne ich mal Understatement: auf der neuen CD von Ex-Die Regierung-Sänger Tilman Roßmy steht nichts als der Titel "Ich Weiss Nicht Wer Du Bist". Kein Interpret, keine Besetzung, kein Label, nix von alledem. Trotzdem (?) eine der besten deutschsprachigen Rock/Pop-Platten des laufenden Jahres.
(02.11.2014)
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#6: Timber Timbre: "Hot Dreams" (Full Time Hobby, April 2014)
... noch so eine Entdeckung durch den bayrischen Zündfunk! Ein kanadisches Trio um den Sänger, Multiinstrumentalisten und Songschreiber Taylor Kirk. Eher keyboard- als gitarrenlastig, aber dabei wunderschön , denn es werden schwurbelige, teilweise leiernde Tastenapparate verwendet, die eher an die 60er und 70er als an die Neuzeit erinnern. Mag ich sehr und könnte sogar ein Jahresfavorit werden!
(18.06.2014)
#7: The War On Drugs: "Lost In The Dream" (Secretly Canadian, März 2014)
Auf dieses Album habe ich fast 4 Monate warten müssen, denn so lange hat es gedauert, bis die ruckzuck im März ausverkaufte Erstauflage auf Vinyl endlich nachgepresst wurde! Entdeckt habe ich die Band im Frühjahr, inzwischen ist das ja keine Überraschung mehr, im bayrischen Zündfunk auf Bayern2 als Album der Woche. Davon kann sich unser heimischer WDR eine dicke Scheibe abschneiden.
Ich hatte nach der langen Wartezeit natürlich die Sorge, dass sich meine Begeisterung für die Band als Strohfeuer entpuppen würde - und das erste Hören der heruntergeladenen MP3s am PC gab mir da auch Recht. Dann habe ich die schleunigst gebrannte CD im Auto laufen lassen ... und bin noch begeisterter als zuvor! Jetzt bin ich gespannt, wieviel Freude mir das Anhören des Vinyl-Doppelalbums (mit 10 Liedern in knapp 60 Minuten!) noch machen wird! Ein Kandidat für das Album des Jahres, keine Frage!
(19.07.2014)

Die Jahrescharts: Platz42im Musikexpress!

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#8: Distance, Light & Sky: "Casting Nets" (Glitterhouse, Nov. 2014)
Diese Platte ist GROSS - eine der besten aktuellen Neuveröffentlichungen und auf jeden Fall beste Glitterhouse-Veröffentlichung seit ... langem. Walkabouts-Sänger, Gitarrist und Songschreiber Chris Eckman erschuf zusammen mit der mir bisher unbekannten belgischen Sängerin Chantal Ecda, dem belgischen Schlagwerker Eric Tielemans und dem englischen Toningenieur Phill Brown eine wirklich tolle Platte mit wunderschönen, traurigen Liedern (so wie die besten Walkabouts-Duette von Chris & Carla!) und einer dezenten, aber phänomenal klingenden Begleitung (meist nur Eckmans (und Acdas?) Akustikgitarren und Thielemans Perkussionsinstrumente).
Mein Kumpel Frank, dem ich die Platte gerade vorgespielt habe, ist mit mir da einer Meinung und findet sogar, dass das nicht nur so gut klingt wie bei ECM, sondern auch die gleiche elegante Coverästhethik hat.
(30.11.2014)
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#9: Robyn Hitchcock: "The Man Upstairs" (Yep Roc, Aug. 2014)
Dies ist quasi ein Konzeptalbum, das sich Robyn Hitchcock und sein Produzent, der legendäre Joe Boyd (Pink Floyd, Nick Drake, Incredible String Band, Fairport Convention, ), da ausgedacht haben: im Stil alter Judy Collins oder Tom Rush-Alben, die Vorzugsweise in den späten 60ern bis frühen 70ern bei Elektra erschienen sind, werden Eigenkompositionen und geschmackvolle, aber eher unbekannte Coversongs gemischt. Die Auswahl der Coversongs ist aber gegenüber den Vorbildern "leicht modernisiert" worden: statt Liedern von Leonard Cohen und Joni Mitchell, die beide damals noch vor ihren eigenen Debütalben erstmals durch Coverversionen von Judy Collins und Tom Rush Aufmerksamkeit bekamen, werden hier Lieder von Roxy Music, den Psychedelic Furs und Grant Lee Buffalo gespielt. Nur "Crystal Ship" von den Doors stammt aus den 60ern. Eine sehr schöne, sparsam instrumentierte Platte ist das geworden.
(28.09.2014)
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#10: ClickClickDecker: "Ich Glaub dir Gar Nichts Und Irgendwie Doch Alles" (Audiolith, Jan. 2014)
Entdeckt habe ich das Duo aus Singer/Songwriter Kevin Hamann und dem von Missiouri, Fink und Green Apple Sea bekannten Multiinstrumentalisten Oliver Stangl auf dem OBS-Festival in Beverungen vor fast 2 Jahren. Das neue Album der beiden ist ziemlich gut, hat fast sogar die Klasse der Arbeiten von Niels Frevert und Nils Koppruch. Die Vinylausgabe kommt mit der DVD "Emmelsbüll Und Die Letzten 12" daher, auf der die Studioarbeit zum Album in der nordfriesischen Provinz dokumentiert wird.
(15.02.2014)

Konzerthighlight: 16. Orange Blossom Special, Beverungen, Pfingsten 2012.
(24.07.2015)

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#11: "Natalie Merchant" (Nonesuch, Mai 2014)
Abgehangene, perfekte Singer/Songwriter-Musik der ehemaligen Frontfrau der 10,000 Maniacs mit ihrem ersten Soloalbum mit eigenem Material seit über 10 Jahren. Balsam für die Ohren. Und sogar bei zwei Liedern mit Elizabeth Mitchell von Ida im Chor, von denen ich ja bekanntlich schon lange auf ein neues Lebenszeichen warte. Aber das ist natürlich eine ganz andere Geschichte.
(23.05.2014)
#12: Rodrigo Amarante: "Cavalo" (Easy Sound, Mai 2014)
Rodrigo Amarante war mal bei der brasilianischen Rockband Los Hermanos, ging dann in die USA, gründete mit Strokes-Drummer Fabrizio Moretti und Binky Shapiro die Band Little Joy und war als Begleiter von Devendra Banhart unterwegs. Dies ist, soweit ich weiß, sein Solodebüt, aufgenommen in seiner neuen Wahlheimat. Die Coverabbildung ist übrigenz kein Irrtum: das ist einfach das, was man sonst auf der Innenhülle einer Platte findet. Das Optische kann man mögen ... das Musikalische muß man lieben, denn es bringt völlig eigenständig das Beste aus Brasilien und Indie-Folk zusammen.
(15.06.2014)
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#13: Mark Olson: "Good-bye Lizelle" (Glitterhouse, Sept. 2014)
Nach dem eher mäßigen Album seines Americana-Kollegen Ryan Adams kommt die neue Platte vom ehemaligen Sänger der Jayhawks wie Balsam für meine Ohren daher. Zusammen mit seiner Freundin Ingunn Ringvold, die da zusammen mit ihm vom Cover strahlt (ist das jetzt ein Selfie, oder wie heisst das?) hat er ein wirklich wunderbares Album aufgenommen, das der alten Kritikertheorie ganz vehement widerspricht, man könne nur gute und gehaltvolle Kunst erschaffen, wenn man/frau unglücklich ist. Definitiv bestes Glitterhaus-Album seit längerem!
(21.09.2014)
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#14: Bonnie 'Prince' Billy: "Singer's Grave - A Sea Of Tongues" (Domino, Sept. 2014)
Ich besitze zwar viele Alben von Will Oldham - wenn auch bei weitem nicht alle. Einen echter Überblick über sein breitgestreutes "Werk" fehlt mir deshalb. Trotzdem bin ich bereits nach dem ersten Hördurchgang sicher, dass das hier eines der besten Alben des kauzigen Sängers und Songschreibers ist. Nicht zuletzt deswegen, weil er hier für seine Verhältnisse relativ aufwändig instrumentiert hat und es sogar ein wenig nach "normaler" Nashville-Musik klingt. Produziert von Mark Nevers (Lambchop). Die Vinylausgabe war mir trotz der Bonus-Platte mit Coversongs zu teuer. Aber auch die CD ist wirklich hübsch gemacht (Klappcover!).
(26.10.2014)
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#15: Joe Henry: "Invisible Hour" (Edel/earMUSIC, Mai 2014)
Für mich seit vielen Jahren einer der besten und beständigsten amerikanischen Singer/Songwriter, der vielleicht wegen seines "Nebenjobs" als Produzent (zuletzt u.a. für Billy Bragg und Bonnie Raitt) leider viel zu selten eigene Alben herausbringt. Auch "Invisible Hour" hat er wieder mit seinem festen Musikerstamm (u.a. Schlagzeuger Jay Bellerose, Bassistin Jennifer Condos und Saitenhexer Greg Leisz, dazu erstmals sein Sohn Levon Henry, der wunderbare Bläsersätze mit Saxophonen und Klarinetten beisteuert) eingespielt. Eine wunderbare Platte.
(27.06.2014)

Die Jahrescharts: Platz15im Rolling Stone!

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#16: Jolie Holland: "Wine Dark Sea" (Anti, Juni 2014)
Jolie Holland macht klar ihre eigene, spröde Musik und ist beim neuen Album deutlich rockiger als bisher - aber macht das wirklich nicht schlecht! Das Meiste scheint live eingespielt zu sein mit 3 Gitarristen (u.a. der auch an Blasinstrumenten überzeugende Doug Wieselman), 2 Drummern und einem Bassisten, ohne dabei überladen oder sogar bombastisch zu sein. Das hat was.
(15.06.2014)
Der Mann: "Wir Sind Der Mann" (Staatsakt, Nov. 2014)
Was für eine Platte! Die Türen nennen sich jetzt (zumindest für diese Platte!) "Der Mann" und haben so etwa wie ein Konzeptalbum über "Den Mann" gemacht. Leider habe ich die Platte erst vor wenigen Tagen als Platte des Monats Januar 2015 im Musik Express entdeckt - wahrscheinlich gab's keine Gratis-Vorab-Exemplare für die Schreibende Zunft, sodass diese Herren sich die Platte doch tatsächlich kaufen mussten! Jetzt überlege ich sogar, ob ich meine Jahresbestenliste 2014 noch einmal überarbeiten soll ...
(01.01.2015)

Konzerthighlight: Gebäude 9, Köln, 27.02.2015: das war, wie fast schon erwartet, mein bisheriges Konzerthighlight des Jahres: die große Türen-Besetzung vom letzten Album, also neben Sänger Maurice Summen (oft am zweiten Schlagzeug, wenn er Gesangspause hatte!), Bassist Ramin Bijan (auch mit gelungenen Mandolineneinsätzen!) und Gitarrist Gunter Oswald (beim letzten Türenalbum ja beruflich verhindert!) noch Gitarrist Andreas Spechtl von den Staatsakt-Labelmates Ja Panik und Schlagzeuger Chris Imler, dazu noch Keyboarder Carsten "Erobique" Meyer (mir bisher unbekannt), spielte nahezu das komplette Der Mann-Album, dazu noch Highlights aus dem Türen-Katalog. Man(n) ließ sogar die Unterstützer jeweils eine eigene Nummer präsentieren. Nur die Türenhymne "Rentner & Studenten" wurde nicht gespielt, gab's dafür aber als (rare?) 7-Inch am Merchandisingstand, wo ich dann selbstverwerflich zusgeschlagen habe. Meine erste Single seit ?zig Jahren!
Im Vorprogramm gab's auch etwas (für mich) Neues zu entdecken, obwohl es die Band schon ein paar Jahre gibt: die Lokalmatadore Locas In Love.
(08.02.2015)

Wenn ich früher von dieser tollen Platte erfahren hätte, dann sähe meine Jahresbestenliste sicherlich etwas anders aus, wie ich bereits weiter oben erwähnst habe. Aber man (!) soll die Geschichte ja nicht nachträglich ändern.
(24.04.2015)

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Willkommen zurück ...

The Walkabouts "Devil's Road" (Virgin, Feb. 1996 * Glitterhouse, Juni 2014)
(18.09.2016)
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The Walkabouts "Nighttown" (Virgin, Juni 1997 * Glitterhouse, Juni 2014)
(18.09.2016)
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The Velvet Underground: "Live MCMXCIII" (Sire, Okt. 1993 * Rhino, Nov. 2014)
Lost & Found!
(13.09.2015)
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Locust Fudge: "Flush"/"Royal Flush" (Glitterhouse 1993/1995 * Kapitän Platte, Dez. 2014)
Völlig überraschend für mich kommt diese Wiederveröffentlichung der beiden Alben "Flush" (1993) und "Royal Flush" (1995), die Dirk Dresselhaus (AKA Schneider) und Christopher Uhe (AKA Krite) neben ihren zahlreichen Bands (Speedniggs, Sharon Stoned, Great Tuna, etc.) damals bei Glitterhouse herausgebracht haben.
(25.12.2014)

Konzerthighlight: MUZ Club, Nürnberg, 17.12.2014: Als ich am Dienstag, dem 16.12., gegen Feierabend mal wieder im Internet nachschaute, was der mir inzwischen an's Herz gewachsene MUZ-Club denn noch so bringen würde, da las ich: morgen spielen dort LOCUST FUDGE, jenes Seitenprojekt das die ostwestfälischen Gitarrenhelden Schneider und Krite vor etwa 20 Jahren betrieben hatten. Ich wollte es zuerst garnicht glauben und habe mich dann am nächsten Tag voller Vorfreude aufgemacht Richtung Gostenhof. Statt des erwarteten Schrammelsounds auf zwei Akustikgitarren boten die zwei mit Unterstützung eines japanischen (!) Drummers und eigenem fliegenden Wechsel zwischen Bass und Gitarre dann aber so etwas wie schlampigen "Laid-Back-Hardrock". Das war "Grunge Nostalgie" ohne jede Peinlichkeit und das bislang beste Konzert im MUZ Club.

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Yo La Tengo: "Extra Painful" (City Slang, Okt. 1993 * Matador, Dez. 2014)
Na, das nenn' ich mal eine gelungene Wiederveröffentlichung: Der 1993er-Klassiker "Painful" von einer meiner allerliebsten und langelebigsten Rockbands als Doppelvinyl (das Originalalbum und eine weitere Platte mit Bonus-Material), dazu eine 7"-Single und weitere 15 Songs im umfangreichen MP3-Download-Paket - also insgesamt über 3 Stunden Musik, bei der sicherlich nicht alles essentiell (also unverzichtbar) ist, aber "Painful" als bislang verborgener Klassiker doch endlich seine verdiente Anerkennung bekommt!
(07.12.2014)
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auch gut ...

The Autumn Defense: "Fifth" (Yep Roc, Jan. 2014)
Das ist bereits das fünfte Album der "Hobbyband" der beiden Wilco-Musiker Pat Sansone und John Stirratt - und die Junx werden immer besser!
(15.02.2014)
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Bohren & Der Club Of Gore: "Piano Nights" (Play It Again Sam, Jan. 2014)
Der beste musikalische Export von Mülheim an der Ruhr nach Helge Schneider? Das kann schon sein. Auf jeden Fall deutlich unbekannter, aber auf keinen Fall schräger als der gute Helge. Bislang ging diese ehemalige Hardcoreband, die inzwischen so etwas wie Jazz im Zeitlupentempo spielt, aus unerfindlichen Gründen spurlos an mir vorbei, obwohl sie schon sehr lange dabei ist.
(09.02.2014)

Konzerthighlight: K4, Nürnberg, 05.11.2014: Licht aus, ein paar Funzeln an, dann ging's los mit dem ungewöhnlichen Zeitlupen-Sound der Band aus Mülheim, das mich als Teilzeit-Exilanten in Franken doch sehr gefreut hat, wobei der Saxophon- und Vibraphonspieler der Band die eine oder andere Ansage, gespickt mit rheinischem Humor, rausgehauen hat, die sicherlich so manchen der anwesenden Franken irritiert haben dürfte ...
(09.11.2014)

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Rosanne Cash: "The River & The Thread" (Universal/Blue Note, Jan. 2014)
Alle paar Jahre macht Rosanne Cash ein Album - und eigentlich immer ein ziemlich gutes. Das hat wenig mit Country und Nashville zu tun, sondern ist einfach nur Singer/Songwritermusik in Perfektion, wobei diese "Perfektion" zu keinem Zeitpunkt stört. Dafür verantwortlich sind neben Rosannes Stimme und ihren Texten vor allem die Kompsitionen und die Produktion von Ehemann John Leventhal, der auch fast alle Instrumente gespielt hat. Zu den gelegentlichen Gästen gehört u.a. Derek Trucks, der einmal seine geniale Slidegitarre auspackt. Gesangliche Unterstützung kommt von solch illustren Gästen wie Allison Moorer, Amy Helm, John Prine, Tony Joe White und Kris Kristofferson.
(15.02.2014)
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David Crosby: "Croz" (Blue Castle, Jan. 2014)

Soloalben von David Crosby sind rar - und vielleicht gerade deswegen immer eine Freude. Er ist definitiv nicht so produktiv wie Neil Young und auch kein so guter Gitarrist - und als Songschreiber auf jeden Fall nicht so produktiv. Aber als Sänger immer ein Genuss. Deshalb habe ich mich auf diese Veröffentlichung auch wesentlich mehr gefreut, als auf das nächste, gewiss bald kommende Neil Young-Album.

"Croz" hat sicherlich nicht die Klasse vom Solo-Debüt "If I Could Only Remember My Name", ist aber danach für mich sein bestes Soloalbum - vielleicht, weil es ohne kommerziellen Druck und ohne Ambitionen zum Setzen neuer Trends gemacht wurde? Mag sein. Es klingt auf jeden Fall gut, hat gute Songs und ist insgesamt ein Hörgenuss. Obwohl sogar die beiden "Gaststars" eigentlich nicht nach meinem Geschmack sind, hier aber (trotzdem?) wunderschöne Beiträge abliefern: Mark Knopfler mit seinen schönsten Gitarrenfills seit längerem und Trompeter Wynton Marsalis, dem Jazzpuristen, der im Bereich "Popmusik" nach meinem Wissensstand bisher nur mit Willie Nelson zusammengearbeitet hat.
(09.02.2014)

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Ja Panik: "Libertatia" (Staatsakt, Jan. 2014)
Das neue (dritte?) Album der Wahlberliner mit österreichischem "Migrationshintergrund" bietet textlich wieder diese ungewöhnliche Verquickung aus Deutsch und English - im einzelnen Lied, sogar im einzelnen Satz. Die Band selber ist zwar zum Trio geschrumpft, was aber aus meiner Sicht keine große Rolle spielt, solange Sänger/Gitarrist Andreas Spechtl seine Texte in dieser faszinierenden Mischung singt.
(23.02.2014)

Die Jahrescharts: Platz4im Musikexpress!

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Tara Jane O'Neil: "Where Shine New Lights" (Kranky, Jan. 2014)
Zu Jahresbeginn noch übersehen, hat das aktuelle Album meiner Lieblinx-Multiinstrumentalistin doch noch den Weg zu mir gefunden.
(23.08.2014)
Andrea Schröder: "Where The Wild Oceans End" (Glitterhouse, Jan. 2014)
Das zweite Album der Berliner Sängerin, inzwischen mit fester "internationaler" (d.h. wohl: in Berlin beheimateter) Band. Neben dem dänischen Gitarristen und Songwriting-Partner Jesper Lehmkuhl, der schon beim letzten Mal dabei war, und einer australische Rhytmusgruppe aus dem Hugo Race-Dunstkreis (Chris Hughes und Dave Allen) ist das eine belgische Geigerin mit dem schönen Namen Catherine Graindorge. Als Produzent ist wie beim letzten Mal Chris Eckman zuständig.
(09.02.2014)
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Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra: "Fuck Off Get Free We Pour Light On Everything" (Constellation, Jan. 2014)
Bei meiner inzwischen gewaltigen Wertschätzung für diese kanadische Band, die ich vor etwa 3 Jahren mit ihrer letzten Veröffentlichung "Kollaps Tradixionales" kennengelernt habe, war das natürlich ein Pflichtkauf auf Vinyl. Und ein schwerer Brocken, der erst einmal verdaut sein will.
(31.01.2014)
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Spaceman Spiff: "Endlich Nichts" (Grand Hotel van Cleef, Jan. 2014)
Beim Blinddate im Musikexpress von der Hoechsten Eisenbahn wurde auch was von Spaceman Spiff gespielt, dem mir bisher unbekannten Bandprojekt von Hannes Wittmer, weil Felix Weigt in beiden Bands dabei ist. Aus Neugier hab ich da mal reingehört und eine weitere tolle Singer/Songwriter-Platte entdeckt, die durchaus neben der Musik von Kid Kopphausen und der Hoechsten Eisenbahn und den dort wirkenden Singer/Songwritern mit deutschen Texten bestehen kann.
(06.04.2014)
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Warpaint: "Warpaint" (Rough Trade, Jan. 2014)
Die Mädelz werden immer besser. Irgendwie kann man/frau das auch kaum noch als herkömmlichen Indie- bzw. Gitarrenrock bezeichnen. Hier geht es vor allem um Groove und Sound. Mag ich (trotzdem?) sehr.
(15.02.2014)

Die Jahrescharts: Platz32im Musikexpress!

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Lloyd Williams: "Time" (Beste!Unterhaltung, Jan. 2014)
Meine erste Empfehlung des neuen Jahres stammt vom mir bislang unbekannten englischen Singer/Songwriter Lloyd Williams und ist ein Tipp aus der Rundmail des nimmermüden Günter Ramsauer, der den Tipp wiederum vom mysteriösen Joe Whirlypop aus dem Glitterhaus hat. Als Stichwort fällt Nick Drake, eine schwere Bürde, die Lloyd Williams eigentlich gar nicht tragen muss, auch wenn die CD von John Wood aufgenommen und produziert wurde, dessen Name ewig mit vielen Meisterwerken meiner Helden Nick Drake, John Martyn und Richard Thompson verbunden bleiben wird und den ich schon längst in der Rente vermutet habe. Wenn wir die Messlatte jetzt auch etwas niedriger als "Pink Moon", "I Want To See The Bright Lights Tonight" oder "Solid Air" hängen, so bleibt auf jeden Fall Folgendes zu sagen: schöne Stimme, sehr gute Akustikgitarre (und Banjo!), sowie schöne Streicherarrangements. Eine gute Platte also!
Ach so - das mir bisher ebenfalls unbekannte Plattenlabel Beste!Unterhaltung ist in Langenzenn, einem kleinen Ort in der Nähe von Nürnberg, beheimatet. Was auch immer uns das sagen soll.
(17.01.2014)
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Neil Finn: "Dizzy Heights" (Kobalt/Lester, Feb. 2014)
Der Crowded House Mastermind wird auf "Dizzy Heights" von seiner Familie begleitet (Frau Sharon am Bass, die Söhne Liam und Elroy an Gitarre bzw. Schlagzeug), das alles produziert vom Mercury Rev-Bassisten und Flaming Lips-Stammproduzenten David Fridmann. Was kann da noch schiefgehen? Natürlich nichts.
(23.02.2014)
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Marissa Nadler: "July" (Bella Union, Feb. 2014)
Ein weiterer toller Neuzugang zur Bella Union-Familie. Es geht also genau so gut weiter, wie es 2013 aufgehört hat.
(21.03.2014)
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The Notwist: "Close To The Glass" (City Slang, Feb. 2014)

Die Junx aus der oberbayrischen Provinz, angeblich Deutschlands einzige Band von internationalem Kaliber (wer behauptet so einen Stuss?) hat sich sehr viel Zeit gelassen mit dem neuen Album. Hat sich das Warten gelohnt?
(23.02.2014)

Ja, hat es sich!
(21.03.2014)

Konzerthighlight: E-Werk, Erlangen, 14.02.2015. Bei meinem zweiten Besuch in Erlangen (nach Fink im vergangenen Februar) gab es heute dort eine der wahrscheinlich besten deutschen, garantiert aber besten bayrischen Band zu sehen & zu hören! Die Gebrüder Acher, verstärkt durch vier Mitmusiker (die bereits von der Platte bekannten Andi Haberl am Schlagzeug und Vibraphonspieler Karl Ivar Rafseth, dazu zwei mir unbekannte Musiker, die zusätzliche Keyboards, Gitarre und Perkussionist spielten), lieferten ein grandioses Konzert. Zwar ohne Bühnenshow oder Ansagen, aber mit tollem Sound und einer wirklich vorzüglichen Lightshow (ich saß direkt neben dem hart arbeitenden Lichtmenschen). Nur Klangtüftler Martin Gretschmann ward nicht gesehen - aber dessen Revier ist ja wohl auch eher das Studio.
(12.04.2015)

Die Jahrescharts: Platz3im Musikexpress!

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Sun Kil Moon: "Benji" (Caldo Verde, Feb. 2014)
Mark Kozeleks neue Platte droht einen mit seiner unglaublichen Textmenge und der offensichtlichen autobiografischen Tiefe fast zu erschlagen - aber nur fast, denn es ist eine ganz wunderbare Platte geworden! Manche Kritiker sprechen schon von seinem Meisterwerk, aber das wäre vielleicht doch etwas voreilig geurteilt. Das würde ich nie behaupten, ohne nochmals alle alten Red House Painters CDs durchgehört zu haben!
(06.04.2014)

Die Jahrescharts: Platz10im Rolling Stone und Platz26im Musikexpress!

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"Arc Iris" (Bella Union, März 2014)
Solodebüt von Jocie Adams, vorher bei den wunderbaren The Low Anthem (gibt's die eigentlich noch?), die hier endlich in's Rampenlicht vorrückt. Akustisch, aber teilweise sehr üppig arrangiert und überraschend virtuos eingespielt. Fast so etwas wie "Folk-Prog" - so etwas kenne ich eigentlich nur von den wunderbaren Stackridge, kombiniert mit Pentangle ... oder doch eher Joni Mitchell?
(19.07.2015)
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Motorpsycho: "Behind The Sun " (Stickman, März 2014)
Wahnsinn! Jedes Jahr kommt inzwischen ein grandioses Motorpsycho-Album heraus! Mehr dazu in Kürze.
(06.04.2014)
The Soft Hills: "Departure" (Tapete, März 2014)
Neues vom Singer/Songwriter Garrett Hobba, der seine komplette Band ausgetauscht hat und stilistisch etwas weg vom Countryrock seiner bisherigen Alben ist.
(06.04.2014)
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"Dean Wareham" (Sonic Cathedral, März 2014)
Der Sänger/Gitarrist Dean Wareham war vor vielen, vielen Jahren mal mit Damon & Naomi zusammen bei Galaxy 500 und hatte danach mit Luna² eine weitere gute Band am Start - doch diese CD scheint jetzt tatsächlich sein Solodebüt zu sein!
(11.05.2014)
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Afghan Whigs: "Do To The Beast" (Sub Pop, Apr. 2014)
Eigentlich ist es mir egal, unter welchem Bandnamen Greg Dulli veröffentlicht (z.B. als Gutter Twins mit Mark Lanegan oder als Twilight Singers). Hier ist wohl die alte Band (fast) komplett wieder zusammengekommen, aber es ist vor allem Dullis Party - was natürlich eine gute Sache ist!
(14.04.2014)

Platz50im Musikexpress!

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Blaudzun: "Promises Of No Man's Land" (V2, März/April 2014)
Diese Platte ist quasi mein Urlaubsandenken vom OBS-Festival zu Pfingsten in Beverungen, auch wenn die Band dort dieses Jahr gar nicht selber gespielt hat. Beim Glitterhouse-Label ist der holländische Singer/Songwriter Johannes Sigmond mit dem "Bandpseudonym" Blaudzun zwar aktuell für Deutschland unter Vertrag, aber ich habe natürlich das limitierte holländische 10-Zoll-Doppelalbum zum Record-Store-Day für 12 Oiros der Glitterhouse-Version (12-Zoll-LP inklusive CD für 13 Oiro!) vorgezogen. Und nicht wegen dem eingesparten einen Oiro oder weil es limitiert ist.
Die Musik? Erinnert mich ein wenig an den deutschen Singer/Songwriter Konstantin Gropper, auch bekannt als Get Well Soon, ist also durchaus ein klein wenig bombastisch. Also sehr schön, aber wohl nicht unbedingt essentiell. Aber welche Platte ist das schon?
(04.07.2014)
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"The Both" (SuperEgo, April 2014)
Letztenz hatte ich im 2nd-Hand-Plattenladen das Aimee Mann-Album "Fucking Charmer" von 2012 als Vinyl ergattert und habe mich natürlich gefragt, ob da nicht allmählich mal was Neues zu erwarten wäre. Meine Recherche ergab, dass sie bereits 2013/2014 zusammen mit dem mir bisher unbekannten Ted Leo eine neue Band gegründet und sich dafür wie in alten Til Tuesday-Tagen sogar wieder den Bass umgeschnallt hat. Das titellose Debütalbum der Band habe ich mir dann schleunigst besorgt - rockiger und reduzierter als ihre Soloplatten, immer mit schönem Wechselgesang der beiden Protagonisten und kraftvoller Gitarre von Ted Leo.
(03.04.2016)
"The Desoto Caucus" (Glitterhouse, Apr. 2014)
Die Junx sind aus Dänemark, klingen aber sehr amerikanisch und sind auch als Begleiter für Howe Gelb unterwegs.
(27.04.2014)

Konzerthighlight: MUZ Club, Nürnberg, 30.10.2013: Mittwochs kosten die Konzerte im diesem wunderbaren Nürnberger Club nur schlappe 5 Oiro. Ideal für mich, wenn ich beruflich dort bin und abends nix Besseres vorhabe ...

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Horse Thief: "Fear In Bliss" (Bella Union, Apr. 2014)
Eine neue Band auf Bella Union - da bin ich natürlich neugierig geworden!
(11.05.2014)
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Beverley Martyn: "The Phoenix And The Turle" (Music On Vinyl/Les Cousins, April 2014)

Ich kann mich nicht erinnern, jemals so lange auf eine Neuerscheinung gewartet zu haben. Das Konzert in Hattingen liegt ja schon ein paar Jahre zurück und mit ihrem damaligen Begleiter Julian Dawson war auch schon die Arbeit an dem neuen Album begonnen worden. Dann hörte man lange nichts mehr darüber, nur Julian Dawson schrieb in seinem Blog irgendwann, dass die Arbeiten an der Platte gestoppt wurden aus Gründen, auf die er keinen Einfluß hätte. Vor circa zwei, drei Jahren wurde das Album dann erneut auf der Homepage von Beverley Martyn angekündigt, wobei der tatsächliche Veröffentlichungstermin immer wieder verschoben wurde. Als ich zu Jahresbeginn 2014 vom Veröffentlichungstermin Anfang April las (ich glaube, es war der 11.), war ich zunächst sehr skeptisch. Zwar konnte man auf der Homepage schon seit längerem gegen Vorkasse die Platte vorbestellen (sogar mit Autogramm!), aber das war mir zu unsicher und auch viel zu teuer, wenn ich ehrlich bin. Schließlich bot mein Hoflieferant JPC dann zuerst die CD und wenig später auch das Vinyl an und ich habe sofort bestellt. Der angegebene Veröffentlichungstermin verstrich erneut (fast wie zu erwarten!), aber LETZTE WOCHE KAM DIE PLATTE TATSÄCHLICH BEI MIR AN!

Und endlich ein paar Worte zur Musik: guter, alter Folkrock mit E- und A-Gitarre (von den mir unbekannten jungen (?) Musikern Michael Watts und Mark Pavey gespielt, wobei letzterer auch als Produzent agierte. Die Basisaufnahmen entstanden in Wales, während Bass und Schlagzeug nachträglich in den USA von Ex-Musikern von Los Lobos und den Counting Crows eingespielt wurden. Von Julian Dawson ist kein Ton (mehr) zu hören. Die Lieder sind durchweg gut, wenn auch vielleicht keine Meisterwerke wie bei Ex-Gatte John Martyn oder Nick Drake, und waren mir zum größeren Teil schon von dem Konzert in Hattingen vor ein paar Jahren bekannt. Auch die mit Nick Drake 1974 begonnene Nummer "Reckless Jane" ist dabei.

Und jetzt kommen wir leider zu ein paar Punkten, die ein klein wenig den eigentlich guten Gesamteindruck trüben: in Hattigen kündigte Beverley das Lied "Don't Want To Know" mit dem Hinweis an, dass sie es damals zusammen mit John für sein Album "Solid Air" geschrieben hatte, wobei John es nicht für nötig hielt, ihr Autorenrechte zuzusprechen. Jetzt findet auf "The Phoenix and The Turtle" das gleiche Spielchen statt: Nick Drakes Mitautorenschaft bei "Reckkless Jane " bleibt unerwähnt, "When The Levee Breaks", das Beverley bereits mit ihrer ersten Band in den mittleren 60ern aufgenommen hatte, wird genauso wie schon bei Led Zeppelin als Eigenkomposition verkauft, stammt aber vom Bluesehepaar Kansas Joe McCoy und Memphis Minnie aus den 20ern des letzten Jahrhunderts. Gleiches gilt für "Going To Germany", im Original von Bluessänger Gus Cannon.
(04.05.2014)

Konzerthighlight: Altes Rathaus, Hattingen, September 2011: Beverley Martyn, begleitet vom wunderbaren Julian Dawson, in intimer Atmosphäre vor einem kleinen, aber enthusiastischen Publikum, spielte alte Lieder aus ihrer Zeit mit John Martyn und sogar davor. Dazu ein paar Lieder vom neuen, noch in Arbeit befindliche Album ...

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Philip Parfitt & Friends: "I'm Not The Man I Used To Be" (Milltonehead Recordings, Apr. 2014)
Das beste Lou Reed-Album seit Längerem kommt vom ehemaligen Sänger von The Perfect Disaster, erschienen im Eigenregie und zu beziehen über seine Webseite bei Bandcamp.com. Wie ich auf Parfitts Solodebüt nach einer gefühlten Pause von 25 Jahren gekommen bin, das könnt Ihr bei meinen Ausführungen zu "Up", dem dritten Album seiner Ex-Band von 1989, nachlesen. Altersbedingt (?) hat Parfitt inzwischen die ruhigeren Töne entdeckt und liefert eine der besten Singer/Songwriterplatten des laufenden Jahres ab.
(04.04.2014)
The Pearlfishers: "Open Up Your Colouring Book" (Marina, Apr. 2014)
Nach 7 Jahren hat der schottische Sänger, Songschreiber und Multiinstrumentalist David Scott mit seiner "Band" ein neues Album am Start. Perfekter Wohlklang-Pop im Geiste von Brian Wilson und wie immer in perfekter Verpackung vom Hamburger Label Marina. Mein Traum: auch Paddy McAloon von der "Band" Prefab Sprout würde mit diesem göttlichen Sound aufnehmen und bei Marina veröffentlichen!
(11.05.2014)
"Smoke Fairies" (Full Time Hobby, April 2014)
Im März hatte ich das dritte Album des englischen Duos doch glatt übersehen ... aber jetzt ist es ja doch zu mir durchgedrungen! Musikalisch ist beim ersten, oberflächlichen Hören alles wie gehabt: zweistimmiger Gesang der beiden Musikerinnen in der Tradition englischen Folkrocks, kombiniert mit einem Gitarrenstil, der eher Country-Bluesmäßig, also amerikanisch, daherkommt. Ein intensiveres Hören wird weitere Erkenntnisse bringen.
(19.07.2014)
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"Spidergawd" (Crispin Glover, Apr. 2014)
Titelloses, erstes Album der neuen "Zweitband" von Bent Sæther und Ken Kapstad von Motorpsycho, zusammen mit dem mir bislang unbekannten Sänger/Gitarristen Per Borten (hatte mal die Band Cadillac) und dem Baritonsaxofonisten Rolf Martin Snustad. Durchaus ähnlich der Musik von Motorpsycho, aber wegen der Songs, Gitarre und Stimme von Per Borten doch deutlich davon zu unterscheiden. Die Lieder entstanden schon bei den ersten Proben der Band Anfang 2013, sind insgesamt etwas weniger ausgetüftelt als bei Motorpsycho und vielleicht etwas näher dran am Heavy-Blues-Rock der früher 70er (Blue Cheer etc. - man sollte vielleicht eher sagen: das klingt nach Cadillac, aber da kenne mich mich zu wenig aus). Durch das Baritonsaxofon von Snustad kommt noch eine ganz eigene Note dazu (ähnlich wie auch auf dem aktuellen Album von The War On Drugs!), die aber auf dem zweiten Album der Band, das im vergangenen September aufgenommen wurde und in wenigen Tagen erschheinen wird, wohl noch stärker herauskommen wird.
Ach ja - es gibt nur eine Vinyl-Ausgabe inklusive CD in einem grandiosen Cover zu kaufen, das mich an die seligen Zeiten von Santana ("Abraxas") und Miles Davis ("Bitches Brew") mit Bildern von Mati Klarwein zurückerinnert.
(18.01.2015)
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"Looking Into You: A Tribute To Jackson Browne" (Music Road, Apr. 2014)

Wer ab und zu auf meinen Seiten stöbert, der weiß, dass ich Tribute-Sampler eigentlich ganz gerne mag, auch wenn deren Ruf nicht immer der beste ist, vor allem weil manchmal die Qualität der interpretierenden Bewunderer nicht reicht, während das Songmaterial natürlich meist über jeden Zweifel erhaben ist(warum sollte man auch schlechte Songs von uninteressanten Songschreibern covern?).
In letzter Zeit ist die Flut entsprechender CDs (OK- "Flut" ist vielleicht etwas übertrieben ausgedrückt!) deutlich abgeebbt und im letzten Jahr hatte mich nur "Way To Blue", das Tribut an Nick Drake begeistert. Eine Tribut an Jackson Browne hat mich natürlich sehr neugierig gemacht, denn einerseits ist der Mann einer meiner ganz großen Helden, auch wenn ich mir inzwischen nicht mehr jede neue Live-CD kaufe. Andererseit frage ich mich: warum ist denn bisher noch niemand auf diese Idee gekommen?
Wie auch immer! Auf jeden Fall war das Interesse der Künstler hier mitzumachen so groß, sodass es sogar eine Doppel-CD mit 23 Liedern gereicht hat. Die Künstlerriege spannt sich von Weltstarts wie Bruce Springsteen und Don Henley bis zu unbekannteren Künstlern, die aber alle im Folkrock-Stil von Jackson Browne bleiben. Es gibt also keine stilistischen Experimente (gegen die ich ansonsten gar nichts habe!), sondern durchgängig perfektes Handwerk im Dienste des Liedes, wobei ich nach dem ersten Höreindruck sagen kann: alle Interpretationen sind gelungen! Die beiden CD sind also ein Muss für Jackson Browne-Fans.
(27.04.2014)

    Interessant war es für mich zu schauen, was sich die Künstler denn aus dem großen Jackson-Browne- Liederbuch ausgesucht haben. Nicht überraschend ist natürlich, dass vor allem Lieder von den frühen Alben gewählt wurden, ergänzt von ein paar Liedern aus den 90ern: auch Jackson Browne ist kein Kind der 80ern!
  • "Jackson Browne (Saturate Before Using)" (1972, 6 Titel)
  • "For Everyman" (1973, 3 Titel)
  • "Late For The Sky" (1974, 4 Titel)
  • "The Pretender" (1976, 3 Titel)
  • "Running On Empty" (1977, 2 Titel)
  • "Hold Out" (1980, 1 Titel)
  • "I'm Alive" (1993, 3 Titel)
  • "Looking East" (1996, 1 Titel)
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Folly & The Hunter: "Tragic Care " (Outside Music, April 2013/Mai 2014)
Diese kanadische "Indie-Folk"-Band flug bisher komplett unter meinem Radar.
(23.05.2014)

Konzerthighlight: MUZ Club, Nürnberg, 21.05.2014: Mal wieder so ein Mittwochs-Highlight aus dem Nürnberger Club! Dass sich der Konzertbesuch gelohnt hat kann man schon daran erkennen, dass ich den Club mit dem aktuellen Album der Band aus schwerem 180g-Vinyl in den Händen verlassen habe, welches ich anschließend den weiten Weg nach hause an den Niederrhein schleppen musste ...

Loretta: "Soft Rock" (naïv, Mai 2014)
Bereits im letzten Jahr kam ganz klammheimlich das neue Loretta-Album heraus, von dem ich nur über die kürzlich im Rolling Stone erschienene, späte Rezension erfahren habe! Ich nehme mal an, dass deren Redakteurin Birgit Fuss auch erst nachträglich durch Zufall über die Platte gestolpert ist und nicht von der Band "bemustert" wurde.
Die Vinylplatte mit Downloadcode (no fuckin' CD!) gibt es nur per Email über den Onlineshop der Band:
www.naiv.de/portraits/loretta1.html.
(19.04.2015)
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The Rails: "Fair Warning" (Universal/Island, Mai 2014)
Darf Kami Thompson, die jüngste Tochter von Richard & Linda Thompson unter einem Bandpseudonym zusammen mit ihren Gitarrespielenden Gatten James Walbourne einfach im Stil der Eltern musizieren? Unbedingt! Das scheint auch die Plattenfirma Universal so zu sehen und hat für "Fair Warning" sogar das alte rosa Label aus der Frühphase des damals noch unabhängigenen Plattenfirma Island wiederbelebt.
(15.03.2015)
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Chris Robinson Brotherhood: "Phosphorescent Harvest" (Silver Arrow, Mai 2014)
Der erste Titel vom neuen Album der Band des ehemaligen Black Crows-Sängers, die mich vor ca. zwei Jahren gleich mit zwei ausgezeichneten Alben im Jam-Band-Stil begeistert hatte, klingt im ersten Stück "Shore Power" für mich etwas irritierend nach den Faces (wenn man es positiv formuliert) oder nach Status Quo (weniger positiv formuliert ...). Dann kommt aber als zweites Lied "About A Stranger", das auch auf "Wake Of The Flood" von den Grateful Dead gepasst hätte. Alles wird gut.
(04.05.2014)
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Kelly Willis & Bruce Robison: "Our Year" (Thirty Tigers, Mai 2014)
Es gab Zeiten, da war ich näher dran an der Countrymusik und hätte mir z.B. auch das neue Willie Nelson-Album ohne großes Zögern gekauft - aber eigentlich zeige ich diesen Reflex nur noch, wenn die bezaubernde Kelly Willis singt! Wie schon zuletzt im Duett mit Ehemann Bruce Robison werden hier drei eigene und 7 Fremdkompositionen (das titelgebende "This Will Be Our Year" ist von den Zombies!) präsentiert, die im besten Sinne altmodisch, besser gesagt zeitlos klingen. Das kommt fast heran an die Gram Parsons/Emmylou Harris- oder George Jones/Tammy Wynette-Duette, wenn ihr mich in diesem Moment fragt. Vielleicht sehe ich das morgen schon wieder anders - aber egal!
(29.06.2014)
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"Alien Ensemble" (Alien Transistor, Juni 2014)
Das ist quasi die Jazzabteilung von The Notwist: Micha Acher (statt an der Bassgitarre hier als Trompeter und Komponist), dazu die ebenfalls bei The Notwist und/oder beim Andromeda Mega Express Orchestra aktiven Andi Haberl (Schlagzeug), Karl Ivar Refseth (Vibrafon), Oliver Roth (Flöte) und Stefan Schreiber (Saxofon, Bassklarinette). Ergänzt wird die Besetzung durch die mir bisher unbekannten Mathias Götz (Posaune) und Benni Schäfer (Bass).
(23.08.2014)
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Amon Düül II: "Düülirium" (Cleopatra/Purple Pyramid, 2009/Juni 2014)
Das Cover ist potthässlich und die Platte eigentlich schon 5 Jahre alt (damals nur als Download erschienen!) - aber ich hab mir das Album trotzdem gekauft. Und tatsächlich ist es das erste Düül-Album, das ich mir bei Neuerscheinung (OK fast bei Neuerscheinung, denn wir haben bereits September 2014) angeschafft habe. Was soll ich sagen? Es ist ein schönes Album, das eher wieder an die alten Glanztaten als an die Verirrungen der Mitt- bis Spät70er-Platten anknüpft.
(28.09.2014)
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James: "La Petite Mort" (Cooking Vinyl, Juni 2014)
James, beste Band aus Manchester neben I Am Kloot (wer faselt da was von Oasis?), so wie wir (die wenigen Eingeweihten) sie lieben: irgendwie überkandidelt und leicht größenwahnsinnig, aber immer grandios. Beste Popmusik bzw. Rockmusik seit nunmehr schon fast 30 Jahren!
(19.07.2014)
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O: "When Plants Turn Into Stones" (Golden Antenna, Juni 2014)
Eine junge Band aus dem niederländisch/belgisch/deutschen Grenzgebiet bei Maastricht/Aachen (!), aufgenommen in Duisburg (!), veröffentlicht bei einem Label aus Braunschweig (!), das sich anscheinend nach einem Lied der 7oer-Krautrocker von Wallenstein aud Mönchengladbach (!) benannt hat, die mit ihrer (fast) instrumentalen Musik irgendwo zwischen Bohren & dem Club of Gore aus Mülheim an der Ruhr (!) und Godspeed You! Black Emperor (Achtung: aus Kanada!!!) klingen. Na - neugierig geworden? Ach ja - die Band hat zusätzlich zur "gewöhnlich" Rockbesetzung auch noch einem hauptamtlichen Drehleierspieler. Und - immer noch neugierig?
(24.08.2014)
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Courtney Barnett: "The Double EP: A Sea Of Split Peas" (Marathon/House Anxiety/Milk!, Juli 2014)
Zwei EPs von 2012 und 2013 werden hier zum Debütalbum der jungen Sängerin, Songschreiberin und Gitarristin aus Australien zusammengefasst. Schon lange habe ich kein traditionell intrumentiertes Rockalbum (meistens sind nur Bass, Schlagzeug und Courtneys Gitarre im Einsatz) mehr gehört, das mich so begeistert hat.
Die Musik? Irgendwo zwischen Velvet Underground und den Go-Betweens (wegen der hohen Qualität in den Texten und den geschmackvoll-schlichten Gitarrenriffs), bzw. Sheryl Crow (hört Euch die gesangliche Ähnlichkeit bei ihrem Lied "Avant Gardener" zu "All I Wanna Know" an!) und PJ Harvey (die hat zu Beginn ihrer Karriere auch mal in einem Gitarre/Bass/Schlagzeug-Power-Trio überzeugt!).
(21.09.2014)
Fabrizio Cammarata & Paolo Fuschi: "Skint And Golden" (800A, Juli 2014)
Americana aus Sizilien? Da mir "normale" italienische Rock- bzw. Popmusik (Gianna Nanini und Zuchero sind für mich definitiv keine Rocker!) im Normalfall kaum zusagt, war ich doch etwas überrascht, als ich mir diesen Glitterhaus-Tipp angehört habe: ausgezeichnete, internationale Singer/Songwriter-Musik, die genauso gut aus England, Deutschland, Skandinavien, Australien oder den USA stammen könnte. Oder eben aus Sizilien. OK - aufgenommen hat Sänger Fabrizio Cammarata immerhin in England in der Wahlheimat von Partner & Gitarrist Paolo Fuschi - aber der stammt natürlich ursprünglich auch aus Sizilien.
(19.10.2014)
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Bonnie Dobson: "Take Me For A Walk In The Morning Dew" (Hornbeam, Juli 2014)
Wenn überhaupt, dann kennt man/frau die kanadische Folksängerin Bonnie Dobson eigentlich nur wegen ihres wunderbaren Liedes "Morning Dew", das von einer sehr illustern Künstlerschar gecovert wurde, u.a. Fred Neil, den Grateful Dead, Tim Rose (der sich damals die Ko-autorenschaft ergaunert hatte), Jeff Beck und den Einstürzenden Neubauten. In den letzten Jahrzehnten lebte sie als Universitätsdozentin in England und hat jetzt ihr wunderbares Comebackalbum vorgelegt, auf dem sich Neuaufnahmen alter eigener Lieder, neue eigene Lieder und Folksongs die Waage halten. Das Ganze gefällt mir sehr gut, besser sogar als das vergleichbare Comeback von Beverley Martyn!
(10.08.2014)
Fink: "Hardbeliever" (Ninjatunes/R'COUP'D, Juli 2014)
Etwas sperriger als zuvor, aber immer noch was Besonderes. Muss ich wohl öfter hören.
(19.07.2014)

Konzerthighlight: E-Werk, Erlangen, 24.02.2015. Ich war heute zum ersten Mal in meinem Leben in Erlangen, das man/frau ansonsten wohl nur über den obskuren NDW-Hit von Foyer Des Arts kennt: wie mir meine Arbeitskollegen in Nürnberg erzählten, besteht Erlangen im wesentlichen aus Siemens und Studenten - letztere waren auch gut vertrten in der kleinen Halle und haben mit mir ein ausgezeichnetes Konzert genießen könen. Übrigen mit 30 Oiro auch mein teuerstes inlLetzer Zeit, aber Qualität von Band, Sound und Licht haben das durchaus gerechtfertigt!
(01.03.2015)

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Richard Thompson: "Acoustic Classics" (Beeswing, Juli 2014)
Kurz und knapp, "nomen est omen": das Beste bzw. Bekannteste von Richard Thompson, vorgetragen solo zur akustischen Gitarre. Obwohl es aus seiner fast 40jährigen (!) Karriere so unendlich viele Lieder von ihm gibt, sind tatsächlich anscheinend alle meine Favoriten dabei: "I Want To See The Bright Light Tonight", "Wall Of Death", "Down Where The Drunkards Roll", "I Misunderstood", "Shoot Out The Lights", "When The Spell Is Broken" und "Dimming Of The Day". Die Neuinterpretationen sind natürlich absolut gelungen - so wie immer bei Mr. Thompson. Einziger, wenn auch völlig unbedeutender Kritikpunkt: Bei seiner Aussage "dass er schon immer diese Aufnahmen machen wollte" und es "bisher keine zufriedenstellenden Aufnahmen" gäbe wird meiner Meinung nach das vorzügliche Livealbum "Small Town Romance -Live/Solo In New York" von 1984 vergessen, auf dem sich immerhin schon tolle Versionen von "I Want To See The Bright Lights Tonight" und "Down Where The Drunkards Roll" befinden und ausserdem ein paar Thompson-Klassiker, die es jetzt nicht auf's neue Album geschafft haben, z.B. "The Great Valerio" und "Never Again". Aber sei's drum!
(03.08.2014)
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Niels Frevert: "Paradies Der gefälschten Dinge" (Grönland, Aug. 2014)
Niels Frevert ist jetzt bei Herbert Grönemeyer unter Vertrag - und spricht in Interviews von "gehobenem Mainstream". Ich schätze mal, dass das Frevert'scher Humor ist, denn soviel, wie behauptet, hat sich garnicht geändert: manchmal rockt es ein wenig mehr (wie damals bei der Nationalgalerie), für Bläser und Streicher war wohl etwas mehr Geld da als bisher (und zwar für genau drei Bläser und zwei Streicher, also kein richtiges Orchester!), für deren Arrangements bei lediglich einem Lied Werner Becker, Ex-Keyboarder von Randy Pie und manchem Schlagerfreund vielleicht noch als Anthony Ventura ein Begriff, verantwortlich ist, was er aber auch schon beim 2008er-Album "Du Kannst Mich An Der Ecke Rauslassen" war.
(23.08.2014)

Konzerthighlight: Gleis 22, Münster, 06.12.2014
Das war gestern bereits mein drittes Konzert von Frevert - und sogar das beste, was bei einem neuen Album, das mich nicht ganz so unvermittelt begeistert wie seine Vorgänger, nicht unbedingt zu erwarten war. Mittags saß ich noch mit meiner Rusty-Nails-Gang in Dinslaken in Studio, als mich Bassist Uli Adler auf das zu erwartende Verkehrschaos in Münster wegen des dortigen legendären Weihnachtsmarktes aufmerksam machte. Fluchs ersann ich einen in der Theorie grandiosen Ersatzplan: Mit dem Auto sollte es etwas eher als geplant bis in den Münsteraner Vorort Appelhülsen und von dort mit dem Zug weiter nach Münster gehen.
Leider blieb mir nach dem Studio keine Zeit, um mir vorher was zu Essen zu machen oder zu kaufen, aber meine Schwester und ich trafen rechtzeitig, wenn auch etwas hungrig, um etwa 20:20 in Appelülsen ein und warteten dort in aller Ruhe auf den Zug, der um 20:34 kommen sollte. Am Bahnhof in Münster wollte ich mir dann ebenfalls in aller Ruhe etwas zu Essen kaufen.
Gegen 20:30 fiel mir dann plötzlich ein, dass ich meine Konzertkarte im Auto gelassen hatte und lief zurück zum Parkplatz. Natürlich kam die Deutsche Bundesbahn ausnahmsweise mal pünktlich und ich schaffte es nicht mehr rechtzeitig zurück: wir verpassten den Zug. Was jetzt? Das Konzert sollte um 21:00 beginnen und der nächste Zug würde erst in einer halben Stunde, um 21:10, kommen. Inklusve Fahrtzeit und Fußmarsch vom Bahnhof würden wir erst gegen 21:30 oder vielleicht sogar noch später im Club eintreffen. Mein Sinn für kosmische Zusammenhänge, auch Bauchgefühl genannt, sagte mir aber: "Immer mit der Ruhe! Wir schaffen das schon noch rechtzeitig!". Mein anderes Bauchgefühl sagte dagegen: "Ich habe HUNGER!!!". Also wurde Folgendes beschlossen: Schwesterchen wartet tapfer weiter am kalten Bahnsteig am Ortsrand von Nottuln-Appelhülsen, während ich zurück in den Ort fahre, um mir dort eine Pizza zu kaufen (auf dem Hinweg war mir bereits ein vielversprechender Laden mit dem Namen "Heisse Pizza" aufgefallen!). Ich will nicht weiter auf die Details eingehen, aber ich konnte den Pizzabäcker letztendlich überzeugen, mir in ca. 10 Minuten eine kleine Pizza zu backen, obwohl er mir unbedingt eine große verkaufen wollte, mit der ich es dann rechtzeitig zurück zum Bahnhof schaffte, wo wir uns die Pizza geschwisterlich teilten (drei Stücke für mich und eins für meine Schwester, da ich ja bekanntlich viel mehr HUNGER hatte!). Als die komplete kleine Pizza am Bahnsteig vertilgt war traf auch der nächste Zug ein und brachte uns flott nach Münster. Sogar nur 5 Minuten dauerte von dort der Fußweg zum Gleis 22 (das hätte bei dem Namen des Clubs eigentlich klar sein müssen!), wo wir sogar noch deutlich vor Konzertbeginn eintrafen. Schließlich war es ja Samstag und Samstags fangen gute Konzerte normalerweise ja auch nicht pünktlich an. Also war letzendlich doch noch alles gut geworden.
Ach ja - das Konzert war toll. Große Bandbesetzung, fast zwei Stunden Laufzeit (bei mehreren Zugaben!), der Höhepunkt eines insgesamt gelungenen, ereignisreichen Abends. Der Weg zurück an den Niederrhein war danach dagegen eher ereignisarm und pannenfrei - aber man kann ja nicht alles haben!
(07.12.2014)

Die Jahrescharts: Platz17im Rolling Stone!

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The Great Bertholinis: "Brothers & Devils" (Stargazer, Aug. 2014)

Mal wieder eine sehr gute Band aus Nürnberg, die bislang komplett an mir vorbeigegangen ist. "Brothers & Devils" ist angeblich bereits Album #4. Aufgenommen von Frank Mollena, (un)bekannt von Missouri und The Green Apple Sea.
(02.06.2015)

Konzerthighlight: 19. Orange Blossom Special, Beverungen, 23.05.2015

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Honig: "It's Not A Hummingbird, It's Your Father's Ghost" (Haldern Pop, Aug. 2014)

Stefan Honig aus Düsseldorf mit seinem zweiten Album.
(23.08.2014)

Eigentlich ein schönes Album, aber mir will auch nach dem zweiten und dritten Hördurchgang noch kein schlauer Kommentar einfallen.
(19.10.2019)

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Kelley Mickwee: "You Used To Live Here" (Blue Rose, Aug. 2014)
Seit längerem mal wieder ein country- bzw. Memphis-lastiges Album, das mir gut gefällt! Bzw. ein Blue Rose-Album, das mir wirklich gut gefällt. Empfehlenswert für Freunde der Musik von Allison Moorer, Tift Merritt und Shannon McNally.
(12.10.2014)
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The Psycho Sisters: "Up On The Chair, Beatrice" (RockBeat, Aug. 2014)
Psycho Sisters ist wohl der Name eines Horrorfilms der B- (oder sogar C-?) Kategorie, nach dem sich Susan Cowsill (damals Ex-Cowsills) und Vicki Peterson (damals Ex-Bangles) in den frühen 90ern benannt hatten, um für andere Künstler (z.B. Steve Wynn oder Giant Sand) als Chorsängerinnen zu arbeiten. Danach spielten beide zusammen bei den wunderbaren Continental Drifters, heirateten beide Schlagzeuger (Susan ihren Drifter-Kollegen Russ Broussard, Vicki Susans Bruder John Cowsill, womit beide jetzt auch noch Schwägerinnen sind!), haben anschliessend ihre jeweils ersten Bands wiederbelebt und sich für ihr spätes Plattendebüt als Psycho-Schwestern ziemlich viel Zeit gelassen. Wie klingt's? Irgendwo zwischen Continental Drifters (nicht überraschend!) und späten (d.h. weniger kommerziellen) Bangles. Es gibt sogar die Neuauflage eineer Cowsills-Nummer. Sehr schön ist das geworden!
(10.08.2014)
Peter Rowan: "Dharma Blues" (Omnivore, Aug. 2014)
Wenn man jemanden als lebende Legende bezeichnen kann, dann den mittlerweile über 70järigen Peter Rowan, der auch im hohen Alter noch regelmäßig gute Alben herausbringt. Und der "Dharma Blues" ist jetzt nicht nur einfach gut, sondern richtig gut. Blues Grass, Folk und Country, das "Kerngeschäft" von Mr. Rowan, werden mit östlichen Elementen (wofür die Namen Jody Stecher mit Tamboura und Sarod und der nepalesische Flötist Manose Singh stehen) und sogar einer Prise Westcoast-Rock (wofür z.B. Ex-Jefferson Airplane-Bassist Jack Casady steht). Auch Gillian Welch (selber auf dem Weg zum Legendenstatus) schaute im Studio vorbei. Mein erster Höreindruck: eine der besten Platten von Peter Rowan! Und davon gibt es ja bekanntlich eine ganze Menge!
(31.08.2014)
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Walter Salas-Humara: "Curve And Shake" (Blue Rose, Aug. 2014)
Bei der Veröffentlichung im vergangenen August ging das aktuelle Soloalbum von WSH noch spurlos an mir vorbei, aber zur Vorbereitung auf die beiden Konzerte habe ich da nachgelegt und bin jetzt recht angetan!
Leider gibt es, wie so oft bei Blue Rose, keine Vinylausgabe!
(08.02.2015)

Konzerthighlight I: Karo, Wesel, 06.02.2015: ein echtes Highlight im nicht gerade highlightarmen Programm des Weseler Jugendzentrums Karo war der Auftritt des Silo-Chefs, begleitet von Max Huber am Schlagzeug und Phillip Knapp an Keyboards und Bass. Auch Tom Liwa, der den Abend mit einem Soloauftritt eröffnete, war überzeugend.
(08.02.2015)

Konzerthighlight II: K4, Nürnberg, 11.02.2015: Da hatte ich doch glatt meine Konzertkarte zuhause vergessen, aber Dank Vorratsdatenspeicherung fand die nette Lady am Einlass meinen Namen auf der Liste der im Vorverkauf abgesetzen Karten und ich kam hinein, ohne nachzuzahlen - das war echt nett! Das Vorprogramm bestritt Stefan Prange von The Green Apple Sea im Duo mit einem mir nicht bekannten Gitarrenspieler namens Flo. Das war zwar auch sehr schön, aber ich hätte natürlich gerne die ganze Band gesehen und gehört. Im leider recht spärlichen Publikum (ca. 20-30 Leute im halb abgehängten großen Saal) konnte ich zwar einen der Musiker von Missouri identifizieren, vermutlich Frank Mollena, der schon auf dem letzten Album von The Green Apple Sea mitgespielt und es auch produziert hat, aber leider nicht auf der Bühne. WSH trat anschliessend mit seinen mir bereits aus Wesel bekannten deutschen Begleitern auf, war auch genauso gut wie dort, konnte aber gegenüber dem Wesel-Gig für mich keine neuen Akzente setzen - und es war im unbestuhlten großen Saal des K4 leider nicht ganz so gemütlich wie im Karo. Also war's insgesamt zwar ein ganz netter Abend, wobei ich mir im Nachhinein aber doch die Frage stellen muss, ob es sich wirklich gelohnt hat, mir zweimal hintereinander in wenigen Tagen die gleiche Band anzuschauen.
(13.02.2015)

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Mirel Wagner: "When The Cellar Children See The Light Of Day" (Sub Pop, Aug. 2014)
Auch das zweite Album der finnischen Sängerin und Songschreiberin mit äthiopischen Wurzeln kann man durchaus als "karg" bezeichnen: zwar gibt es jetzt zu Stimme und Gitarre sogar vereinzelte Overdubs (eine zweite Gesangsstimme vo Mirel oder ein paar Cello- und Pianotöne). Insgesamt klingt das Album eine Nuance "fetziger" als das erste, denn Mirel Wagner hat quasi das Plektrum für sich entdeckt und streichelt ihre Gitarre nicht mehr nur vorsichtig mit den bloßen Fingern. Jetzt bin mal gespannt, wie das dritte Album klingen wird ...
(23.08.2014)
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Loudon Wainwright III: "Haven't Got The Blues (Yet)" (Proper, Aug. 2014)
Erstaunlich, wie Loudon der Dritte alle paar Jahre diese charmanten Alben auf höchstem Niveau heraushaut! Dieses mal produziert von Saitenzauberer David Mansfield.
(10.08.2014)
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James Yorkston: "The Cellardyke Recording And Wassailing Society" (Domino, Aug. 2014)
Aktuell mein liebster Sing/Songwriter aus der kleinen, aber feinen Abteilung "Schottland". Ist das noch Folk? Oder Singer/Songwriter-Mucke? Oder einfach nur gute Songs im akustischen Gewand? Und wie immer bei Domino lohnt sich die Anschaffung der Vinyl-Ausgabe.
(19.10.2014)

Konzerthighlight: Café Steinbruch, Duisburg, 09.01.2015: ein ausverkauftes Haus nur für einen einsamen Mann mit seiner Gitarre. Noch deutlicher kann man wohl kaum betonen, dass James Yorkston in der ersten Liga der "Singer/Songwriter" spielt.

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"A Tribute To Nils Koppruch + Fink" (Trocadero, Aug. 2014)

"Das Groteske an diesem, aus traurigem Anlass erschienenen, wunderbaren und abenteuerlichen Tribute-Album ist ja, dass alle Beteiligten und alle Fans es lieber nicht haben würden. Aber es ist, wie es ist ..."
(Franz Dobler, 15.06.2014, im Begleitheft zur CD)

Wahr gesprochen. Da mag ich eigentlich nicht mehr viel hinzufügen. Außer, dass es "Den Teufel Tun" und "Caruso", die beiden Soloalben, die Nils Koppruch nach Ende seiner alten Band Fink und vor der Zusammenarbeit mit Gisbert zu Knyphausen als Kid Kopphausen herausgebracht hatte, jetzt endlich auf Vinyl gibt. Pflichtkauf - sage ich mal!
(23.08.2014)

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Allah-Las: "Worship The Sun" (Innovative Leisure, Sept. 2014)

Ein Tipp von Bernd aus dem Far Out-Plattenladen in Duisburg: Das Quartett aus L.A. legt mit "Worship The Sun" bereits sein zweites Album vor und lässt die späten 60er wieder aufleben, ohne dabei nostalgisch zu sein. Am ehesten als Referenz fallen mir noch Love ein, ebenfalls aus L.A. stammend. Oder die "Paisley Underground" Bands aus den 80ern (Rain Parade, Green On Red, etc.).
(05.07.2015)

Martin Carr: "The Breaks" (Tapete, Sept. 2014)
Der Ex-Gitarrist der Boo-Radleys ist jetzt ebenfalls beim kleinen, aber feinen Hamburger Label Tapete angekommen.
(02.11.2014)
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Electric Würms: "Musik, Die Schwer Zu Twerk" (Bella Union, Sept. 2014)

Ein Seitenprojekt der Flaming Lips, bei dem anscheinend deren Drummer/Gitarrist & Keyboarder in Personalunion, Steve Drozd, auch als Sänger fungiert, sodass mir nicht ganz klar ist, welche Rolle hier Wayne Coyne ausfüllt. Wie auch immer. Die Band (?) flirtet schwer mit dem Krautrock der frühen 70er, vornehmlich Faust, Neu und dergleichen - das Album ist schon ein wenig "gewöhnungsbedürftig" beim Hören, aber eigentlich doch ganz charmant. Am "Normalsten" kommt noch das Lied "Heart Of The Sunrise" daher, bei dem es sich natürlich um eine kompakte Coverversion des Yes-Klassikers handelt.
Ach ja: falsches Deutsch von hippen Amis find ich genau so (un) cool, wie falsches Englisch von Krautrockern.
(20.09.2014)

Ich gestehe: ich bin ein Ignorant! Denn Twerken kann man/frau anscheinend wohl doch, wenn auch nicht im Deutschen, denn es handelt sich um einen inzwischen sogar schon wieder unmodern gewordenen Modetanz mit Hüft- und Arschbewegungen: Krautrock und "Popowackeln" gehören eben nicht zusammengehören.
(21.12.2014)

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Guru Freakout: "Mothership" (Cleopatra/Purple Pyramid, Sept. 2014)
Guru Guru, bzw. Mani Neumeier, sind ein echtes Phänomen: die Band hat gerade ihr 45jähriges Bühnenjubiläum gefeiert und macht immer noch gute Musik, auch wenn das nicht mehr im "klassischen Guru-Sound" der frühen Jahre daherkommt (sprich: wie auf den ersten vier Alben von "Ufo" (1970) bis "Guru Guru" (1973). Gleichzeitig hat er aber mehrere Nebenbands bzw. Projekte laufen, die den alten Sound pflegen: mit dem ersten Guru-Gitarristen Ax Genrich hat er unter dem Namen GuruManiAx 2010 ein Album veröffentlich, mit dem Gitarristen und Bassisten der japanischen Band Acid Mothers Temple (natürlich beinharte Guru-Guru-Fans!) als AcidMothersGuruGuru mehrere Tourneen gespielt und Live-Alben veröffentlicht - und jetzt mit Jürgen Engler von "Die Krupps" ( auch beinharter Guru-Guru-Fan!) als Guru Freakout. Das ist auch nicht ihre erste Zusammenarbeit der beiden: aus dem Jahre 1995 habe ich eine Maxi-CD mit Namen "Elektrolurch" unter dem Projektnamen Gurumania im Plattenschrank stehen. Dann gab es 1998 noch ein Projekt "Space Explosion" mit Engler, Neumeier und Leuten von Amon Düül II und Faust, das kürzlich unter dem blöden neuen Namen Amon Guru wiederveröffentlicht wurde.
So - Schluß mit der Fliegenbeinezählerei! Was gibt es jetzt auf "Mothership" zu hören? Natürlich lange Trio-Exkursionen von Gitarrist Engler, Trommler Neumeier und dem amerikanischen Bassisten Scott Telles ganz im alten Stil der alten Gurus. Dazu als Bonustracks zwei Versionen des Elektrolurchs, den man garnicht oft genug hören kann. Diese CD ersetzt zwar keinen der Klassiker, macht aber trotzdem Spaß beim Hören.
(02.11.2014)
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NRBQ: "Brass Tacks" (Staatsakt/Clang, Jun./Sept. 2014)
Meine alten Helden (Terry Adams müsste inzwischen so um die 70 sein!) veröffentlichen ihr neues Album bei meinem aktuellen Lieblinx-Indielabel aus Berlin? Da konnte ich unmöglich "NEIN" sagen zur Anschaffung!
(15.03.2015)
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Lucinda Williams: "Down Where The Spirit Meets The Bone" (Thirty Tigers, Sept. 2014)
Ich habe vor dem Kauf mal wieder gezögert. Genauso, wie schon bei "Blessed" von 2011 (zu den Gründen dort bitte weiterlesen).
Auf jeden Fall klingt das neue Album jetzt etwas abwechslunxreicher als zuletzt, Dank prominenter Unterstützung z.B. von Saitenzauberer Greg Leisz (der auch mitproduziert hat!), Altmeister Tony Joe White, Bill Frisell, Jonathan Wilson und andern, aber bei den Songs bleibe ich nach dem ersten Hördurchgang weiter kritisch in meiner Einschätzung. Abwarten und Tee (oder Schnapps?) trinken und öfters hören ist da wohl angesagt.
(19.10.2014)
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Einar Stray Orchestra: "Politricks" (Sinnbus, Sept. 2014)
Fünf noch immer sehr junge Norweger mit ihrer zweiten Album (Album #1 hiess "Chiaroscuro" und erschien 2012) und beeindruckenden Musik, irgenwo zwischen Folk & Rock, Klassik & Prog. Aus dem ursprünglichen Projekt des namengebenden Sängers, Pianisten und Gitarristen Einar Stray ist inzwischen eine echte Band geworden, wobei der Namenszusatz "Orchestra" dabei keineswegs übertrieben ist.
Nur einen kleinen, augenzwinkernden Kritikpunkt gibt es meinerseits: ich hatte mich ja bereits beim letzten Mal als stiller Bewunderer der Geigerin Hanna Furuseth geoutet. Die träg jetzt leider eine Kurzhaarfrisur. Sehr kurz.
(19.10.2014)
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Hiss Golden Messenger: "Lateness Of Dancers" (Merge, Sept.2014)
OK - die Platte ist nicht neu, aber ich habe sie eben erst kürzlich entdeckt. Hinter dem Bandnamen verbergen sich der Singer/Songwriter Mike C. Taylor und der Gitarrist/Produzent Scott Hirsch, die auch schon bei den im Glitterhaus veröffentlichten Bands bzw. Projekten The Court And Spark und Boxharp federführend dabei waren. Auf "Lateness ..." spielen auch alle Musiker der Band Megafaun mit, von denen ich auch gerne mal wieder was Neues hören würde. Bis dahin gibt es von Hiss Golden Messenger noch ein paar weitere Platten zu entdecken. Ausserdem könnte ich meine alten Court & Spark-CDs mal wieder herauskramen ...
(02.07.2016)
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Maggie Björklund: "Shaken" (Bloodshot, Okt. 2014)
Die dänische Pedalsteel-Gitarristin wird produziert und begleitet von Musikern aus dem Calexico, Portishead und PJ Harvey-Umfeld. Für mich klingt das, etwas überraschend vielleicht, wie eine Country-Version von Nick Cave. Oder doch von Lambchop? Immerhin hat auch deren Chef Kurt Wagner einen schönen Gastauftritt.
(31.10.2015)
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Johanna Borchert: "FM Biography" (Yellow Bird, Okt. 2014)
Eine junge deutsche Jazzpianistin mit ihrer eigenen Art von "jazziger Singer/Songwriter-Musik". In ihrer Band spielen zwei interessante Musiker von internationalem Kaliber: der englische Gitarrist Fred Frith und der amerikanische Multiinstrumentalist und Produzent Shazad Ismaily, was mich letztendlich auf diese CD aufmerksam gemacht hat. Der erste Höreindruck ist ganz ausgezeichnet!
(29.11.2014)
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Vashti Bunyan: "Heartleap" (DiCristina, Okt. 2014)
Das muss wohl erst das dritte Album der scheuen Folksängerin aus England in ihrer langen "Karriere" sein - angeblich sogar ihr letztes. Das ist hoffentlich nicht morbide gemeint, sondern bezieht sich auf den Veröffentlichungsabstand ihrer Alben ("Just Another Diamond Day" stammt von 1970, "Lookaftering" von 2005).
Selbstproduziert und nur gelegentlich von ein paar ihrer Fans (Devendra Banhart und Andy Cabic von Vetiver) gitarristisch unterstützt. Meist gibt es nur Vashtis Stimme, Gitarre und Keyboard (keine Sorge : das klingt gut!), sowie ein paar Streicher zu hören.
(26.10.2014)
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Marianne Faithfull: "Give My Love To London" (Naïve, Okt. 2014)
Im Unterschied zu Jackson Browne kam diese Schallplatte nur mit zweimonatiger Verspätung bei mir an. Welchen besonderen Status diese Dame innerhalb der britischen Popmusik hat wird vielleicht daran deutlich, wer hier alles mitkomponiert oder mitgespielt hat: Nick Cave, Steve Earle, Ana Calvi, Roger Waters, Ed Harcourt, Brian Eno und noch ein paar mehr. Trotzdem ist das ganz allein die Party der Faithfull (so spricht man echte Diven an: die Monroe, die Callas, etc).
Ach ja - die Platte gehört unbedingt auch auf die Seite Cool Smokers!
(24.12.2014)
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The Flaming Lips: "With A Little Help From My Fwendz" (Bella Union, Okt. 2014)

Wayne Coyne & Konsorten covern zusammen mit befreundeten Künstlern den Beatles Klassiker "Sgt. Pepper". Ich hab zwar noch nicht reingehört, aber ich bin schon sehr neugierig ...
(02.11.2014)

Tja - irgendwie, und fast wie zu Erwarten, liegt das Ergebnis irgendwo zwischen genial und nervtötend. Eben typisch Flaming Lips.
(16.11.2014)

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Horse Feathers: "So It Is With Us" (Kill Rock Stars, Okt. 2014)

Auf eine neue Platte von Justin Ringle habe ich mich schon sehr gefreut ...
(02.11.2014)

... und wurde nicht enttäuscht. Gleichbleibend hohe Qualität bei den Liedern, aber teilweise etwas rockiger umgesetzt als zuvor, denn neben den festen Begleitern an Geige und Cello gibt es diesesmal sogar eine komplette Bass/Schlagzeug-Rhythmusgruppe. Aber keine Sorge: das ist immer noch schön sperriger Folk und kein Rock.
(16.11.2014)

Husky: "Ruckers Hill" (Liberation, Okt. 2014 * April 2015)

Folkrock mit guten Songs und schönen Stimmen. Die unspektakuläre, aber sehr schöne Überraschung vom OBS.
(02.06.2015)

Konzerthighlight: 19. Orange Blossom Special, Beverungen, 23.05.2015

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Thurston Moore: "The Best Day " (Matador, Okt. 2014)
Auf diese Platte vom Ex-Sonic Youth-Gitarristen habe ich bei meinem Lieblinx-Musik-Dealer aus dem Weserbergland seit September gewartet und jetzt stattdessen aus reiner Verzweiflung beim von mir ansonsten gemiedenen Monopolisten A**** bestellt, wo tatsächlich 5 Vinyl-Exemplare auf Lager sein sollten - und das zu einem erschwinglichen Preis von unter 20 Oiros. Ich habe zuerst etwas gezögert, bin dann in mich gegangen und habe schweren Herzens die offene Bestellung bei meinem Lieblinxdealer storniert. Als alter Pfennigfuchser habe ich noch, um Verpackungskosten zu sparen, das Debütalbum von Spidergawd mitgeordert (sollte dort ebenfalls auf Lager sein!) - und nach wenigen Tagen (!) sind die Platten gestern tatsächlich bei mir angekommen!
Einer der Kritiker schrieb im Oktober was von "bestes Sonic Youth Album auf dem nicht Sonic Youth steht", was erst mal ziemlich blöd zu lesen ist, aber irgendwie doch stimmt! Es wird auf jeden Fall deutlich, dass Thurston Moore den Sonic-Youth-Stil wohl am stärksten geprägt hat. Ich selber würde die Musik auf "The Best day" vielleicht als "Sonic-Youth-light" bezeichnen, was ich überhaupt nicht abschätzig meine, denn es klingt eben wie eine auf's wesentliche reduzierte Sonic Youth-Platte, aber ohne die ganz schrägen Nebenwege und ohne die ganz großen Gitarren-Breitseiten. Gesanglich erinnert mich Thurston Moore in diesem reduzierten musikalischen Rahmen sogar an meinen großen Helden Robert Forster von den Go-Betweens, wobei ich etwas länger gebraucht habe, um diese Ähnlichkeit zu erkennen.
Schöne Platte, aber leider zu spät bei mir angekommen für die Jahresbestenliste 2014.
(18.01.2015)
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Musée Mécanique: "From Shores Of Sleep" (Glitterhouse, Okt. 2014)
Für ihr zweites Album hat sich die Band viel zeit gelassen - soviel Zeit, dass ich sie schon garnicht mehr auf dem Schirm hatte (das Debüt "Hold This Ghost" stammt von 2010, wurde aber bereits 2008 aufgenommen!). Ähnlich wie Get Well Soon , Einar Stray und Blaudzun ist die Musik irgendwo im Niemandsland zwischen Singer/Songwriter, Folk und Prog (jawohl! Der gewisse Bombast ist da!) verortet. Schon beim ersten Hören merkt man, dass das ein gutes Album mit Langzeitwirkung und Potential zum sehr guten Album ist. Lästerer mögen da ruhig etwas in Richtung "Fleet Foxes ohne XXL-Hall" faseln.
(19.10.2014)

Konzerthighlight: 19. Orange Blossom Special, Beverungen, 22.05.2015. Wunderschöne Musik als Top Act am Freitagabend - aber vielleicht für den einen oder anderen im Publikum doch zu schön und mit zu wenig Action. Mir dagegen hat's gefallen.
(31.05.2015)

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Moreno Veloso: "Coisa Boa" (Luaka Bop, Okt. 2014)
Brazil!
(12.12.2014)
Scott Walker + Sunn (o))): "Soused" (4AD, Okt. 2014)
Diese Zusamnmenkunft macht vom Plan her ein wenig Angst - ist aber am Ende doch besser als ich dachte: nicht so sperrig wie die letzten Alben von Scott Walker und (vermutlich) auch eingängiger als das, was die Doom-Metaller von Sunn (o))) sonst selber herausbringen. Aber da kenne ich mich nicht wirklich aus.
(02.11.2014)

Die Jahrescharts: Platz4im Rolling Stone und Platz29im Musikexpress!

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Neil Young: "Storytone" (Reprise, Okt. 2014)
Wie Ihr vielleicht wisst, hadere ich in letzter Zeit etwas mit neuen Platten von Neil Young. Die ersten Kritiken zu "Storytone" machten mich aber wieder etwas neugieriger, denn es sollte angeblich eine Mischung aus "Harvest" und "This Note's For You" sein. Das ist es (natürlich) nicht, aber nach dem ersten eigenen Hördurchgang finde ich, dass es wohl ganz ordentlich geworden ist. Auf jeden Fall klingt es für meine Ohren wieder gut. Ob's denn für mich denn auch ein wirklich gutes Neil Young-Album ist, das wird wohl davon abhängen, ob mir die Songs wirklich gut gefallen. Also warte ich mit meinem "Urteil" wohl erstmal noch ein wenig ab ...
Ach ja - ich empfehle den Kauf der Deluxe-Doppel-CD, bei der es alle Lieder jeweils als Solo- und Orchesterversion gibt. Die Vinyl-Ausgabe soll diesesmal sogar 69,99€ kosten! Entweder ist die Platte vergoldet oder das Ganze ist einfach nur ziemlich dreist.
(09.11.2014)
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Thompson: "Family" (Concord/Fantasy, Dez. 2014)
"Rock'n'Roll-Pur" kann man es normalerweise nicht nennen, wenn die Familie gemeinsam musiziert. Beim Thompson-Clan ist das natürlich ein wenig anders, denn für diese CD hat Sohn Teddy Thompson seinen Vater, den legendären Richard Thompson, seine Mum (und Richards Ex-Frau) Linda Thompson, seine jüngere Schwester Kami Thompson, deren Gatten James Walbourne (Gitarrist bei den Pretenders, soweit ich weiß) , seinen ebenfalls Gitarre spielenden Neffen (und Sohn der großen Schwester Muna Mangolo?) Zak Hobbs zusammengebracht. Dazu kommen bei einzelnen Titeln u.a. noch Halbbruder (?) Jack Thompson (Bass spielend und Richards Sohn aus zweiter Ehe) und Schlagzeuger Rob Walbourne (vermutlich der Bruder von James und wohl deshalb mit dabei, weil kein Thompson aus der ersten Reihe trommeln kann!). Zu hören gibt es je zwei neue Lieder von Richard, Linda (je 1x zusammen mit Teddy bzw. Zak), Teddy und Kami (zusammen mit Gatte James), sowie jeweils ein Beitrag der "Nachwuchskräfte" Zak Hobbs und Jack Thompson. Theoretisch passt das alles nicht unbedingt zusammen, die Kritiker bemängeln auch die unterschiedliche Qualität der Lieder von Meister Richard etwa gegenüber denen von Tochter Kami, aber ich mag das alles sehr. Ich kann mich kaum erinnern, mal ein ähnlich gutes Statementr "pro Familia" gehört zu haben. Auch wenn es "nur" eine "Patchwork"-Familie ist.
(07.12.2014)
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Geht so ...

Kasabian: "48:13" (Sony/Columbia, Juni 2014)
Bislang habe ich mich für diese britische Rockband wenig interessiert - und wäre das neue Album nicht als Doppel-Zehn-Zöller herausgekommen, so hätte sich das auch sicherlich nicht geändert!
(27.07.2014)
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Rich Robinson: "The Ceaseless Sight" (Circle Sound, Juni 2014)
Erst vor wenigen Monaten hatte ich mir "Through A Crooked Sun", das zweite Soloalbum des ehemaligen Gitarristen der Black Crowes gekauft, von dem ich ja sehr begeistert bin, nicht zuletzt wegen der Gastauftritte von Musikern ausserhalb des Rock-Kontextes (z.B. Jazzvibraphonist Karl Berger). Das neue, dritte Album ist auch nicht schlecht, aber kommt beim ersten Hören etwas spannungsarm daher. Vielleicht liegt es an der Instrumentierung? Neben dem Chef an Giterre und Bass sind nur ein Drummer und ein Keyboarder dabei. Zuviel deftiger, aber wenig abwechslunxreicher Bluesrock? Schau'n wir mal ...
(15.06.2014)
"Ryan Adams" (Sony/Paxam, Sept. 2014)
Der Glitterhäusler, bei dem ich die Platte geordert habe, mag sie nicht besonders. Zu sehr "Mainstream" mit angeblich nach Echo & The Bunnymen klingenden Gitarren. Sogar das doofe Wortspiel mit "Bryan Adams" kann er sich nicht verkneifen.
Ganz so schlimm ist es dann aber doch nicht. Zwar kein neues Meisterwerk vom Schlage "Heartbreaker" oder "Gold", aber eigentlich doch ganz O.K. - Und die Gitarre klingt manchmal eher wie bei Chris Isaak - den ich eigentlich ganz gut finde, obwohl er wohl klar zum Mainstream gehört. Alle Gitarrenparts, bis auf zwei Ausnahmen von Johnny Depp (!), wurden von Ryan Adams höchstpersönlich eingespielt. Sicherlich ist er kein schlechter Gitarrist, aber bei den Soloparts wünsche ich mir doch seinen alten Mitstreiter Neal Casal zurück, der ja seit einiger Zeit diesem Job sehr erfolgreich in der Chris Robinson Brotherhood nachgeht.
Gerade läuft "Stay With Me", das erste Lied von Seite B. Und das klingt doch tatsächlich nach dem blöden Kanadier mit dem einem "B" mehr im Vornamen. Was soll uns das sagen? Vielleicht nix.
Gerade lief die vorletzte Nummer, "Tired Of Giving Up", und ich neige dazu, doch dem Glitterhausmann Recht zu geben. Am Ende kommt dann noch "Let Go", eine hübsche kleine Nummer, die zwar nicht nach Bryan dem Älteren klingt, aber das Steuer dann doch nicht mehr herumreissen kann.
(20.09.2014)
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Tweedy: "Sukierae" (Anti/dBpm, Sept. 2014)

Wilco-Boss Jeff Tweedy legt im Duo mit seinem trommelnden, talentierten Sohn Spencer Tweedy ein Doppelalbum mit immerhin 20 Liedern vor, das natürlich nicht die Komplexität und Genialität der letzten Wilco-Alben erreicht, aber doch recht schön geworden ist! Irgendwo zwischen Folk und Indie-Rock.
(28.09.2014)

OK - vielleicht ist das sehr kompetent gespielte Schlagzeug manchmal zu sehr in den Fordergrund gemischt (ging da vielleicht der Stolz beim Papa durch?). Und sicherlich wäre es ein Fehler, die Platte mit einer Wilco-Platte zu vergleichen. Aber eines wird doch deutlich: Wilco sind nicht alleine wegen Frontmann Jeff Tweedy und seinen Songs eine so grandiose Band, sondern haben eben richtige Spitzenkönner in der Mannschaft, etwa Gitarrengott Nels Cline, Drummer Glen Kotche und Multiinstrumentalist Pat Sansone. Aber in 2015 soll es ja mit Wilco weitergehen. Geniessen wir solange die Nebenprojekte von Jeff Tweedy - oder z.B. die von Pat Sansone und John Stiratt (unter dem Namen The Autumn Defense).
(19.10.2014)

Die Jahrescharts: Platz7im Rolling Stone!

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Erstellt: 10.08.2014 Letzte Aktualisierung: 29.01.2017 19:49 8190 Besucher seit dem 10.08.2014
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